Dienstag, 5. Juli 2011

Atomexport nach Brasilien verhindern!

Atomkraft? Nein Danke!Bei uns in Deutschland hat sich die wespenfarbene Bundesregierung angesichts des Super-GAUs in der japanischen Atomkraftanlage "Fukushima-I" sowie anhaltender, hunderttausendfacher Proteste auf den Straßen deutscher Städte endlich dazu drängen lassen, die "Laufzeitverlängerung" vom Herbst 2010 zurückzunehmen, und statt dessen mit Unterstützung der SPD und der Grünen einen fahrlässig zögerlichen Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie bis 2022 zu beschließen.

Wer jetzt aber meint, die Bundesregierung habe - wenn auch nur ein ganz kleines bischen - dazugelernt, und werde sich ab sofort nicht mehr auf das Spiel mit dem atomaren Feuer einlassen, der irrt gewaltig. Die finanzielle Absicherung in Höhe von 1,3 Millionen Euro - mit Hilfe unserer Steuergelder(!) - für den Neubau des Atomkraftwerks "Angra-3" in Brasilien ist noch lange nicht vom Tisch. Der Atomreaktor, dessen Technik auf der Zeit Anfang der siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zurückgeht, wäre in Deutschland nicht mehr genehmigungsfähig und soll zudem auch noch in einem erdbebengefährdeten Gebiet direkt am Atlantik erbaut werden.

"Angra 3" wird nicht sicher vor Flugzeugabstürzen, Terroranschlägen und ähnlichen äußeren Einwirkungen sein und für den Atommüll gibt es in Brasilien ebensowenig eine Lösung wie in Deutschland oder sonst irgendwo auf der Welt.

Demnächst wird Herr Rösler (FDP, Bundeswirtschaftsminister) gemeinsam mit den Herren Schäuble (CDU, Bundesfinanzminister), Westerwelle (FDP, Bundesaußenminister) und Niebel (FDP, Entwicklungshilfeminister) über die Bürgschaft entscheiden.


Außerdem wird Campact morgen in der Zeit von 08:30 bis 09:15 Uhr mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt in Berlin gegen die geplante Unterstützung des Exports deutscher Atomtechnologie durch die wespenfarbene Bundesregierung demonstrieren.

Den Atomausstieg mit dem Label "schnellstmöglich" versehen zu wollen, ist ohnehin schon ein schlechter Witz. Wenn dieser dann aber auch noch mit dem Export deutscher Atomtechnologie garniert wird, dann verliert er endgültig an Glaubwürdigkeit. Wer für unzählige Generationen potentiell tödliche Technologien nach Brasilien exportiert, damit deutsche Atomkonzerne trotz des deutschen Atomausstiegs weiterhin daran verdienen können, der macht sich mitschuldig an den Folgen der Nutzung der Atomenergie  für die brasilianische Bevölkerung.

Erdbebengefährdeter Standort? Direkt an der Atlantikküste?
Klingelt da nicht irgend etwas?

Dreifacher Super-GAU in der erdbebengefährdeten, direkt
an der japanischen Pazifikküste gelegenen Atomkraftanlage "Fukushima-I"?
Schon vergessen?


Zum Weiterlesen
  • Campact
    Atomtod exportiert man nicht!



Appell Atomtod exportiert man nicht


(Quellen: Nachrichten.de vom 01.07.2011, Die Grünen - Änderungsantrag vom 25.06.2011, Greenpeace vom 08.06.2011, Urgewald vom 08.06.2011, Spiegel vom 15.03.2011)

Sonntag, 3. Juli 2011

Nasse Veranstaltungen


Ein Spieltag im Regen

Im Rahmen der "Leher Sommer-Kulturwochen 2011" war gestern eigentlich ein großer Spieltag auf dem "Leher Pausenhof" im Ortsteil "Goethestraße" des Bremerhavener Stadtteils Lehe geplant. Leider machte das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung. Morgens war es zwar windig und ab und zu nieselte es auch ein wenig, aber am Nachmittag schüttete es dann einen Regenguss nach dem anderen aus den tief dahinfliegenden Wolken.

