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Sonntag, 7. Dezember 2014

Weihnachtstrubel

Wenn im September in Ladenregalen,
Nikoläuse mit Schmunzelmund strahlen,
dann hört man laut den Kaufmannsjubel:
bald geht er los, der Weihnachtstrubel.

Wenn im November, 'ne Woche vorm Advent,
voll Ungeduld schon jeder in die Läden rennt,
dann klingt der blanke Weihnachtsrubel:
Jetzt ist er da, der Weihnachtstrubel

Ich will mehr, immer mehr - vergessen der Sinn.
Die Gier rafft das Kind in der Krippe dahin.
Vergeblich schallt der Engel Jubel,
verblasst im schrillen Weihnachtstrubel.

Und sind in der Nacht die Geschenke verteilt,
ist der Rausch schnell verraucht, das Fest ist enteilt.
  Erinnert sich still dann mancher an's Kind,
  und fragt, wohin all die Engel sind?

© Jürgen Winkler


Gestern hatten die Geschäfte in der Innenstadt bis 23 Uhr geöffnet. Wer länger einkauft, hat mehr Zeit zum Geldausgeben? Mag ja sein, dass die Zeit unendlich ist - das Geld, das die Leute im Portemonaie haben, ist es nicht. Mir reichen jedenfalls die "normalen" Ladenöffnungszeiten, wenn es darum geht, mein Geld unter die Leute zu bringen.

Lasst euch nicht von der vorweihnachtlichen Hektik anderer Leute anstecken: Ich wünschen allen, die hier vorbei schauen, einen gemütlichen 2. Advent.

Montag, 26. Mai 2014

Der Wal

Postkarte: © CACTUS GmbH

Es lebt der Wal in seinem Wasser.
Der Angler denk so bei sich, dass er
   das große Tier, das da so schwömme,
   mit seinen Netz erhaschen könne.
Jedoch ich rat ihm was: Das lass er!


© Jürgen Winkler

Nach all den Qualen mit den Wahlen gibt's heute mal 'nen andr'en Wal: Die Karte mit dem unhandlichen Leviathan habe ich von meinen Kindern bekommen. Die wissen, dass sie ihrem Papa mit Walen eine Freude machen können :)

Samstag, 19. Oktober 2013

Oktobermond

Oktobermond

Erst fahles rot, dann gelb bis weiß,
macht sich der Mond auf seine Reis'.

Und wenn die Nacht herein dann bricht
taucht er die Welt in mildes Licht

Erst Morgens, wenn dieSonne brennt,
geht seine Himmelsfahrt zu End.

© Jürgen Winkler


Gestern Abend hatte ich das Glück, dass ich meine Kamera dabei hatte, als mein Blick in Richtung des aufgehenden Vollmondes fiel. Ich hätte ihn ja gerne mit der Geeste im Vordergrund gehabt, aber dort waren leider immer die Zweige der Bäume und Sträucher am Ufer im Wege.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Samstag, 13. Juli 2013

Galgenvögel

Galgenvögel (gesehen in Kiel an der Hörn)
Galgenvögel, diese schwarzen,
deren Stimmen krächzend knarzen,
gibt's nicht sehr oft am Ostseemeer.
So blieb der Galgen lange leer.
Auch drunter hängt längst niemand mehr.

Statt für todbestrafte Tote

nutzt man Galgen jetzt für Boote.
Und wo Raben einst gesessen
sitzen Möwen sinnvergessen,
die des Fischers Fische fressen.

© Jürgen Winkler


"Galgenvogel" wurden im Mittelalter die Raben genannt, weil sich die Vögel, die sich auch von Aas ernähren, gerne in der Nähe der Hinrichtungsstätten aufhielten. Später übertrug sich dieser Begriff umgangssprachlich auch auf die zum Tod durch Erhängen Verurteilten.

Eigentlich hat man den Raben mit dem Bild, dass im allgemeinen mit dem Begriff "Galgenvogel" assoziiert wird, aber immer unrecht getan. Inzwischen wurde nachgewiesen, dass Rabenvögel und Krähen äußerst intelligente Tiere sind. Sie sind in der Lage, Werkzeuge herzustellen, Handlungen im Voraus zu planen, von ihren Artgenossen zu lernen und erlerntes Wissen weiterzugeben und komplexe Zusammenhänge zu erkennen und das so gewonnene Wissen zu nutzen.

