Donnerstag, 19. November 2009

Von Brücken und Tunneln


Brücke am Fehrmoor über die Große Beek (Mai 2009)

Im Mai sind wir noch todesmutig auf dieser Brücke über die Große Beek gewandert. "Belastung: Max 4 Personen" warnte das Schild die abenteuerlustigen Wanderer auf ihrem Weg von Bremerhaven nach Debstedter Büttel. Das war wohl ein wenig übertrieben. Auch bei der Belastung mit neun Personen und einem Bollerwagen schwankte die Brücke, über die früher auch Autos fuhren, nicht im geringsten.

Kurze Zeit darauf wurde die Brücke, ohne Aussicht auf Ersatz, vollständig gesperrt. Die Feldmark zwischen Debstedt und Leherheide in Nordosten Bremerhavens ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Der Fehrmorweg führt entlang des Fehrmoores vom Bremerhavener Stadtteil Leherheide zum zur Stadt Langen gehörenden Debstedter Büttel. Der Verlust der Brücke war vor allem für Radfahrer ein tiefer Einschnitt, die in Richtung Debstedt, Wehden oder Drangstedt unterwegs waren.

Am letzten Samstag berichtete die Nordsee-Zeitung, die Nachbarstädte Bremerhaven und Langen hätten sich darauf geeinigt, sich die Kosten in Höhe von 80000 Euro für eine neue Fahrradbrücke zu teilen.

In kleinen Dingen klappt es ja offensichtlich doch gelegentlich mit der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bremerhaven und der im Norden angrenzenden Nachbarstadt Langen. Das muss man dann ja auch einmal lobend erwähnen.


Schön, und für die Entwicklung beider Städte von Vorteil wäre es gewesen, wenn es auch in der Frage einer nördlich der beiden Gemeinden verlaufenden Hafenanbindung an die Autobahn zu einer gemeinsamen Lösung gekommen wäre. Stattdessen wird es jetzt einen erheblich teueren Tunnel unter der mit dem täglichen Containerverkehr völlig überlasteten Cherbourger Straße geben. Dabei ist bereits jetzt abzusehen, dass dieser in Anbetracht des prognostizierten Anstiegs des Container- und Autoumschlags bereits einige Jahre nach seiner Fertigstellung schon nicht mehr ausreichen wird. Die Frage der Nordumgehung wird also irgendwann wieder aktuell sein. Wahrscheinlich wäre in dieser Beziehung vieles einfacher, wenn Bremerhaven nicht als winzige landbremische Insel inmitten des großen Landes Niedersachsen liegen würde.


(Quelle: Nordsee-Zeitung vom 14.11.2009)

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