So kam es, dass nur einige wenige Kinder und noch weniger Erwachsenen dem Wetter trotzten. Zum Glück war das große Zelt des Kulturladens auf dem Platz aufgebaut worden. Die meisten Aktivitäten fanden dann auch im Schutz des Zeltes statt. Hauptsache ist jedoch, dass die Kinder bei dem nassen Vergnügen ihren Spaß hatten - Und den hatten sie!

Aber an diesem Wochenende wird in Bremerhaven wohl so einiges ins Wasser gefallen sein. Zeitgleich fand in der "Alten Bürger" das alljährliche Straßenfest statt und am Neuen Hafen feierten die Bremerhavener Kirchengemeinden ihren Stadtkirchentag, der heute mit einem Tauffest im Weser-Strandbad zu Ende gehen soll. Ich wünsche den Täuflingen, ihren Familien und ihren Paten, dass Petrus zumindest während dieser Zeit nicht vergessen wird, den Wasserhahn da oben im Himmel abzustellen.

Ebenfalls heute Nachmittag startet der Geschichtentag mit diversen Stadtteil-Führungen. Falls Petrus dem Tauffest zuliebe heute das Wasser abstellen sollte, könnten ja auch diese Veranstaltung der "Leher Sommer-Kulturwochen 2011" davon profitieren ... - und auch die Besucher des Straßenfests in der Alten Bürger hätten sicherlich nichts dagegen einzuwenden. Garantiert trocken wird es in der "Kulturwohnung" (Goethestraße 45) sein. Dort werden Mitglieder der "Geschichtswerkstatt Lehe" Geschichten erzählen und TheatTheo die Lesung "Kleiner Dodo, was spielst Du?" präsentieren.


Die "Leher Sommer-Kulturwochen 2011" am 3. Juli 2011:
  • instant impro in Lehe

    Um 11:00 Uhr
    und 16:00 Uhr

    Treffpunkt am Container
    Luther-, Ecke Stormstraße
    (gegenüber der "Theo")

  • Lehe Fiktion 2011

    Um 20:00 18:00 Uhr

    Treffpunkt am Container
    Luther-, Ecke Stormstraße
    (gegenüber der "Theo")

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Rahmen der "Leher Sommer-Kulturwochen 2011" ist frei!


Update (03.07.2011, 13:30 Uhr):
  • Terminänderungen

Leher Kultursommer

Ein Fest der Kulturen


Ein Fest der Kulturen in Lehe

Im Ortsteil "Goethestraße" des Bremerhavener Stadtteils Lehe fand am 26. Juni 2011 im Rahmen der "Leher Sommer-Kulturwochen 2011" der "Tag der Kulturen" statt. Menschen aus vielen verschiedenen Kulturkreisen feierten bei strahlendem Sonnenschein auf dem "Leher Pausenhof" gemeinsam ein buntes Fest.

Es spielten das "Leher Blasorchester", "Dünensegler" und die "Glad(e)makers", "Pro Ton | blooz", "Pad | Patrick Rokitensky" sowie "Juso Memesahovic", und auch die Tanzgruppe des spanischen Kulturvereins und die Folklore Gruppe der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Bremerhaven e.V. hatten etwas für's Auge und für die Ohren zu bieten.

Für das leibliche Wohl sorgten der "Portugiesische Kulturverein" und die "Türkisch islamische Gemeinde zu Bremerhaven e.V.".


Leher Kultursommer

Samstag, 2. Juli 2011

lehe[•rec] - Ein Kurzfilm-Festival


"3 Minuten und 4 Jahreszeiten" - Mein Beitrag zum Kurzfilm-Wettbewerb "lehe[•rec]"

Am 1. Juli 2011 gab es in der "Theo" 12 Kurzfilm-Premieren. Gefragt waren individuelle Ansichten über das Leben, die Orte, die Menschen und den Zustand im Bremerhavener Stadtteil Lehe.

Die drei besten Filme wurden prämiert. Die Gewinner wurden per Stimmzettel vom Publikum ermittelt. Die Filme, die es auf das Siegertreppchen schafften, thematisierten die schönen und die Schattenseiten im Süden Lehes sowie Szenen mit Menschen in einem Imbiss an der Ecke Hafen-/Lange Straße. Der Imbiss, den ich bisher noch nie bewusst wahrgenommen hatte, scheint wohl unter anderem zu einem Treffpunkt einiger der letzten Amerikaner in Bremerhaven geworden zu sein.