Ich wünsche allen Besuchern meiner Seiten ein schönes Wochenende mit sehr viel Sonnenschein ...


(Quelle: Wikipedia)

Sonntag, 5. Mai 2013

Löwenzahn in der Stadt

In Liebe einst ein Löwenzahn entbrannte
für die schöne Löwenzähnin Jolante.
Jolantes gelber Hut verblich
und verweht vom Winde entwich
seine Jolante von der Bordsteinkante.

© Jürgen Winkler

Im Moment könnte man in unserem Viertel meinen, man sei unversehens in den Vorpann von Peter Lustig's "Löwenzahn" versetzt worden. Überall an den Straßenrändern, in den Ritzen zwischen Gehwegplatten und Hauswänden, an den Füßen der Straßenschild-Masten und ähnlichen Plätzen, blüht gelbleuchtend der Löwenzahn. Immer wieder sieht man Kinder, die mitten in der Stadt Blumen pflücken. Da wird sich an den letzten Tagen sicher so manche Mutter über einen kleinen, gelben Blumenstrauß gefreut haben.

Allen, die heute hier vorbeischauen, wünsche ich einen sonnigen Frühlingssonntag.

Sonntag, 31. März 2013

Armer Osterhase

Weil's draußen schon nach Frühling duftet
hat Osterhase schwer geschuftet.
Eierlegen, Eier malen, ...
doch niemand will sein Werk bezahlen.

Nun wär es freilich sehr vermessen,
wollt er die alle selber essen.
So muss erneut er daran denken,
die ganzen Eier zu verschenken.

"Das ist gemein!" hört man ihn fluchen.
"Wer geizig ist, der soll auch suchen."
So hoppelt er, nachts unter Hecken,
um seine Eier zu verstecken.

Doch die Leut' stört das mitnichten
wenn sie beim Suchen Eier sichten.
Sie haben wieder großen Spaß,
und danken brav dem Osterhas.


Und die Moral von der Geschicht:
Die Leut' verstehn den Hasen nicht.


© Jürgen Winkler


Nicht nur der Osterhase ist ein Eierkünstler. Die (Schl)eiereule ist eines von juwi's Frühwerken, das meine Mutter bis heute in Ehren hält. Jedes Jahr zu Ostern hängt es wieder im Osterstrauß.

Bezüglich des "Frühlingsdufts" war zugegebenermaßen wohl der Wunsch der Vater des Gedankens, als ich dieses lyrische Machwerk zu Papier gebracht habe. Beim Blick aus dem Fenster wäre ich beinahe der Versuchung erlegen, die Weihnachtsdeko wieder aus dem Keller zu holen: Es schneit. Schon wieder!

  • Allen die hier heute und Morgen vorbeischauen wünsche ich frohe Feiertage. Und lasst euch den Glühwein schmecken ...

Mittwoch, 20. März 2013

Frühling

Frühlingsanfang 2013
Wann vertreibst du Schnee und Eise,
und schickst den Winter auf die Reise?
  Statt mit Blumen uns zu locken,
  willst du uns mit Frösten schocken.
Frühling: Ich glaub' du hast 'ne Meise!

© Jürgen Winkler

Man mag's ja kaum glauben,
aber heute soll tatsächlich Frühlingsanfang sein. - Ernsthaft!

Montag, 11. Februar 2013

Atomkraft? Eine gefährlich Narretei!

In den Karnevalshochburgen ist heute, wie in jedem Jahr am Rosenmontag, der Höhepunkt der Narretei. Dass die Narren sich an den tollen Tagen nicht zum Narren halten lassen, haben sie "denen da oben" schon oft gezeigt.

Auch in diesem Jahr sollte dank unzähliger schwarz-gelber Steilvorlagen an Themen für die Festwagen an Rhein und Ruhr eigentlich kein Mangel herrschen. Zwei der Dauerbrenner sind und bleiben aber die merkelsche "Energiewende Wende" und der wespengebremste "Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Atomkraftausstieg". Zur Feier des Tages dürfen deshalb heute in "juwi's welt" einmal die Atomkraftgegner in die Bütt:
Atomkraftausstieg woll'n wir nichte,
denn sonst geht hier bald aus das Lichte.
Und auch die Atomkonzerne
sähen das bestimmt nicht gerne,
denkt Mutti sich und schreibt Geschichte.

