Posts für Suchanfrage cleo werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage cleo werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Samstag, 23. August 2008

Regen



die ganze letzte Nacht: Regen
den ganzen heutigen Tag: Regen

Da mag man keinen Hund vor die Tür jagen - nicht bei diesem Wetter.
Muss aber mal sein - die Natur verlangt ihr Recht.
(sollte man meinen ...)

Ich, Cleo auf den Arm genommen und im Garten unter den Gartentisch gesetzt.
Cleo wuselt unter dem Gartentisch.
Cleo verlässt die trockene Deckung.
Cleo schnüffelt um den Gartentisch herum (zur Erinnerung: Es regnet!).
Cleo besucht ausgiebig jede noch so unbedeutende Ecke im Garten.
"Grrrr ..." (das war ich!)


Das war's

Das innere Drängen wird verdrängt.
Da hilft kein Drängen und kein Bitten meinerseits.
Bei diesem Wetter bleiben selbst dringende Geschäfte unerledigt.
Da kann die Natur lange auf ihrem Recht beharren!

Cleo ist nass bis auf die Haut - mitsamt dem ganzen Fell!

WARUM
habe ich diesen dummen Hund eigentlich
UNTER DEN GARTENTISCH
gesetzt?(!?)

Cleo will wieder in's Trockene - aber nicht unter den Gartentisch.
Um nichts in der Welt!
"Glaub bloß nicht, dass ich da bleibe (Ätsch!)."


Zweiter Versuch

Ich, Cleo auf den Arm genommen und ins Bad getragen.
Cleo notdürftig mit dem Hundehandtuch abgerubbelt.
(Die saut sonst die ganze Wohnung ein.)
"Cleo, wollen wir jetzt ausgehen?"
"Schon wieder raus? Da komm' ich doch grad erst her!"
Hundeaugen können einen so vorwurfsvoll ansehen!

Aber irgendwie habe ich doch Angst um Cleo's Blase - und um unsere Teppiche.

Ich mit Cleo im Schlepptau also auf die Straße.


Rückblende:
Früher gab's mal so kleine Spielzeughunde - aus Holz - auf einer Holzplatte mit Rädern und einem Bindfaden vorne dran, damit die Kinder diese Tierchen hinter sich herziehen und "Gassi gehen mit WauWau" spielen konnten.

Cleo ist heute so ein WauWau! Ein ganz nasser!
In einer Nebenrolle als Bindfaden: Die Hundeleine.
Meine Jacke lässt auch schon Wasser durch.
Cleo lässt das absolut kalt. Der Regen tut das seinige zu Cleo's Kühlung dazu.

Am Ende gewinnt die Natur aber doch noch ...


Wieder zu Hause.

Zweiter Durchgang mit dem Hundehandtuch.
"Schon wieder abrubbeln. Muss das sein? Das hatten wir doch gerade erst hinter uns"
"Cleo, das hätten wir beide auch einfacher haben können."
Cleo wirkt irgendwie desinteressiert: "Spricht da etwa gerade jemand mit mir?"

"Grrrr ..." (das war ich!)


Zum Beruhigen der Nerven, zum Schweifenlassen der Gedanken an diesem trüben Tag, habe ich hier noch ein Gedicht von Hermann Hesse.

Regen ...

Lauer Regen, Sommerregen
rauscht von Büschen, rauscht von Bäumen.
Oh, wie gut und voller Segen,
einmal wieder satt zu träumen!

War so lang im Hellen draußen,
ungewohnt ist mir dies Wogen:
In der eignen Seele hausen,
nirgends fremdwärts hingezogen.

Nichts begehr ich, nichts verlang ich,
summe leise Kindertöne,
und verwundert heim gelang ich
in der Träume warme Schöne.

Herz, wie bis Du wundgerissen,
und wie selig, blind zu wühlen,
nicht zu denken, nicht zu wissen,
nur zu fühlen, nur zu fühlen!


... da sieht die Welt doch gleich wieder ganz andes aus.

Ich wünsche euch einen schönen, heiteren Sonntag,
juwi

Freitag, 4. Januar 2008

Da mag man ja keinen Hund vor die Tür jagen


Cleo: "Saukalt war das heute morgen ..."

Da mag man ja keinen Hund vor die Tür jagen (dummer Schnack: Und was ist mit mir?).

Cleo ist offensichtlich genau der gleichen Meinung. Ich rufe nach Cleo. Cleo kommt. Ich sage: "Ich zieh' jetzt Schuhe und Jacke an, und dann wollen wir beide ausgehen". Cleo dreht sich um und verschwindet wieder im Körbchen.

Nützt ja nichts. Wir also doch raus (Saukalt ist das!). Cleo zieht an der Leine Richtung Haustür. Nach unzähligen "Cleo komm!"s, und ungefähr 150 Metern Distanz zur Haustür, erledigt Cleo ihr kleines Geschäft und zieht am anderen Ende der Leine Richtung Haustür. Auch wenn's mir schwerfällt: So einfach soll sie nicht damit durchkommen. Das Herrchen bin immer noch ich!

Ich setze meinen endlosen Monolog fort: "Cleo komm" ... - Wenn ich einen Plüschhund am Band auf Rädern hätte würde das sicher ähnlich aussehen (nur dass ich nicht versuchen würde den zu überzeugen, freiwillig mit mir zu gehen). Nach weiteren 20 Metern Wechsel auf die andere Straßenseite und Rückweg antreten. Jetzt geht das etwas schneller. Gegenüber von unserem Haus stellt Cleo sich an den Straßenrand und sieht mich an: Soll heißen "Nun reichts aber! Lass uns sehen, dass wir wieder ins warme Körbchen kommen!"

Ich hab' dann auch nicht länger widersprochen.

Freitag, 2. Januar 2009

Schmutzige Pfoten


so etwas macht mich fix und fertig ...

Gestern Morgen, dem Morgen danach, sind Cleo und ich, wie sonst auch immer, unsere Runde gelaufen. Anders als sonst war eigentlich nur der Müll von der Sylvesternacht, der zum Teil flächendeckend auf den Straßen herumlag. Das Wetter war eigentlich ganz schön, und mit zwei Grad Lufttemperatur war es sieben Grad wärmer als am Sylvestermorgen. Cleo hatte allerdings nicht so recht Lust auf einen ausgedehnten Spaziergang. Irgendwie hatte sie wohl zu wenig geschlafen. Daher waren wir ziemlich schnell wieder zu Hause und Cleo verschwand sofort in Richtung Körbchen.

Gegen Mittag erschienen irgendwann meine Tochter und kurze Zeit später auch meine Frau und Cleo wieder auf der Bildfläche. Meine Frau wurde sehr schnell sehr wach, als sie bemerkte dass Cleo's vier Pfoten von einer gelbbraunen Schmutzschicht überzogen waren, die sich dann auch auf dem Fußboden von der Haustür bis zum Schlafzimmer in Form von Hundepfotenspuren wiederfand. Irgendwie kam beim Spurenlesen auch heraus, dass Cleo die Gunst der Stunde genutzt, und ihr Körbchen gegen den freien Platz in meinem Bett getauscht haben musste. Meine Frau war begeistert: Sie hatte am Sylvesternachmittag noch frische Bettwäsche aufgezogen!

Für Cleo stand dann zu allem Überfluss erst einmal eine "etwas gründlichere" Nassreinigung an. Erst musste sie so lange auf bleiben, weil die Menschen aus ihrem Rudel blödsinnigerweise nicht ins Bett wollten, dann musste sie so früh schon wieder aufstehen, und zum krönenden Abschluss gab's noch den Klekram mit dem Wasser an Füßen und Fell. Das kann so einen kleinen unausgeschlafenen Hund schon ganz schön fertig machen. Für uns Menschen ging's anschließend gleich weiter mit Fußboden feudeln, Teppich reinigen und Bettenbeziehen. Das war im wahrsten Sinne des Wortes für uns alle ein versauter Neujahrstag!