Siegerehrung  für die drei glücklichen Gewinner
Die drei Favoriten des Publikums wurden für ihre gelungenen Arbeiten mit überdimensionalen Schecks belohnt. Wir anderen neun Hobbyfilmer erhielten zum Dank für unsere Teilnahme je zwei Gutscheine für Kino-Eintrittskarten, die den Schecks gegenüber den großen Vorteil hatten, dass man sie ohne Weiteres in der Jackentasche verstauen konnte.



Die - nach Ansicht der Mehrheit des Publikums - drei besten Filme gehörten auch zur Auswahl der vier Beiträge, zwischen denen ich mich nicht so recht entscheiden konnte. Der vierte Film auf meiner Liste war ein als Stummfilm angekündigter Beitrag mit dem Titel "Lehe ist ..." nach einer Abfolge von Szenen wurden die jeweiligen ein Untertitel mit der Bezeichnung des jeweiligen Leher Merkmals eingeblendet. Eigentlich waren alle zwölf Filme gut gemacht, aber man hatte ja nur eine Stimme zu vergeben: Keine leichte Entscheidung.



Im Anschluss an die Preisverleihung folgte eine Party die bis in die frühen Morgenstunden ging. Leider war das Musikangebot nicht sehr abwechslungsreich, so dass am Ende nur einige eingefleischte Techno-Fans übrigblieben, die dann in der Aula der "Theo" jede Menge Platz zum Tanzen hatten.


Im Moment sind bedenklich viele dunkle Wolken am Himmel zu sehen. Hoffentlich bleibt es heute Nachmittag trocken von oben. Schließlich steht heute Nachmittag ja "Der Spieltag" auf dem Programm ...

Leher Kultursommer

Freitag, 1. Juli 2011

Morgen wird draußen gespielt

Wilkommen auf dem Leher Pausenhof

In Zusammenarbeit mit dem "Club Español – Spanischer Club Bremerhaven", dem "Portugiesischen Kulturverein im Café David", dem "Rat für ausländische Mitbürger in Bremerhaven – RAM", "Rückenwind für Leher Kinder e.V." und der "Türkisch islamische Gemeinde zu Bremerhaven e.V." haben die Organisatoren der "Leher Sommer-Kulturwochen 2011" für Morgen einen Spielenachmittag organisiert.

"Hinke-Pinke", "Gummi-Twist", "Jägerball", "Modder, Modder, de Melk kockt öwer", "Wer hat Angst vom Schwarzen Mann", "Cowboy und Indianer", "Mutter und Kind", ... - Na, bekommen da jetzt einige der Älteren unter uns feuchte Augen? Und fragen sich etwa einige der Jüngeren, ob es sich bei meiner Aufzählung eher um Titel von Büchern oder von Filmen handeln könnte?

Während meiner Kindheit waren wir (fast) bei jedem Wetter "draußen". Die anderen Kinder vor dem Haus spielen zu hören, und dazu verdammt sein, zuerst die Hausaufgaben zu erledigen, bevor mir die Erlaubnis erteilt wurde, mit den Freunden aus der Nachbarschaft draußen diese teilweise damals schon alten Spiele zu spielen, das grenzte manchmal schon hart an "Strafarbeit".

Improvisierte Rollenspiele à la "Mutter und Kind" oder "Cowboy und Indianer" sind wohl ebenso regel- wie zeitlos. Die einzige Vorgabe ist das Thema und nachdem die Rollen verteilt wurden, entwickelt sich das Spiel "von selbst".
Der Hit war das zu meiner Zeit noch nagelneue Spiel "Gummi-Twist". Allerdings haben das fast ausschließlich die Mädchen gespielt. Zwei von ihnen standen sich gegenüber und hielten ein langes, um ihre Beine gelegtes Gummiband, so dass zwischen ihnen zwei parallele "Gummileinen" entstanden. Dann wurden vorher verabredete Muster über, auf und mit den Gummileinen "abgehüpft".