Atom ist grün und gut für's Klima.
Doch dann kam leider Fukushima.
Als die Atome dort entwichen
war die Geschichte schnell gestrichen.
- Doch Mutti fand das gar nicht prima.

Die Leute woll'n Atom nicht mehr?
Ein Moratorium muss her:
"Mit Atom Moratorium
verkaufen wir die Leut' für dumm."
- Für Mutti ist halt nichts zu schwer.

Weil Leute die Geschicht' nicht fraßen
und protestierten auf den Straßen,
knipst Mutti, ei der Taus,
acht Atomkraftwerke aus.
- Hätt' sie das lieber nur gelassen ...

Die Leute sahn, das Licht im Dunkeln,
war heller als die Sterne funkeln.
Die Lichterlügen schnell sich rächten,
denn selbst in diesen Narrennächten,
bei Licht die Leute heut' noch schunkeln.

Von der Geschichte die Moral?
Im Herbst ist Bundestageswahl.
Die Meiler wolln wir schnell abschalten,
lassen uns nicht zum Narren halten:
Märchenstund? Das war einmal!

Bremerhaven, Ahoi

Sonntag, 9. Dezember 2012

Wer nicht kauft zur rechten Zeit ...

Fußgängerzone (Bremerhaven, Bürgermeister-Smidt-Straße)
Wisst ihr noch, in diesem Jahr,
wie's Wetter da im Sommer war?
Erst war's heiß und dann war's nass,
und schon begann der Weihnachtsspass.


Lebekuchen, Weihnachtsmann,
die traf man im Laden an.
Doch zum Glück ist mir bewusst:
Winter ist nicht im August ...


Jetzt, im Dezember, ist es kalt,
so wie's im Winter sein soll halt.
Nach Weihnachtsmann und Lebekuchen
muss man jetzt schon länger suchen.


Wer's Geschenk kauft im September,
statt zur Weihnacht im Dezember,
der ist oft sehr viel besser dran,
als selbst der alte Weihnachtsmann.


Der muss Kinderwünsche raten
bevor Kinder darum baten.
Im Mai er schon in Schweiß gerät,
sonst wird es wieder mal zu spät.


Und die Moral von der Geschichte?
Es heulen wieder Neff' und Nichte,
und wer nicht kauft zur rechten Zeit,
es Heiligabend sehr bereut.


© Jürgen Winkler


Zum Thema "vorweihnachtlicher Einkaufsrausch" habe ich schon von vielen Leuten gehört, dass sie den gerne anderen Leuten überlassen. Alle anderen sollten jetzt aber Ruhe bewahren und nicht in Torschlusspanik verfallen: Wir haben ja erst den zweiten Advent und bis zur Bescherung sind es noch zwei Wochen hin.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Schietwedder

Schietwedder an der Nordseeküste

Der Tag versinkt in nassen Wasserfluten
derweil die Schiffe draußen heftig tuten.
Die fahr'n die Straßen hin und her -
nur Lastwagen sieht man nicht mehr:
Transporte übernehmen Kahn und Schuten.

© Jürgen Winkler


Na ja, ganz so schlimm ist es denn doch noch nicht. Gestern hat es zwar den ganzen Tag über pausenlos geregnet und gestürmt, aber bisher beschränkt sich der Schiffsverkehr weiterhin auf die Weser, die Geeste und die Häfen ;) Längere Spaziergänge mit unserer Hündin Cleo fielen jedoch ins Wasser und bei dem Sturm verloren die Bäume Zweige und Äste, die jetzt auf den Wegen und Straßen herumliegen.

Ich habe meine letzten Urlaubstage genutzt, um alte Video-Schätze von VHS-Cassetten auf DVDs zu übertragen. Ansonsten ist das Wetter an diesen ersten Tagen des Jahres 2012 nur etwas für hartgesottene Urlauber, die sich gerne einmal den stürmischen Wind an der Nordseeküste um die Nase wehen lassen mögen und denen auch Dauerregen und Hagelschauer nichts ausmachen.