Als wir am Nachmittag wieder zur Ruhe gekommen waren, ging es uns so durch den Kopf, dass es doch eigentlich eine tolle Sache wäre, wenn es anstelle der Ballerei auf den Straßen zwischen den Häusern, ein organisiertes professionelles Feuerwerk am Weserdeich gäbe. Dann gäbe es weniger Verletzungen, weniger Dreck in der Stadt, die Leute würden ihr Geld für wertvolle Dinge ausgeben, anstatt es sinnlos in die Luft zu sprengen und die Tierwelt müsste nicht tagelang vor während und nach Sylvester panische Ängste ausstehen.

Aber das wird wohl meine ganz persönliche Wunschvorstellung bleiben. Schließlich sind wir hier ja in Bremerhaven (Deutschland) und nicht in Sydney (Australien) ...

Donnerstag, 24. Januar 2008

Meine Abenteuer in Straßenverkehr - Teil 3 -



Zur Zeit scheint es ja gerade schick zu sein, "den Fahrradfahrer im allgemeinen" zum Prügelknaben unter den Verkehrsteilnehmern zu stempeln. Ich selbst habe haarsträubende Verkehrssituationen sowohl als Fußgänger, wie auch als Fahrrad- und als Autofahrer erlebt. Und es waren nicht immer Fahrradfahrer, die mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht haben. Hier ist der dritte Teil meiner Abenteuer im Straßenverkehr; dieses Mal mit einem wirklichen Fahrrad-Rüpel in der Hauptrolle.


Es war ein richtig schöner, sonniger Morgen, als ich mit unserer Hündin Cleo vor einiger Zeit in Richtung Saarpark, Geeste, ... unterwegs war. Wir waren noch gar nicht weit gekommen, als Cleo anhielt, um "mal eben kurz was zu erledigen". Während sie so dabei war, ihr Geschäftchen zu verrichten, hörte ich mit einem Mal etwas hinter uns metallklappernd schnell näher kommen. Ich hatte mich noch nicht ganz umgedreht, als uns der Radfahrer auf dem Fußweg schon fast erreicht hatte. Cleo an der Leine aus der Gefahrenzone reißen und mich selbst in Sicherheit bringen wird so ungefähr eine fließende Bewegung gewesen sein.

Als ich registriert hatte, was gerade beinahe passiert wäre, habe ich laut hinter dem Rüpel her gerufen: "Hey! Das ist ja wohl nicht wahr!! Das ist hier ein Fußweg!!!". Der Radfahrer, inzwischen schon ein ganzes Stück entfernt, brauchte nicht so lange mit seiner Antwort wie ich mit meiner Beschwerde: "Halt die Fresse!!!" Das kam wie aus der Pistole geschossen und war laut genug gebrüllt, so dass ich das trotz der Entfernung noch sehr gut verstehen konnte. Ich habe den Spaziergang dann abgebrochen - hatte plötzlich keine Lust mehr mit Cleo Gassi zu gehen. Der Tag war für mich für's erste versaut. Schade um den schönen, sonnigen Morgen!

Nicht dass ich hier jetzt missverstanden werde: Dieses Erlebnis hat mich nicht dazu veranlasst, mich in die Reihe derjenigen einzureihen, für die alle Radfahrer aus dem Verkehr gezogen gehören. Diesen speziellen Zeitgenossen hätte ich aber gerne angezeigt. Mit Cleo am anderen Ende der Leine, hätte ich aber keine Chance gehabt hinter dem herzurennen, um noch das eine oder andere Detail für eine Personenbeschreibung erkennen zu können.

Man hat's schon nicht immer leicht als Fußgänger ...

Und was sagt Cleo aus ihrer Sicht als Hund dazu? "Weiß gar nicht was der will; reißt mich einfach mit der Leine beiseite. Nicht mal in Ruhe ... kann man mehr. Man hat's schon nicht immer leicht als Hund ..."

Samstag, 3. Juli 2010

Können Igel fliegen?


Ein Igel ...

Dumme Frage? Na ja: Ich hätte den Gedanken heute Nacht zumindest nicht von vornherein automatisch ausschließen wollen ...

Heute Morgen, so gegen 4 Uhr bin ich von einem Geräusch im Garten aufgewacht. Es hörte sich an, als würde jemand an unseren Gelben Sack herumzerren, der in einem Ständer im Garten steht. Unsere Hündin Cleo hatte wohl schon vorher etwas gehört, und saß - ganz die perfekte Wachhündin - schon aufgeregt wie wild mit dem Schwanz wedelnd vor der Terassentür. (Nach den ersten Tagen, die Cleo bei uns war, hatten wir uns ernsthaft gefragt, ob diese Hündin überhaupt bellen kann. Sie kann! Aber sie macht nur äußerst selten Gebrauch davon.)


... im Gelben Sack

Der Ständer mit dem Gelben Sack stand auf dem Deckel unserer Kartoffelkiste, die wir als Behälter für Gartenwerkzeug etc. nutzen. Als ich nach draußen kam, verstummte das Geräusch. Unten im Sack war ein Loch mit ausgfransten Rändern zu sehen. Da hatte sich offensichtlich ein Raubtier mit seinen Reißzähnen an unserem Gelben Sack zu schaffen gemacht. Nachdem meine Frau vor einigen Tagen schon einmal im Garten verstreute Verpackungen aus einem zerfetzten Gelben Sack wieder zusammengesammelt hatte, vermutete ich, sie habe den Gelben Sack wohl deshalb auf die Kartoffelkiste gestellt. Ein Vogel, oder ein Tier, dass an einem hölzernen Gegenstand klettern könnte, wie zum Beispiel eine Katze, war nirgends zu sehen.


Ab in die nächste Ecke

Ich also mit Cleo zurück ins Haus. Nicht lange darauf stürmte Cleo wieder zur Terassentür. Auf dem Weg zur Terassentür traf ich meine Tochter Jana, die Cleo durch die Wohnung rennen gehört hatte. Durch das Fenster konnten wir sehen, wie sich der Gelbe Sack bewegte. Von einem Tier war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Da Gelbe Säcke normalerweise keinen eigenen Aktivitäten nachgehen, musste es eine andere Erklärung für das Phänomen geben. Jana versorgte mich mit einer Taschenlampe. Als ich den Sack etwas genauer in Augenschein nahm, bemerkte ich ein Knäuel brauner Borsten, das durch das halbtransparente Material des Gelben Sacks schimmern und das sich nach kurzer Zeit als Igel entpuppte. Jana holte dann schnell ihre Kamera. Wir brauchten schließlich Beweisfotos. Sonst hätte man uns unsere Geschichte am Ende nicht geglaubt.


Da geht's nicht weiter

Womit wir also wieder bei der Eingangsfrage wären. Ich habe noch nie gehört, dass Igel an senkrechten, hölzernen Wänden herumklettern können. Konnte dieser Igel also fliegen? Irgendwie musste er ja auf die Kartoffelkiste hinauf gekommen sein. Ich habe den Sack dann an der Stelle, an der der Igel saß, vorsichtig mit einer Schere aufgeschnitten, und das Tierchen mit Lederhandschuhen an den Händen aus dem Sack gehoben und auf den Boden gesetzt. Ohne sich lange für meine Hilfsbereitschaft zu bedanken, rannte der stachelige kleine Kerl mit dem Kopf in die nächste Ecke. Ob er sich wohl geschämt hat, weil er im Müll ertappt wurde?