Wenn jemand daneben sprang hieß es "pur" (vermutlich war das englische "poor" - arm - gemeint) und die oder der Nächste war an der Reihe. Wer sein Hüpfmuster fehlerfrei absolviert hatte durfte es beim folgenden Durchgang um einen Level erhöht wiederholen. Die Level hießen "Fußgelenk", "Unterschenkel", "Knie", "Oberschenkel" und "Hüfte". Wer sich beim vorhergehenden Durchgang ein "pur" eingehandelt hatte, musste den vorherigen Level wiederholen. Gewinner war, wer zuerst alle Level fehlerfrei durchgehüpft hatte - wobei diejenigen mit der Bezeichnung "Oberschenkel" und "Hüfte" wohl eher springend als hüpfend erledigt werden mussten.

Leher Pausenhof: "Sitzecke"
Da es in Lehe aber nicht nur alte und junge Menschen gibt, die mit den jeweiligen Spielen ihrer Zeit groß geworden sind (oder es gerade werden), sondern auch Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationen und Kulturkreisen, könnte es Morgen ein interessanter Nachmittag werden, wenn auf dem Leher Pausenhof - angeleitet von Spielerinnen und Spielern verschiedener Kulturgruppen und Altersklassen - Kinder und Erwachsene gemeinsam ihre alten und neuen Straßen- und Gesellschaftsspiele spielen.

  • Der Spieltag

    Am 2. Juli 2011
    Von 15:00 bis 20:00 Uhr

    Auf dem "Leher Pausenhof"


Die "Kulturwohnung"

In der "Kulturwohnung" werden noch Geschichten aus Lehe und Spielregeln von Straßenspielen gesammelt, auf die auch beim morgigen "Spieltag" zurückgegriffen wird. Wer sich also an längst vergessene Spiel erinnert, der hat heute noch die Chance sie schriftlich festzuhalten und morgen wieder zum Leben zu erwecken

Die Wohnung in der Goethestraße 45 ist geöffnet in der Zeit
 • von 17:00 bis 20:00 Uhr

Außerdem sind dort die weiterhin Fotos der "Rückenwind"-Kinder zu sehen und es bietet sich immer wieder die Gelegenheit zu einem netten Gespräch mit bisher unbekannten Nachbarn aus dem Viertel ...


Der Container

Im Container an der Lutherstraße, Ecke Stormstraße (gegenüber der "Theo") ist noch bis zum 3. Juli 2011 die Dokumentarfilm-Reihe "Geschichte(n) in Lehe" mit Filmen von Reinhard Büsching zu sehen.

 • Zwischen 17.00 und 18.30 Uhr
   Vier Dokumentarfilme über Geschichte(n) aus dem Quartier Lehe

 • Von 18.30 bis 20.00 Uhr
   "11 Leher – 11 Fragen"
   der Film zu den Leher Sommer-Kulturwochen 2011

Außerdem sollen im Container ab Morgen auch alle nominierten Filmbeiträge der Teilnehmer am Filmwettbewerb  "lehe[•rec]" gezeigt werden. Die Filme feiern heute Abend um 19:00 Uhr in der Aula der "Theo" Premiere. Das Publikum wird anschließend entscheiden, welche drei Filme den Wettbewerb gewinnen. Anschließend ist dann für den Rest der Nacht "Party" vorgesehen.


Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei!

Leher Kultursommer

Donnerstag, 30. Juni 2011

Zeitreisen und Filmpremieren

Schmuckfassaden am Altstadtrundweg
Im Rahmen der "Leher Sommer-Kulturwochen 2011" lädt die "Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe e.V. (ESG-Lehe)" heute noch einmal ein zu einem Spaziergang durch Vergangenheit und Zukunft des Leher Ortsteils "Goethestraße".

Herr Wenzel (ESG-Lehe) wird interessierte Bremerhavener entlang des "Altstadtrundwegs" durch das Leher Gründerzeitquatier führen. Dabei zeigt er, wie Denkmalschutz und Umbruch nebeneinander zu einer spannenden Entwicklung führen. Entlang des "Altstadtrundwegs" wird sichtbar, was aus der Gründerzeit noch vorhanden ist, aber auch was sich verändert hat und wo die Chancen des Quartiers liegen. Der "Altstadtrundweg" zeigt die Stärken und Potentiale des Leher Ortsteils "Goethestraße" ohne die Probleme zu verstecken.
  • Altstadtrundweg

    Am 30. Juni 2011
    Um 18:00 Uhr


    Treffpunkt am Container
    Luther-, Ecke Stormstraße
    (gegenüber der "Theo")



Lehe Fiktion 2011

Nach dem heutigen Start der Reise von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, geht es gleich morgen weiter mit der Reise in die Zukunft ... - und zurück bis in die Antike.