Heute ist es draußen wieder etwas ruhiger. Die Sequenzen für das Video habe ich heute in den Regenpausen am Bremerhavener Weserdeich und an der Geestemündung aufgenommen.

Freitag, 11. November 2011

Elfter Elfter Elf Elf Uhr Elf

Für alle, denen das bisher möglicherweise entgangen sein sollte, sei daran erinnert, dass heute ein ganz besonderer Tag ist: Heute ist der 11.11.11 - der Tag der "1" sozusagen.




Wie in jedem Jahr beginnt aber
für die Narren auch an diesem
denkwürdigen "elften Elften um
elf Uhr elf" wieder die fünfte
Jahreszeit. In diesen Zeiten,
in denen die eine Krise der
nächsten gnadenlos die Klinke
in die Hand drückt, ist nur noch
eines wirklich krisenfest:
Ein gesunder Sarkasmus.


Den werden die Narren in dieser Saison gut brauchen können, denn die Zeiger der Uhren stehen nicht erst auf fünf vor zwölf ... - nein: Es ist bereits elf vor elf! Davon spricht heut' zu euch der Fischkopp aus der Bütt:

Der kleine Mann zahlt kräftig drauf.
Für Banken geht die Rechnung auf.
Spekulanten werden reicher,
nur die Bürger werden bleicher.

Denn beim Blick auf rote Zahlen
könn' sie nicht wie die Bänker strahlen.
Den Bürgern schwillt vor Zorn die Stirn,
seh'n sie den Banken-Rettungsschirm

Doch Mutti schert nicht Bürgerqual,
denn Mutti ist das piep egal.


Sie hört nicht, wie die Zocker lachen.
Die lassen's diesmal kräftig krachen,
denn schlaue Zocker finden's schön
wenn Euro Staaten pleite gehn.

Was wachsen soll, das braucht Substanz
und keinen hohlen Firlefanz.
Nichts nützt die schönste Euro-Zahl,
denn nichts daran ist doch real.

Doch Mutti macht das gar nicht heiß
weil Mutti davon ja nichts weiß.


Die Moral von der Geschichte:
Moral ist nichts für Bösewichte.
Die scher'n sich da 'nen Teufel drum
und kuscheln mit der Mutti rum.

Wenn das nichts nützt, dann drohn sie barsch,
und alles kriecht in ihren A..ch!
Der Bürger fasst sich an die Stirn:
"Noch größer wird der Rettungsschirm.

Wenn Mutti weiter Wähler quält,
wird Mutti demnächst abgewählt."

Ahoi!

© Jürgen Winkler


Aus juwi's karnevalistischer Mottenkiste:
  • 2011: Elfter Elfter Elf Elf Uhr Elf
  • 2011: Peter Struwel in der Bütt
    2010: Der Röttgen und der Mappus
  • 2009: Der "Teutsche Michel" in der Bütt
  • 2008: Die fünfte Jahreszeit in Bremerhaven

Sonntag, 6. November 2011

Bald ruhen wieder Faun und Nymphen


Bunt verwelkt im Wald die Welt.
Bäume werden gelb und braun.
Unterm falben Blätterzelt
spielt sein letztes Lied der Faun.


Im Nebel tanzen Nymphen noch
wohl des Jahres den letzten Tanz.
Tief in Gras, im Grottenloch,
feiert Schrat noch Mummenschanz.


Dunkel wird die Welt bald wieder,
und Nymphen, unter kahlen Bäumen,
legen sich zum Schlafe nieder:
Ob sie dort wohl vom Frühling träumen?

© Jürgen Winkler


Im Bremerhavener Stadtteil Leherheide liegt, ein wenig versteckt, ein kleines Paradies: "Thieles Garten". Im Jahre 1923 hatten die Brüder Gustav und Georg Thiele das Grundstück am Mecklenburger Weg gekauft, auf dem sie ihren großen Garten anzulegen. Im Laufe der Zeit schufen sie ein Idyll mit Teichen, künstlichen Ruinen, Grotten und Felsatrappen, Rasenflächen, Bäumen und Sträuchern.