Übrigens:
  • Flügel habe ich - wie eigentlich ja auch zu erwarten war - nicht zwischen den Stacheln des Igels entdecken können. Meine Frau hatte es früher in der Nacht schon rascheln gehört. Weil sie eine erneute nächtliche Verpackungsmüll-Aktion vermeiden wollte, hatte sie den Gelben Sack auf die Kartoffelkiste gestellt. - Da wird der Igel wohl schon darin gesessen haben.

Montag, 27. Dezember 2010

Und plötzlich war Weihnachten ...

Frost und "Weiße Weihnacht" draußen - Kuschelig warm beim Weihnachtsbaum

Plötzlich war Weihnachten da .. - und schon sind die Weihnachtsfeiertage wieder vorüber. Ich weiß nicht, ob es anderen Leuten auch so geht, aber von der Stimmung der Adventszeit und der Vorfreude auf Weihnachten, an den ich mich aus früheren Zeiten erinnern kann, kommt von Jahr zu Jahr weniger bei mir an. Am Tag des Heiligen Abend bin ich nach langer Zeit das erste Mal wieder so richtig zur Ruhe gekommen.

Nachmittags haben wir, wie in den letzten Jahren auch, die Messe in der katholischen Herz-Jesu-Kirche besucht. Unsere Töchter waren beide auf der katholischen Schule. In dem Jahr, in dem unsere "Große" eingeschult wurde, war ich das erste Mal dort, und ich war berührt von der festlichen Stimmung und der Musik. Regelrecht verzaubert war ich vom Abschluss der Messe, als die Beleuchtung im Kirchenschiff, bis auf die vielen Kerzen der beiden großen Weihnachtsbäume neben dem Altar und bei der Krippe, ausgeschaltet wurde, und alle zusammen "Stille Nacht" sangen ...

Aber es gibt Erlebnisse, die lassen sich nicht beliebig wiederholen. Jener Abend in der Herz-Jesu-Kirche gehört dazu, und er wird mir ewig in guter Erinnerung bleiben. In den letzten Jahren bin ich eigentlich nur noch mitgegangen, weil meine Familie dort hin wollte. Was mich eigentlich schon immer gestört hat, das ist der verschwenderische Umgang mit Weihrauch und vor allem die Tatsache, dass die Obrigkeit der katholischen Kirche immer noch nicht bereit ist, das christliche Abendmahl zusammen mit allen Christen zu feiern. Ich persönlich könnte über die unterschiedlichen Auffassungen darüber, welche die beiden großen christlichen Kirchen trennen, jedenfalls ganz gut hinwegsehen.

In diesem Jahr hatte ich anschließend jedoch das erste Mal das Gefühl, ich wäre besser zu Hause geblieben. Als der Dechant vom Frieden in der Welt und seiner Toleranz gegenüber anderen Religionen sprach, sich dabei im gleichen, nicht enden wollenden Atemzug über die Politik aufregte (was ich ja durchaus noch nachvollziehen kann), sich immer mehr in Rage redete und - am Höhepunkt seiner Predigt angekommen - irgendwann mit der Faust auf sein Pult schlug, dass es durch die ganze Kirche hallte, da war es irgendwie vorbei mit festlicher Stimmung. Vor meinem inneren Auge entstand ein wenig weihnachtliches Bild: Der Frieden der Welt fiel in hohem Bogen vom Pult auf den Kirchenboden, wo er in tausend Scherben zerbrach.

Im Verlaufe des weiteren Abends im Kreise meiner Familie kehrte dann aber glücklicherweise schnell wieder die festliche Stimmung ein, die dem Anlass des Tages entsprach.

Nur unsere Hündin Cleo war furchtbar aufgeregt. Nachdem wir gut eine Stunde in der Kirche waren, war sie froh, dass sie "ihr Rudel" wieder um sich versammelt sah. Als meine Frau mit Päckchen, Tüten und Paketen im Wohnzimmer verschwand, um sie unter den Weihnachtsbaum zu legen, wollte Cleo sofort hinterher. Wir drei anderen hatten Mühe, sie davon abzuhalten. Als meine Frau dann, eigentlich mehr zu meinen Töchtern und mir, als zu Cleo sagte: "Jetzt könnt ihr auch 'reinkommen.", da war Cleo bereits ins Wohnzimmer gestürmt, bevor meine Frau ihren Satz überhaupt zu Ende sprechen konnte.

Weil Cleo trotz aller Aufregung so brav bei uns gewartet hatte, durfte sie dann auch "ihre Tüte" auspacken. Sie verschwand mehrmals tief mit dem Kopf darin (für den Rest des Hundes war die Tüte zu eng) und brachte dabei - immer eins nach dem anderen - einige Leckerlies zum Vorschein.

An den beiden Weihnachtsfeiertagen waren wir - wie immer - unterwegs "in Familie"; am ersten Weihnachtstag bei der Familie meiner Frau und am Zweiten, zusammen mit der Famile meiner Schwester, bei meiner Mutter. Meine Schwester und Familie sind am ersten Feiertag mit dem Auto aus der Umgebung von Kiel nach Bremerhaven gekomen, haben den ersten Tag mit der Familie meines Schwagers gefeiert, den zweiten mit uns, und mussten Nachmittags bereits wieder zurückfahren. Und all das angesichts des vielen Schnees und Eis auf den Straßen. Irgendwann im Gepräch nach dem Mittagessen meinte meine Schwester: "Wenn im nächsten Jahr noch einmal jemand zu mir sagt, er wünscht sich weiße Weihnachten, dann kann er aber etwas erleben."

Auch wenn Weihnachten mit der Verwandschaft immer wieder schön ist: "Besinnliche Weihnacht" gibt es eigentlich nur am Heiligen Abend. Mal sehen, ob ich meine Familie im nächsten Jahr vielleicht einmal wieder zum Besuch eines evangelischen Weihnachts-Gottesdienstes bewegen kann ...

Freitag, 30. Mai 2008

Erst mal abschalten ...

So! Die Arbeit für heute ist erledigt, für's erste habe ich mich jetzt genug aufgeregt, und morgen geht's zur Ideenwerkstatt Lehe.



Gleich gehe ich aber erst einmal ein Stück mit Cleo (das schöne Wetter und den Rest des Tages genießen). Vielleicht muntert uns ein kleiner Spaziergang beide etwas auf.

Cleo ist im Moment nämlich auch nicht so gut drauf. Sie hat sich am Hals gekratzt bis das Jucken vorbei war und es anfing weh zu tun. Jetzt hat sie eine offene Stelle am Hals. Das kommt ab und zu mal vor. Wir haben für solche Fälle vom Tierarzt eine Salbe bekommen, und damit Cleo sich mit ihren Krallen nicht noch mehr verletzt, ziehen wir ihr dann immer diese "schicken selbstgeschneiderten, Socken" an.

Wir können ihr ja so oft erzählen wie wir wollen, wie schick die Socken sind, und wie vorteilhaft Cleo damit gekleidet ist, ... - alles zwecklos:
  • Wenn Cleo diese dämlichen Socken anziehen muss,
    dann ist sie ja immer
    sooooooo was von krank!

Sonntag, 19. April 2009

Schietbüdel


Cleo's sonntagsmorgendlicher Frühlingsspaziergang ...

Als Cleo und ich heute morgen unterwegs waren, trafen wir Idefix mit seinem Rudelchef. Der fremde Rudelchef hatte beobachtet, wie Cleo ihr großes Geschäft erledigte, wie ich dieses wie gewohnt in einem Plastikbeutel verschwinden ließ und sprach mich anschließend an: "Guten Morgen. Ich habe gerade gesehen, dass Sie weiße Beutel verwenden." Ich erklärte ihm, dass wir Brotbeutel-Rollen dafür kaufen.

