Sonntag, 15. November 2009

Volkstrauertag


Ausländische Kriegstote auf dem Friedhof Lehe (Bremerhaven)

Nach den bitteren Erfahrungen zweier verheernder Weltkriege trauern deutsche Familen schon wieder um ihre Söhne und Väter. Deutsche Soldaten wurden nach Afghanistan geschickt, um den Menschen dort beim Wiederaufbau ihres in Jahrzehnten des Krieges zerstörten Landes zu helfen. Nachdem die "Aufbauhelfer in Uniform" dort schleichend in einen Krieg verwickelt wurden, ist diese Voraussetzung für ihren Aufenthalt in Afghanistan ist nicht mehr gegeben. Herr Jung (CDU, ehemaliger Verteidigungsminister) hatte bis zuletzt geleugnet, dass die deutschen Soldaten in Afghanistan in einen Krieg verwickelt sind. Herr zu Guttenberg (CSU, Verteidigungsminister) hat die peinlichen Verschleierungsversuche jetzt richtig gestellt, und spricht davon, dass die Bundeswehr sich in Afghanistan in einem "kriegesähnlichen Zustand" befindet.

Wenn der Verteidigungsminister nicht ebenso schleichend zum Kriegsminister werden will, wie aus "Aufbauhelfern in Uniform" in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelte Soldaten wurden, dann muss er dafür sorgen, dass die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen wird. Was nützt denn ein Volkstrauertag, an dem der Toten vergangener Kriege gedacht wird, wenn jede Generation immer wieder die Fehler ihrer Eltern und Großeltern wiederholt? Wenn der Volkstrauertag nicht bewirken kann, dass Kriege der Vergangenheit angehören, dann wäre es ehrlicher, wenn man ihn abschaffen würde.

1 Kommentar:

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Hallo juwi!
Diese Kriege haben Ursachen, die nicht so schnell beseitigt werden können. Da hilft es auch nicht noch mehr Menschen darin zu verwickeln.
....und es werden immer wieder Worte erfunden werden, die solches Verhalten rechtfertigen,...und eigentlich verdienen ein paar Wenige wieder mal eine Menge Geld,....
Liebe Grüße
Grey Owl

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