Gustav Thiele modellierte im Laufe der Jahre eine große Anzahl Skulpturen. Auf einem Drahtgerüst, mit Ziegelbrocken und Mörtel trug er die Außenhaut der Skulpturen aus einer selbstentwickelten besonders wetterfesten Zementmischung auf. Viele der Skulpturen entstanden nach dem Modell seiner Schwägerin Grete. Andere Figuren entstammen der Welt der Mythen und Märchen. So trifft man beim Gang durch den Garten zwischen Sträuchern und Säulen, an Brunnen  unter Bäumen immer wieder auf Götter, Kobolde und andere Fabelwesen.


Donnerstag, 6. Oktober 2011

Unter Pilzen


Solch ein Pilz am Wiesenrand
behütet dich vor Sonnenbrand.
Sollte Regen länger dauern
schützt er auch vor nassen Schauern.

Im Schutze dieser Pilzenhütten,
kann's draußen ruhig mal heftig schütten.
D'rum, solltest du mal Pilze seh'n,
brich sie nicht ab und lass sie steh'n.

© Jürgen Winkler

Freitag, 23. September 2011

Ein Irrtum

Bremerhaven: Herbstlaub im Stadtpark Lehe
Eh’ sie des Landes Tücken kannt’
zog’s aus der Stadt sie auf das Land,
weil dort sie ihren Liebsten fand.

Im Wald spazier’n zu zweit sie jetzt
wo feuchter Tau die Äste netzt.
Sie schaut sich um und ruft entsetzt:

“Schau nur, Schatzi, wie auf allen Wegen,
welke Blätter sich zu Boden legen ... -
Ich fürcht’, das kommt vom sauren Regen!"

Seine Antwort, leicht entnerbst -
und fast schon ein wenig derbst:
“Nee, min Deern, dat nennt sick Herbst!”

© Jürgen Winkler

Bevor es euch am Ende noch ebenso ergeht, wie dieser unwissenden "Stadtpomeranze": Heute, am Tage der zweiten Tag-und-Nacht-Gleiche des Jahres, endet der Sommer und der Herbst beginnt.

Ab morgen sind die Tage wieder kürzer als die Nächte und vor uns liegt die dunkle Zeit des Jahres. Und auch wenn es so manchem Zeitgenossen nicht passt, wenn die Blätter von den Bäumen des bösen Nachbarn sich wieder einmal in Scharen gezielt auf seinen gepflegten englischen Rasen stürzen: Die dürfen das!

Für alle anderen, die den Herbst so nehmen, wie er eben ist, bleibt nach dem gefühlt oftmals "herbstlich angehauchten" Sommer dieses Jahres die Hoffnung, dass uns der Herbst noch ein paar helle, goldene Tage bescheren wird.

Euch allen ein schönes, sonniges Herbst-Wochenende.


(Quellen: Wikipedia)

Mittwoch, 10. August 2011

Des Sommers nasse Fluten

Bremerhaven-Lehe: Blick nach Osten von der Körner- in die Eupener Straße

In dieses Sommers nasser Flut
sehnt mancher sich nach Sonnenglut.
Doch schiene jetzt die Sonne heiß
und flöss' statt Regen nur der Schweiß,
dann fänd' es mancher auch nicht gut.

© Jürgen Winkler


In diesem Sinne: Nehmt das Wetter lieber wie es ist. Ändern kann eh niemand etwas daran ...



Dienstag, 7. Juni 2011

Deichkuh


Die Kuh, die grast am grünen Deich.
Mehr braucht sie nicht zum Leben.
Hat Gras soweit das das Auge reicht:
Was kann’s für Kühe schön’res geben?

© Jürgen Winkler

Freitag, 13. Mai 2011

Das schöne, faule Hundeleben

Cleo ganz entspannt ...
Es soll ja faule Hunde geben,
die keinen Wert auf's Toben legen.
Schließlich hat hund die faule Haut
zum liegen d'rauf, und schnarchend laut,
im Schlafe Bäume umzusägen.

© Jürgen Winkler


Wenn man Cleo in solchen Momenten mit der Idee kommt, es wäre doch toll, mal ein klein wenig Gassi zu gehen, dann bekommt man bestenfalls ein abfälliges "Pffft" zur Antwort. Oder sie wird noch deutlicher, indem sie sich abwendet und auf die Seite dreht. Soll heißen: "Blöde Idee. Lass mich in Ruhe. Kannst ja auch ohne mich Gassi gehen."