Er meinte, die Stadt stelle doch kostenlos Beutel dafür zur Verfügung. Diese bekäme man auf Nachfrage in verschiedenen Bremerhavener Geschäften, und er gab mir einen solchen "Schietbüdel" aus seinem Vorrat. Kostenlose Beutel waren mir bisher nur aus der erfolglosen "Kostenlose Beutel Automaten" Aktion bekannt, die es vor einigen Jahren einmal in Lehe gegeben hatte.

In den Tagen nach der Installation der Beutelspender flogen die leeren Beutel in den Straßen herum, und nach und nach wurden auch die Automaten selbst zu Opfern von Vandalen.

Ich vermute einmal, dass ich nicht der einzige Bremerhavener Hundehalter bin, dem die kostenlose Ausgabe der "Schietbüdel" bisher nicht bekannt gewesen ist. Ich bedanke mich deshalb noch einmal bei Idefix' Rudelchef für diesen Hinweis.

Ich hatte im letzten Monat unter dem Titel "Qutsch" bereits zu diesem Thema geschrieben, dass ich gelegentlich Augenzeuge der "Absetzaktion" eines Hundes werde und dass ich "weniger sozial eingestellte Hundehalter" schon mal höflich frage, warum das nicht sofort entsorgt wird. Oft bekomme ich dann die Antwort: "Wir zahlen doch Hundesteuer." Das provozierte bei mir dann immer ein "Aber ...", weil das Problem von Fiffi's herumliegender, auf nichtsahnende Opfer lauernder Tretmine damit nicht gelöst ist. In der Annahme, dass besagte "Schietbüdel" aus dem Hundesteuertopf bezahlt werden, kann ich jetzt mein "Aber ..." in Zukunft mit einem Hinweis auf den Nutzen der Hundesteuer in Gestalt kostenlos erhältlicher "Schietbüdel" krönen.

Interessanterweise bestätigte Idefix' Rudelchef meine Erfahrungen mit Zeitgenossen der Kategorie "weniger sozial eingestellte Hundehalter", und fügte ergänzend hinzu, ihm seien infolge einer höflichen Anfrage auch schon einmal Schläge angedroht worden. "Halt's Maul!", habe ich ja auch schon zu hören bekommen, aber bei Gewaltandrohungen hört der Spaß auf. Spätestens dann wäre aus meiner Sicht eine Strafanzeige fällig.

In diesem Zusammenhang hätte ich noch eine kleine Bitte an unsere "Freunde & Helfer": Wenn ihr mit eurem Streifenwagen in gemütlichem Tempo durch die Straßen patrouliert, dann achtet doch bitte einmal darauf, ob die Menschen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde ordnungsgemäß entsorgen. Mir ist es schon mehrmals aufgefallen, dass ein Streifenwagen der Polizei an uns vorbeifuhr, während Cleo gerade deutlich sichtbar ihr großes Geschäft erledigte. Ich habe es aber noch nie erlebt, dass eine Streife angehalten hat, um zu beobachten, ob ich Cleo's Hinterlassenschaften entsorge oder einfach liegen lasse. Die schönsten Gesetze und Verordnungen sind sinnlos beschriebenes Papier, solange ihre Einhaltung nicht kontrolliert wird.

Samstag, 21. Juli 2012

Cleo's Beschäftigung an verregneten Tagen

Cleo kuschelt mit Frauchens Plüsch-Otter
Im Zusammenhang mit dem kalten und nassen Sommer habe ich kürzlich den Ausdruck "Hundewetter" gehört. Ich glaube, Cleo hätte sich die Unterstellung, einer ihrer Artgenossen trage die Schuld daran, energisch verbeten.

Wenn ihr mich fragen würdet, was ich davon halte, dann würde ich antworten: "Ich stimme Cleo voll und ganz zu. Bei diesem Wetter mag man ja keinen Hund vor die Tür jagen." Cleo sieht das wohl ähnlich. Nach "draußen im Regen" und "Fell trocknen" ist erst einmal "kuscheln mit Otti" angesagt. Man seine Gewohnheiten nur den Regentagen anpassen. Ändern lässt sich eh nichts daran.

Angeblich soll es in der nächsten Woche ja endlich losgehen mit dem Sommer. Mal sehen, ob die Meteorologen recht behalten werden ...

Dienstag, 22. Januar 2008

Meine Abenteuer in Straßenverkehr - Teil 2 -



Zur Zeit scheint es ja gerade schick zu sein, "den Fahrradfahrer im allgemeinen" zum Prügelknaben unter den Verkehrsteilnehmern zu stempeln. Ich selbst habe haarsträubende Verkehrssituationen sowohl als Fußgänger, wie auch als Fahrrad- und als Autofahrer erlebt. Und es waren nicht immer Fahrradfahrer, die mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht haben. Hier ist der zweite Teil meiner Abenteuer im Straßenverkehr.


Bei schönem Wetter gehe ich gerne mal mit unserer Hündin Cleo an der Geeste entlang. Da gibt's ja seit einiger Zeit diesen schönen Wanderweg, mit dem gelben Kiesbelag und dem Mittelstreifen aus roten Ziegelsteinen. Es fahren dort auch Radfahrer. Damit hab' ich kein eigentlich Problem. Wenn ich noch etwas Zeit habe, benutze ich den Weg gelegentlich auch mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit. Wenn ich es eilig habe fahre ich allerdings lieber auf dem Radfahrweg an der Deichstraße.

Wenn ich mit Cleo an der Geeste unterwegs bin, dann gehen wir schon immer extra auf der rechten Seite vom Mittelstreifen. Es kommt aber trotzdem immer wieder vor, dass uns linksfahrende Fahrradfahrer auf unserer Seite des Mittelstreifens engegenkommen, oft mit hoher Geschwindigkeit, und die gar nicht auf die Idee kommen, mal eben kurz zur anderen Seite zu wechseln. Wenn ich das rechtzeitig bemerke, weiche ich mit Cleo inzwischen immer auf den Grünstreifen neben dem Weg aus, weil ich Angst um Cleo's Leben habe.

Wenn ich dort mit dem Fahrrad unterwegs bin, dann wechsele ich die Seite oder fahre langsam, bin immer bremsbereit und halte auch schon mal an und warte, wenn ich an Leuten mit Hunden oder kleinen Kindern vorbei muss. Die Gedanken- und Rücksichtslosigkeit einiger Radfahrer ist es, die inzwischen alle anderen Radfahrer in Verruf gebracht hat. Wenn alle aufeinander Rücksicht nähmen, wäre problemlos noch vieles von dem möglich, was inzwischen leider durch immer weitere Verbote und Beschränkungen geregelt wird.

Man hat's schon nicht immer leicht als Fußgänger (und als Hund muss man immer öfter um Leib und Leben fürchten) ...

Montag, 13. Dezember 2010

Wir sind ja flexibel ...

Unsere Hündin "Cleo"

Manchmal kommt es anders, als man es sich gedacht hatte. Meine "Reisepläne" für das Wochenende haben sich zerschlagen, beim Fahrrad war eine Reifenreparatur fällig und bei Regen und stürmischem Wind hatte selbst Cleo keine große Lust, sich länger im Freien aufzuhalten, als es unbedingt sein musste. Hunde können zwar nicht mit Worten sprechen, aber wenn man einige Zeit zusammen gelebt hat, dann versteht man sich auch ohne Worte. Cleo bleibt dann vor mir stehen, sieht mich einen Augenblick an, und dreht dann um - soll heißen: "Fertig mit müssen. Schiet Wetter! Lass' uns wieder nach Hause gehen."