Die Ankündigung zu diesem frei erfundenen und erlogenenen Stadtteilrundgang verspricht: "So haben Sie Lehe noch nie gesehen". Bei dieser Stadtführung mit Erpho Bell, Jens Krüger und Wolfgang Marten wird alles neu gemacht – denn: alles ist gelogen. Das heißt nicht, dass man auf bekannte Personen oder Gebäude verzichtet, aber die Anekdoten, Begebenheiten … und, und, und ... - Alles zu 100 Prozent erfunden!


lehe[•rec]

Anschließend folgt in der "Theo" eine mir bisher noch unbekannte Anzahl von Kurzfilm-Premieren. Im Rahmen der Leher "Sommer-Kulturwochen 2011" hatte das Bremerhavener Kreativ-Kollektiv "ONE|THREE|THREE" zu einem Filmwettbewerb mit dem Titel "lehe[•rec]" aufgerufen.

Gefragt waren individuelle Ansichten über das Leben, die Orte, die Menschen und den Zustand in Lehe. Die einzigen beiden Bedingungen für die eingereichten Filme waren, dass sie in Lehe aufgenommen wurden und nicht länger als drei Minuten sind. Die erste Bedingung war wohl nicht so das große Problem, aber die Unmengen von Filmmaterial so in den vorgegebenen Zeitrahmen von drei Minuten zu quetschen, dass am Ende ein richtiger Film dabei herauskommt, das war schon eine Herausforderung.

Morgen Abend sollen die drei besten Filme prämiert werden. Nachdem die - sicherlich durch die Bank herausragenden - Perlen Leher Filmkunst präsentiert worden sind, wird das Publikum vor die schwere Entscheidung gestellt werden, zu entscheiden, welche drei Filme das sein werden. Im Anschluss an die Preisverleihung folgt die Party durch die Nacht.

  • Lehe Fiktion 2011

    Am 1. Juli 2011
    Um 17:00 Uhr


    Treffpunkt am Container
    Luther-, Ecke Stormstraße
    (gegenüber der "Theo")

  • lehe[•rec]

    Am 1. Juli 2011
    Um 19:00 Uhr


    In der Aula der "Theo"
    Lutherstraße 7



Die "Kulturwohnung"

In der "Kulturwohnung" werden weiterhin Geschichten aus Lehe und Spielregeln von Straßenspielen gesammelt. Die Wohnung in der Goethestraße 45 ist geöffnet in der Zeit

 • von 17:00 bis 20:00 Uhr

Außerdem sind dort die Fotos der "Rückenwind"-Kinder zu sehen und es bietet sich immer wieder die Gelegenheit zu einem netten Gespräch mit bisher unbekannten Nachbarn aus dem Viertel ...


Der Container

Im Container an der Lutherstraße, Ecke Stormstraße (gegenüber der "Theo") ist noch bis zum 3. Juli 2011 die Dokumentarfilm-Reihe "Geschichte(n) in Lehe" mit Filmen von Reinhard Büsching zu sehen.

 • Zwischen 17.00 und 18.30 Uhr
   Vier Dokumentarfilme über Geschichte(n) aus dem Quartier Lehe

 • Von 18.30 bis 20.00 Uhr
   "11 Leher – 11 Fragen"
   der Film zu den Leher Sommer-Kulturwochen 2011



Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei!

Leher Kultursommer

Mittwoch, 29. Juni 2011

Gentechnik: Nationale Anbauverbote möglich machen!

Gentechnik: Verbote möglich machen!

Am Mittwoch, den 6. Juli wird das Europaparlament darüber abstimmen, ob nationale Anbauverbote für genmanipulierte Pflanzen künftig erleichtert und auf eine feste rechtliche Basis gestellt werden. Die Regierungen aller EU-Mitgliedstaaten könnten selbst über den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) entscheiden und müssten ihn vor den eigenen Bürgern vertreten.

Doch genau daran - und ausgerechnet aufgrund der Stimmen der deutschen Parlamentarier aus den Reihen der SPD, der FDP, der CDU und der CSU - droht der Vorschlag aus dem Umweltausschuss des Parlaments zu scheitern. Bisher konnten deutsche Politiker sich immer gut hinter den Entscheidungen der Europäischen Union verstecken. Sofern der Vorschlag zugunsten nationler Anbauverbote geltendes Recht werden sollte, würden sie selbst dafür geradestehen müssen, wenn sie sich für den Anbau von GVOs stark machen wollten.