Montag, 7. März 2011

Der "Peter Struwel" in der Bütt

Rosenmontag


Der Peter Struwel kommt zu euch
und erzählt Geschichten gleich:
"Moin Leute, lasst euch sagen,
was in Berlin sich zugetragen:

Die Mutti, schaute gar nicht stumm
auf dem ganzen Tisch herum.
Nee, die steht fest zu ihrem Gutti.
Der hat schon Glück mit seiner Mutti.

Die ist begeistert von dem Recken:
Anstatt die Wunden sich zu lecken,
gibt der lieber and'ren Schuld ...
Nur, dem Volk fehlt's an Geduld

Das kommt, weil Gutti sich nicht scheute,
zu klaun beim Wissen andr'er Leute,
Sagt: 'Mein ist fremder Hirne Schmalz.' -
Jetzt ham wir'n Friederich am Hals.

Denn weil's Volk sich das verbeten,
hat Gutti sich zurückgetreten.
Doch Mutti Merkel eilet sehr,
tauscht Friedrich gegen de Maizière.

Schon Opa warnte uns're Väter:
'Das war ein übler Übeltäter!
Der schlug die Stühl' und Vögel tot.
Die Katzen litten große Not.'

Ja Friederich, der Friederich,
das war schon'n arger Wüterich.
Jetzt ist er wieder auferstanden
und wütet wild in deutschen Landen.

Tut über fremde Götter fluchen:
'Die ham in Deutschland nix zu suchen!'
Den Keil ins deutsche Volk er treibt
damit's beim Christenglauben bleibt.

Und nennt das 'In-te-gra-ti-on' -
Beim Muslim klingt's wie blanker Hohn,
wenn Friedrich, anstatt zu heilen,
versucht das Volk entzwei zu teilen.

Und auch die Vorratsdatenbank
holt Friedrich wieder aus dem Schrank.
Doch Minz und Maunz, die Katzen,
erheben ihre Tatzen.

Sie warnen mit den Pfoten:
'Karlsruhe hat's verboten!
Miau! Mio! Verbot'ne Dinger:
Daran verbrennst du dir die Finger!'

Doch der Friedrich höret nicht,
was der Katzenkater spricht:
'Die Leute werden zornig sehr,
die haben keine Freiheit mehr.

Das Volk lässt sich nicht länger quälen
und wird deshalb and're wählen.' -
Und Mutti blickt dann ziemlich dumm,
auf dem ganzen Tisch herum."

... Ahoi !!!

© Jürgen Winkler


Aus juwi's karnevalistischer Mottenkiste:
  • 2011: Elfter Elfter Elf Elf Uhr Elf
  • 2011: Peter Struwel in der Bütt
    2010: Der Röttgen und der Mappus
  • 2009: Der "Teutsche Michel" in der Bütt
  • 2008: Die fünfte Jahreszeit in Bremerhaven

Freitag, 25. Februar 2011

Tiere im Winter

Da lacht der Schafbock "Strahlemann":
Hat einen warmen Schafspelz an.
Schlechter ham's im Winter Ottern
die bei Frost erbärmlich schlottern.

© Jürgen Winkler

Freitag, 11. Februar 2011

Der Traum vom Meer


Abendstimmung am Watt vor der Luneplate

Gedanken plätschern leis' heran
und schläfrig werd' ich irgendwann.
Am Horizont versinkt die Stadt.
An ihrer Stelle wächst das Watt ...


Wenn überm Schlick die Möwen kreisen,
mit ihrem Schrei das Leben preisen,
wenn Sonne glänzt mit heißer Glut,
auf still steigender Meeresflut,

Wenn tief ich atme Salz und Tang,
wie schon mein ganzes Leben lang,
dann weiß ich: Hier gehör ich her.
Mich zieht es immer an das Meer.

Wenn in der See die Meerfrau singt,
und Mondlicht auf der Dünung schwingt,
wo silbern, süß ihr Antlitz schwebt -
und Stadtluft in den Schlaf sich webt,


Erwache ich aus tiefem Traum ...
Der Strand verblasst im Wellenschaum ...
Für kurze Zeit noch ist's als wär' es
der salzig, herbe Duft des Meeres.


© Jürgen Winkler