Mein Fahrrad hat jetzt "unplattbare" Reifen mir verstärkter Laufflächen, denen selbst noch eingedrungene Heftzwecken nichts anhaben können. Nachdem das mit den Reifen erledigt war, haben wir uns ein gemütliches Wochenende gemacht, und ich habe nebenbei die Zeit genutzt, um einen Brief zu schreiben und mit der Einrichtung unseres neuen Computers fortzufahren - wir sind ja flexibel ...

Ich wünsche euch einen guten Start in die dritte Adventswoche.

"Leben ist das, was uns zustößt, während
wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben."
(Verfasser unbekannt)

Montag, 19. Oktober 2009

Fallobst


Finderglück beim herbstlichen Morgenspaziergang ...

Herbst: Das ist die Zeit, in der man frühmorgens beim ersten Sonntagsspaziergang des Tages das Obst auf der Straße finden kann. In diesem Fall war unsere Hündin Cleo die glückliche Finderin. Nachddem sie den Apfel von allen Seiten ausgiebig beschnuppert hatte, beschloss Cleo jedoch, dass man Äpfel nicht essen kann.

Von manchen Dingen haben Hunde eben keine Ahnung. Dass sie den Apfel verschmäht hat, liegt aber nicht daran, dass Hunde Fleischfresser sind. Sie sind vegetarischen Genüssen keinesfalls abgeneigt. Cleo besteht nämlich zum Beispiel jedesmal darauf, dass sie auch ein Stück Gurke vom Frühstück unseres Meerschweinchens abbekommt, wenn sie bemerkt dass wir mit der Futterschale in Richtung Meerschweinchen-Behausung unterwegs sind.

Dienstag, 31. März 2009

Dorum-Neufeld


Cleo auf einer Bune am Dorumer Tief
(zum Vergrößern bitte - "wie immer" - auf die Fotos klicken)


Am Sonntag war ich mit unserer Hündin Cleo am Dorumer Tief bei Dorum-Neufeld. Es gibt dort einen betonierten Fußweg an der Grenze zwischen Deichvorland und Watt. Nachdem sie die ganze Woche über nie länger als eine knappe Stunde am Stück in der Stadt an der Leine laufen konnte, hat Cleo sich einmal wieder richtig austoben können.

Der Ortsteil Dorum-Neufeld liegt ungefähr 6 km nordöstlich der Ortsmitte von Dorum im Land Wursten zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Ich kann nicht sagen, wie alt Dorum genau ist, aber die Kirche des Ortes stammt aus dem 12. Jahrhundert.



Strandhalle, Wellenfreibad, Nationalparkhaus, ...

Dieser Gebäudekomplex besteht aus der Strandhalle, einem Wellenfreibad, dem Nationalparkhaus und weiteren Einrichtungen für den Tourismus. Er liegt etwas erhöht auf einer Wurt, einer künstlichen Erdaufschüttung vor dem Deich. Bei Sturmflut werden Fenster und Türen der unteren Geschosse mit außen an den Gebäuden angebrachten Stahlplatten abgedichtet. Den Wurten, auf denen die Bauernhöfe errichtet wurden bevor es die Seedeiche gab, verdankt das Land Wursten, das flache Marschenland zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, seinen Namen.



Leuchtturm Eversand-Oberfeuer

Der ehemalige Leuchtturm Eversand-Oberfeuer, oder kurz "Obereversand", wurde in den Jahren 1886 bis 1887 Bremerhavener Werft AG. „Weser“ im Auftrage der Hansestadt Bremen im Wuster Watt auf dem Eversand errichtet. Sände sind "Erhöhungen" im Watt, die bei ablaufendem Wasser zuerst trockenfallen. Zusammen mit dem Eversand-Unterfeuer wurde damit eine Lücke in der Befeuerung für die von See in die Weser einfahrenden Schiffe durch den Wurster Arm der Außenweser geschlossen. Dadurch waren die Bremerhavener Häfen auch bei Nacht sicher erreichbar.

Im Zeitraum von 1887 bis 1922 kam es zu natürlichen Verlagerungen der Stromrinnen und Sände, die 1922 die Verlegung des Weser- Hauptfahrwassers vom Wurster- in den Fedderwarder Arm nötig machten. Damit verloren die beiden Leuchttürme auf dem Eversand ihre Bedeutung als Seezeichen. Obereversand wurde bis 1994 als Rettungsbake für Schiffbrüchige instandgehalten. Nachdem Eisgang die Unterkonstruktion beschädigt hatte, wurde der Leuchtturm Obereversand Anfang 2003 nach Dorum-Neufeld versetzt. Der 37,40 Meter hohe Turm mit seinen zwei Aussichtsgalerien dient jetzt als Hafenfeuer von Dorum-Neufeld und beherbergt eine kleine Ausstellung, die vom Förderverein Leuchtturmdenkmal Obereversand e.V. betrieben wird.



Dorumer Tief

Diese Fotos zeigen den Blick von der unteren Aussichtsgalerie. Ähnlich wie am Wremer Tief gibt es auch am Dorumer Tief bei Dorum-Neufeld einen kleinen Kutterhafen. Hinter dem Deich sieht man die Häuser von Dorum-Neufeld.



Würster Küste bei Dorum-Neufeld

Der Blick entlang der Küste flussabwärts in Richtung Cuxhaven und flussaufwärts in Richtung Bremerhaven sind die Windparks nicht zu übersehen, die bei uns auch weiter landeinwärts inzwischen zum gewohnten Anblick geworden sind. Die ersten zaghaften Versuche mit größeren Windkraftanlagen begannen in der Feldmark des Bremerhavener Stadtteils Weddewarden in den achziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit einem "Monopterus", einem einflügeligem Rotor. Die Versuchsanlage hatte eine Nennleistung von 400 kW und hat vermutlich mehr stillgestanden, als dass sie in Betrieb war. Die damalige Bauform konnte sich aufgrund verschiedener Probleme nicht durchsetzen. In Bremerhaven munkelte man damals, das Ding sei dort nur aufgebaut worden, um zu beweisen, dass die Stromerzeugung aus Windenergie technisch nicht machbar sei. Wie man sieht konnte dieser Beweis damals trotz vieler Anstrengungen nicht erbracht werden. Irgendwann gelangte die Kunde über die Existenz größerer Windparks im benachbarten Ausland nämlich auch nach Deutschland. Natürlich ist die Windkraft nicht das Allheilmittel im Kampf gegen die Klimaerwärmung, aber sie wird darin ein wichtiger Bestandteil im zukünftigen Energie-Mix aus regenerativen Energiequellen sein.



Kutterhafen

Kutter im Hafen von Dorum-Neufeld am Dorumer Tief.



Schaubiotop ...


... und Pflanzen im Watt

Zu den Einrichtungen des Nationalparkhauses gehört neben einer Ausstellung im Haus auch ein kleines Schaubiotop. Am Geländer des Holzstegs sind Tafeln angebracht, die sehr anschaulich den Übergang vom Watt über die Verlandungszone und die Salzwiese zum Deichvorland erklären. Wie sich die ersten Pflanzen im Watt ansiedeln kann man neben der Seebrücke zum Leuchtturm Obereversand "life" sehen.



Überflutetes Watt

Blick bis zum Horizont über das Dorumer Watt bei Hochwasser.



Möven

Die Möven auf der Bune haben sich so prächtig miteinander unterhalten, dass man das bis zum Stand noch recht deutlich verstehen konnte :o)

Sonntag, 11. Mai 2008

Phantastischer Pfingstmorgen an der Geeste


Unsere Hündin Cleo und ich kommen gerade von unserer Morgenrunde entlang der der Geeste zurück (für alle Nichtbremerhavener: Die Geeste ist ein Nebenfluss der Weser).