Bisher gibt es für die EU-Mitgliedstaaten nur die Möglichkeit, ein vorläufiges Verbot auszusprechen. Dafür müssen wissenschaftlichen Erkenntnissen geltend gemacht werden, die dann von der EU-Kommission überprüft werden. So wurden zum Beispiel für das deutsche Verbot des Genmais MON810 im Jahre 2009 neue Studien über die Schädigung von Schmetterlingen, Marienkäfern und Wasserorganismen vorgelegt.

Wenn die EU-Kommission im Anschluss an ihre Prüfung in der Vergangenheit ihre Vorschlag über die Relevanz unterbreitete, hatte sie regelmäßig alle neuen Argumente verworfen und wurde daraufhin ebenso regelmäßig, wenn auch nur mit knappen Mehrheiten, von der dafür notwendigen Zweidrittelmehrheit aller EU-Mitgliedstaaten überstimmt. Die zuständige EU-Zulassungsbehörde (EFSA), die eigentlich für das Testen der Risiken zuständig ist, hat in allen Jahren ihrer Tätigkeit noch keine einzige gentechnisch manipulierte Pflanze zurückgewiesen. Nur, weil sich einige Staaten vehement gegen jede neue Zulassung wehren, konnte bisher eine Überschwemmung der europäischen Märkte und Äcker mit GVOs verhindert werden.


Umweltrisiken als Grundlage für Anbauverbote

Der Vorschlag des Umweltausschusses des Europaparlaments würde der die nötige Rechtssicherheit für nationale Verbote bieten. Rechtsgrundlage wäre der Umwelt-Artikel des Lissabon-Vertrags. Endlich würden damit Gründe wie Umweltrisiken, sozioökonomische Folgen und wissenschaftliche Unsicherheit aufgrund fehlender oder widersprüchlicher Daten ein Verbot rechtfertigen. Zusätzlich würden unter anderem auch langfristige Umweltauswirkungen, Effekte auf Nichtzielorganismen und ökologische Folgen der Herbizide, gegen die die gentechnisch veränderten Pflanzen resistent sind, bei der Risikobewertung im Zulassungsverfahren berücksichtigt werden.

Bei ihrer Abstimmung entscheiden  die EU-Parlamentarier am 6. Juli darüber, ob nationale Anbauverbote weiterhin rechtlich auf einer unsicheren Grundlage basieren werden, oder ob die Regierungen der EU-Staaten zukünftig tatsächlich rechtskräftig entscheiden können, ob auf ihren Territorium GVOs angebaut werden oder nicht. Mit 99 Abgeordneten stellt Deutschland die größte Länderfraktion im Europaparlament. Umso wichtiger ist es daher jetzt, die deutschen Abgeordneten - insbesondere diejenigen von der CDU, der CSU, der FDP und der SPD - aufzufordern, dem Vorschlag des Umweltausschusses des EU-Parlaments zuzustimmen.


Petition

Das demokratische Netzwerk Campact hat deshalb eine Petition an die Abgeordneten der SPD, der FDP, der CDU und der CSU initiiert. Der Text der Petition im Wortlaut:
Sehr geehrte Damen und Herren,

bislang können die nationalen Regierungen der EU den Anbau genmanipulierter Pflanzen in ihren Ländern nur auf sehr wackeliger Rechtsgrundlage verbieten.

Jetzt fordert der Umweltausschuss des Europaparlaments Verbesserungen: Umweltrisiken, volkswirtschaftliche Kosten und wissenschaftliche Unsicherheit müssen als Verbotsgründe zugelassen werden.

Unterstützen Sie diese Vorlage! Jedes Land soll souverän und demokratisch selbst entscheiden können, Gentechnik von den Feldern zu verbannen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Petition kann auf der Internetseite von Campact online unterzeichnet werden.



Zum Weiterlesen:



(Quellen: Deutschlandfunk vom 14.03.2011, Campact, Informationsdienst Gentechnik, Save our Seeds (SOS), gemeinsamer offener Brief der Umweltverbände, Greenpeace)