Wir waren fast zwei Stunden unterwegs. Bei diesem Bilderbuchwetter macht das richtig gute Laune, und morgens kann man es auch in der Sonne noch gut aushalten.


Cleo war genauso begeistert. Eigentlich hatte ich sie für dieses Foto gebeten zu sitzen. Cleo hatte dazu ihre eigene Meinung: "Wenn wir hier schon unbedingt Pause machen müssen, dann auch richtig!"

Ich wünsche Euch allen frohe Pfingsttage,

juwi

Freitag, 10. Juli 2009

Urlaub in Norwegen

Nein: Leider bin nicht ich in Norwegen, und werde dort wohl auch so schnell nicht hinkommen - auch wenn es bis zu meinem Urlaub jetzt nicht mehr so lange hin ist.

Dafür ist meine Tochter Jana seit Montag bei ihrer Freundin in Ålesund (Norwegen) zu Besuch. Am Sonntag war sie sehr aufgeregt - auch wegen des bevorstehenden Fluges: Es war ihre erste Flugreise.

Am Donnerstag Abend - es war wohl schon nach 23:00 Uhr - haben wir das erste Mal mit einer Webcam per Skype mit ihr gesprochen. Vom Fliegen war sie am Ende wohl richtig begeistert und hätte nach ihrer Zwischenlandung in Oslo auf dem Weiterflug wohl gerne an Fenster gesessen, hatte dann aber nur einen Platz am Gang in der dritten Reihe vom Fenster zugewiesen bekommen.

Mit der Webcam ihrer Freundin hat sie uns den Blick aus dem Fenster über den Fjord gezeigt: Atemberaubend schön. Und es war noch richtig hell draußen. Ålesund liegt an der Küste zwischen Bergen und Trondheim. Das ist wohl doch schon eine ganze Ecke näher am Nordpol. Jana sagt, richtig dunkel wird es dort um diese Jahreszeit während der ganzen Nacht nicht.

Etwas irritiert war unsere Hündin Cleo, als sie ihre Jana aus dem Lautsprecher hörte. Ich habe Cleo dann auf den Arm genommen, und sie auf den Monitor sehen lassen. Aber irgendwie konnte sie das trotzdem alles nicht so richtig zuordnen. Dafür hat sich Jana gefreut, dass sie Cleo bei sich in Norwegen auf dem Computermonitor sehen konnte. Es ist schon toll, was heuzutage mit Hilfe der Technik alles möglich ist.

Gestern hat Jana mit dem Computer ihrer Freundin, während diese zur Arbeit war, auf ihrer Homepage etwas über ihre Urlaubserlebnisse geschrieben, und zeigt auch einige Fotos von einer Bergtour. Ich glaube, das wäre auch etwas für mich gewesen (irgendwie bin ich ein klein wenig neidisch). Diejenigen, die es interessiert, können meine Tochter ja einmal in ihrer "Mupfel" besuchen.


Eine kostengünstige Alternative


Klimahaus: Pavillion am Strand von Samoa

Wenn das Wetter in Bremerhaven am Sonntag immer noch so kalt, nass und windig sein sollte wie gestern und heute, dann könnte ich wohl in die Versuchung kommen, ersatzweise einen kurzen Trip nach Kamerun oder nach Samoa zu unternehmen: Etwas Wärme tanken. Ein Besuch im Klimahaus ist zwar kein richtiger Afrika- oder Südsee Urlaub, aber dafür ist es auch nicht ganz so teuer und auch nicht so weit weg. Am Eröffnungstag habe ich ja die Abteilung "Elemente" nicht mehr zu sehen bekommen. Das könnte ich dann anschließend noch nachholen.

Montag, 2. März 2009

Spaziergang am Wremer Tief


Blick vom Wremer Tief über das Deichvorland zur Weser

Nachdem gestern Nachmittag die Sonne doch noch durch die Wolken brach, bin ich kurz entschlossen mit Cleo zum Wremer Tief gefahren. Viel zu sehen gibt es dort um diese Jahreszeit eigentlich nicht, aber außerhalb der Tourismus Saison kann Cleo dort ohne Hundeleine gefahrlos am Deich toben.



Blick vom Wremer Tief Richtung Bremerhaven

Als wir in Wremen ankamen, hatte sich der Himmel jedoch schon wieder zugezogen und es war sehr diesig. Die Containerbrücken an der Stromkaje in Bremerhaven, die von hier aus normalerweise gut zu erkennen sind, verschwanden fast im Dunst. Die Pfahlreihen, die auf dem Foto im Wasser vor dem Ufer zu sehen sind, dienen der Landgewinnung (zum Vergrößern der Fotos bitte mit der Maus darauf klicken) .



Lahnungen zur Landgewinnung im Uferbereich

Diese im Uferbereich ins Watt gebauten doppelten Pfahlreihen, zwischen denen Zweigwerk eingeflochten wird, werden "Lahnung" genannt und umschließen Felder in der Größe von ungefähr 100 mal 200 Metern. Innerhalb der Lahnungsfelder wird die Strömung abgebremst. Durch die verringerte Strömung wird die Sedimentation der im Wasser schwimmenden Schlammpartikel gefördert. Es kommt zur Verschlickung. Wenn sich genug Schlick abgesetzt hat, wird seeseitig ein weiteres Lahnungsfeld angelegt. Während sich in dem neuen Lahnungsfeld wieder Sedimente absetzen, siedeln sich im vorhergehenden Feld erste Pflanzen an und bilden nach und nach eine Salzwiese. Die Pflanzen halten den neu gewonnenen Boden bei gelegentlichen Überflutungen mit ihren Wurzeln fest. Sobald sich im zweiten Feld wieder genug Schlick abgesetzt hat, wird ein drittes Feld angelegt. Im zweiten Feld siedeln sich, wie vorher im ursprünglichen Lahnungsfeld, salzwasserresistente Pflanzen an. In den oberirdischen Pflanzenteilen im ursprünglichen Lahnungsfeld haben sich inzwischen mit dem Wind herangetragene Partikel verfangen und werden, ebenso wie abgestorbene Pflanzenteile, zu Bestandteilen des neugewonnenen Landes. Das ursprüngliche Lahnungsfeld entwickelt sich zum Deichvorland ...



Der Kutterhafen am Wremer Tief

Abgesehen von den beiden Kuttern "Apollo" und "Land Wursten" war der Kutterhafen am Wremer Tief leer. Ein "Tief" ist übrigens ein Wasserlauf zur Entwässerung des Binnenlandes. Das Wremer Tief fließt bei ablaufender Tide durch ein Sieltor im Deichfuß durch das Wattenmeer in die Weser. Am 28. September 2008 hatte ich schon einmal über das Wremer Tief geschrieben. Dort sind Fotos zu sehen, die das Tief bei Niedrigwasser zeigen. Auf einem der Fotos ist gut zu erkennen, dass das Tief ein Wasserlauf ist, der "durch das Wattenmeer" fließt.



Cleo: "Schon wieder fotografieren? Geht's auch noch mal weiter?"

Auf dieser Seite des Hafens liegen während der Saison immer viele Sportboote. Außerhalb der Saison sind nicht einmal die Schwimmstege im Wasser.



Das neue Hotel "Deichgraf" am Wremer Tief

Das neue Hotel auf dem Deich ist erst Ende des letzten Jahres fertig geworden. Den ursprünglichen Bauherren war während der Bauzeit das Geld ausgegangen. Nach vielen weiteren Problemen, die zu lösen waren, fand sich letztlich doch noch ein Investor, der das Gebäude zu Ende baute. Wremen ist ein kleiner, alter Küstenort, mit einem gewachsenen Ferienbetrieb. Im Gegensatz zu den Bettenburgen, mit denen das Erscheinungsbild anderer Ferienorte verschandelt wurde, passt dieses Hotel eigentlich ganz gut zum Baustil anderer Häuser im Ort.



Blick über das Deichvorland in Richtung Nordsee

Der Blick über das Deichvorland in nördlicher Richtung verliert sich in der Ferne. Außerhalb des linken Bildrands beginnt das Wattenmeer. Rechts im Bild erhebt sich, kaum wahrnehmbar, die flach ansteigende seeseitige Böschung des Seedeichs. Die Deichhöhe lässt sich aus diesem Blickwinkel nur schwer einschätzen.



Blick von der Deichkrone in Richtung Wremen

Deutlich erkennbar wird sie erst beim Blick von der Deichkrone über die Dächer der Häuser direkt hinter dem Deich in Richtung der Ortsmitte von Wremen.

Dass der Deich mit seiner Höhe von 8,30 m ü.NN (Schild an der Spitze) nicht übertrieben hoch ausgelegt ist, wird an dem Pegelstab am Wremer Kutterhafen deutlich. 1961 betrug die Deichhöhe an dieser Stelle noch 7,10 m ü.NN (2. Schild von oben). Der Wellenauflauf während der schweren Sturmflut am 16.02.1962 erreichte eine Höhe von 7,45 m ü.NN (1. Schild von oben). Die Wellen schwappten also während der Sturmflut über die Deichkrone ins Deichhinterland. Interessant zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass der Pegel der Sturmflut "nur" 5,45 m ü.NN erreicht hatte (3. Schild von oben). Die an das Ufer brandenden Wellen laufen an der flachen Deichböschung auf und verlieren dabei an Kraft. Der Deich muss also nicht die volle Kraft der Brandung aufnehmen. Deshalb muss ein Seedeich immer entsprechend höher ausgelegt werden, als der maximal zu erwartende Sturmflutpegel.

Sonntag, 26. Dezember 2010

Cleo im Schnee


Cleo: Kontrollgang durch den Schnee-Garten

An den Tagen vor Weihnachten hatte es in Bremerhaven so viel geschneit, wie schon lange nicht mehr, und das weiße Zeugs war sogar liegen geblieben - sehr zur Freude unserer Yorky-Pudel Hündin Cleo, die hier bei einem Kontrollgang durch "ihren" Garten zu sehen ist. Wenn man allerdings in ein Fell aus Yorky-Locken gekleidet ist, dann sollte man vielleicht nicht überall seine Nase in den Schnee stecken. Dann hängen am Ende nämlich jede Menge kleine Eisklumpen in der Umgebung der Nase herum :)

Dienstag, 19. August 2008

Schönberger Strand



Von Freitag bis gestern waren wir zu Besuch bei meiner Schwester in Probsteierhagen (Geburtstag feiern und so weiter). Probsteierhagen? Das kennt wahrscheinlich niemand. Als meine Schwester dort hingezogen war, meinte mein Schwager, "Probsteierhagen" habe so viele Buchstaben wie es dort Häuser gäbe. Inzwischen weiß ich es aber besser: Es gibt dort deutlich mehr Häuser als Buchstaben im Ortsnamen, eine schöne, alte Kirche mit barrocker Einrichtung, ein Schloss in einem weitgehend naturbelassenen Wald, durch den ein Bach (die "Au") fließt, eine ehemalige Wassermühle, die früher vom Wasser der Au angetrieben wurde (das Wasserrad ist allerdings irgendwann einmal abgebaut worden) und vieles mehr.


Außerdem kann man von Probsteierhagen aus viele schöne Tagesausflüge unternehmen - mein Schwager sagt: "Wir wohnen da, wo andere Leute Urlaub machen". So waren wir am Samstag zum Beispiel am Schönberger Strand.


An diesem Tag fand gerade ein "Strandmarkt" statt. An den verschiedenen Ständen konnten die Touristen sich mit den für einen Strandurlaub unbedingt notewendigen, aber leider zu Hause vergessenen, Strandutensilien eindecken, andere Leute fanden beim stöbern vielleicht das eine oder andere Zauberputzmittel, magische Bürsten oder Schrubber, Unmengen von Wespen, die unter vorn offenen Kunststoffhauben über Landschaften aus Kräuter-, Sahne-, Lakritz,- und ähnlichen Bonbons herumtobten und was das Touristenherz sonst noch so begehrt.

Entgegen dem Trend vieler anderer Touristen fand Cleo den Strandmarkt allerdings wohl eher langweilig und nervig: "Die Tische an den Ständen sind viel zu hoch für normale Hunde. Wie soll man denn da sehen, was es da zu kaufen gibt? Wollen die etwa nichts verkaufen? Und ständig muss man den blinden Füßen am Ende der blöden Touristenbeine ausweichen!".


Cleo genießt das Strandleben

Aber als wir endlich an ihrem Hundestrand ankamen war die Welt für Cleo wieder in Ordnung ...

Sonntag, 31. Mai 2009

Cleo und Pferdchen

Einer der letzten Schausteller, der nach dem Bremerhavener Frühjahrsmarkt wieder abreiste, war die Pony Reitbahn. Neben dem Eisstadion war eine Grasfläche für die Mini Ponys eingezäunt worden. Irgendwie muss Cleo die gewittert haben. Jedenfalls wollte sie dort hin. So sind wir also Pferdchen anschauen gegangen ...




"Hey, wer seid ihr denn?"




"Ein Pferdchen bist du? Nett dich kennen zu lernen. Ich bin Cleo."




Zwei Pferdchen sind ein Pferdchen zu viel: "Ich glaub' ich muss jetzt vorsichtshalber leider gehen. War schön euch getroffen zu haben. Tschüss."


Montag, 31. Dezember 2018

Am Ende des Jahres - ein Rückblick

War das nicht ein toller Sommer? Zumindest bei uns an der Nordseeküste gab es bei subtropischen Temperaturen Dauerbadewetter vom Mai bis zum September.

Dass die anhaltende Dürre aber auch erhebliche Ernteausfälle zur Folge hatte, ist den meisten Menschen wohl erst im Herbst bewusst geworden. In Brandenburg brannte ein größeres Waldgebiet und in einigen südlicheren Regionen gab Starkregen-Ereignisse und Überschwemm-
ungen. Dafür litt die Flussschifffahrt unter Wassermangel. An einigen Tankstellen wurde das Benzin knapp, weil die Versorgung durch die Tankschiffe auf dem Rhein infolge des andauernden Niedrigwassers irgendwann zusammenbrach.


Kistner-Gelände: Licht am Horizont?

Im Januar dieses Jahres begannen die Abriss- und Sanierungsarbeiten auf dem Kistner-Gelände. Im September hätte eigentlich mit dem Bau des Edeka-Marktes an der Hafenstraße begonnen werden sollen. Weil die CDU und die SPD sich nicht darüber einigen konnten, ob die Werftstraße so, wie es der Öffentlichkeit Ende 2016 vorgestellt worden war, ein verkehrsberuhigter Zuweg zu den geplanten Wohngebieten an der Geeste und auf dem benachbarten ehemaligen Werftgelände werden soll, oder eine Durchgangsstraße zwischen der Hafenstraße und dem Baumarkt an der Melchior-Schwoon-Straße, tat sich lange Zeit jedoch nichts mehr auf dem Gelände.

Ende November war vom Zankapfel "Werftstraße" plötzlich keine Rede mehr. Die Abstimmung für den Bau des Edeka-Marktes, des Hostels und der Wohngebäude erfolgte einstimmig und ohne große Debatte. Der Nordsee-Zeitung vom 23.11.2018 zufolge sagte Herr Raschen (CDU, Fraktionsvorsitzender), nachdem man die Durchlässigkeit der Werftstraße lange diskutiert habe, wolle man jetzt ein wichtiges Kapitel für Lehe abschließen. Die Koalition (SPD und CDU) habe keine EFRE-Mittel gefährden wollen und werde sich dem Thema später in einem zweiten Schritt widmen. Herr Grantz (SPD, Oberbürgermeister) habe gesagt, dass der Magistrat die Verträge mit Edeka bereits geschlossen hat, so dass der Markt im Jahre 2019 gebaut und eröffnet werden kann. Ich lasse mich mal überraschen ...


Neue Aue gerettet: Bebauung ist vom Tisch

Die Bebauungpläne im Bereich der Neuen Aue sind vom Tisch. Bevor es zu dem angestrebten Bürgerentscheid gegen das Bauprojekt kommen konnte haben die SPD und die CDU ihr umstrittenes Projekt endgültig aufgegeben. Das ist ein großer Erfolg für die Bürgerinitiative - und für das Naherholungsgebiet der Neue Aue.


GroKo: Klappe, die soundsovielte ...

Nach der Bundestagswahl und zahlreichen, zwar nicht langweiligen, dafür aber umso langwierigeren Sondierungsrunden bleibt alles beim Alten. Wir haben sie wieder, unsere (un)geliebte Große Koalition. Na ja, etwas ändert sich nun wohl doch: Frau Merkel - vielfach auch gerne "Mutti" genannt - hat den Rückzug angetreten. Auf die "Mutti" (der Nation) folgt nun Frau "AKK" an der Spitze der CDU. Das Kürzel AKK für "Annegret Kramp-Karrenbauer" wurde bereits am Wahlabend kreiert und etabliert.

Wer weiß: Vielleicht werden ja die Standesämter demnächst mit dem Wunsch vieler Eltern konfrontiert, die ihre Töchter "Akaka" nennen wollen - Akaka Beimer beispielsweise, oder Akaka Meier-Schulze. Auf jeden Fall könnte ich mich daran eher gewöhnen, als wenn irregeleitete Eltern sich aus gegebenem Anlass veranlasst gesehen hätten, ihre Söhne "Friedrich" zu taufen (der Name erinnert mich irgendwie immer unwillkürlich an die Geschichte mit dem bitterbösen Friedrich aus dem "Struwelpeter"). - "Jens" wäre dann wohl doch noch die besser Alternative gewesen.

Die soundsovielte Neuauflage der Großen Koalition soll auch weiterhin eine stabile Regierungspolitik gewährleisten:
  • Zickenkrieg

    Der Fortsetzung des Dauerstreits zwischen der CDU und und ihrer zickigen Schwester CSU steht für die nächsten zwei bis drei Jahre nichts mehr im Wege.
     
  • Klimaschutz

    Die Klimaschutz spielt weiterhin eine untergeordnete Rolle. Da wird auch schon mal der Rest eines jahrtausende alten Waldgebietes abgeholzt. Die Bäume, die bis dahin das fossile CO2 aus der Luft entnommen hatten, werden dem Abbau der darunter lagernden Braunkohle geopfert: Damit bei deren Verbennung der Nachschub an fossilem CO2 in der Atmosphäre auch weiterhin gewährleistet bleibt.

    Das hat schließlich auch Vorteile. Wenn die Gletscher und das Eis in den Polregionen der Welt schneller schmelzen, dann steigt der Meersspiegel noch schneller an. Bis die Braunkohlereserven in den rheinisch-westfählischen Tagebaugebieten ausgebeutet worden sind, ist er vielleicht so weit angestiegen, dass die Braunkohlefrachter dann direkt bis in die neuen Häfen neben den Braunkohlemeilern von RWE fahren können. Herr Laschet wäre begeistert ...

    • Dank der Klage des BUND und des darauf folgenden Urteils darf RWE - zumindest vorläufig - jedoch nicht mit weiteren Rodungen beginnen.

    Angesichts der diesjährigen Auseinandersetzungen um den Hambacher Wald und den benachbarten Braunkohletagebau ist die Nachricht vom Ende der deutschen Steinkohleförderung völlig in den Hintergrund gedrängt worden. Unser Bundespräsident fand einige anerkennende und tröstliche Worte für die Kumpel und die haben Herrn Steinmeier dafür das letzte der deutschen Erde abgerungene Stück Steinkohle geschenkt.

    Aber keine Angst: Damit die Lichter trotz des "Ausbaudeckels" auf den regenerativen Energien (insbesondere Windkraft und Photovoltaik) nicht ausgehen, wird auch nach der Schließung der letzten deutschen Steinkohle-Zeche weiterhin Steinkohle in deutschen Kohlekraftwerken verbrannt werden. Ausländische Steinkohle lässt man ausnahmslos gern ins Land (mit ausländischen Menschen geht man diesbezüglich schon "weniger freizügig" um - aber das ist eine andere, weitaus beschämendere Geschichte ...).

     
    Auch wenn "Mutti" sich in Brüssel mit ihrer Idee, die Abgasgrenzwerte für Kraftfahrzeuge vielleicht doch nicht ganz so sehr zu verschärfen, letztlich nicht wirklich durchsetzen konnte, wird sich die Lobby der Automobilhersteller wohl auch weiterhin auf ihre politischen Handlanger verlassen können. Blöd nur, dass Klagen der "Deutschen Umwelthilfe" in immer mehr Städten zu Fahrverboten führen.

    Statt dabei zuzusehen, wie die Automobilhersteller die Grenzwerte mit Software-"Lösungen" und Abgasmessungen "unter Laborbedingungen" beschönigen, hätten die politisch Verantwortlichen eigentlich längst dafür sorgen können, dass die Abgasgrenzwerte auch tatsächlich eingehalten werden. Aber wie schon gesagt: VW, Daimler, BMW und Co. können sich darauf verlassen, dass ihre politischen Handlanger ihnen auch weiterhin die Hände unter ihre Är..e halten.

    Weiteren Fahrverboten in weiteren Städten kann man schließlich auch dadurch vorbeugen, dass man versucht, der "Deutschen Umwelthilfe" die Gemeinnützigkeit und das Klagerecht zu entziehen. Die Luft in den Städten wird dadurch zwar nicht besser, aber wenn der "Deutschen Umwelthilfe" die finanziellen Mittel (Spenden) für den Betrieb ihrer Messstationen ausgehen und sie nicht mehr klagen darf, dann erfährt das ja niemand mehr. Und was "Niemand" (nicht) weiß, das macht "Niemand" nicht heiß.

    Davon einmal ganz abgesehen sind Elektro-Mobile ja auch keine wirkliche Alternative. Schließlich gibt es nicht einmal die Möglichkeit, die leergefahrenen Akkus laden, wenn man, wie ich, in einer Stadt wohnt, in der an den Straßen der Wohngebiete nicht eine einzige Ladesäule zu finden ist - sehr zur Freude der Produzenten der schwergewichtigen Benzin und Diesel saufenden "Statussymbole".


    Mit einem gut plazierten Raketentreffer in einem nach der Dürre des Sommers 2018 trockenen Moores bei Meppen leistete in diesem Jahr auch die Bundeswehr ihren Beitrag zur globalen Erwärmung. Der Startschuss für den großflächigen Moorbrand erfolgte am 23.09.2018. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) schätzte, dass aus dem verbrannten Torf etwa 500000 Tonnen CO2 in die Atmosphäre gelangt sind, ging bei seinen Berechnungen jedoch davon aus, dass nur eine Fläche von fünf Quadratkilometern betroffenen war. Bis zum 22.09.2018 hatte sich der wochenlang schwelende Brand aber auf einer Fläche von zwölf Quadratkilometern ausgebreitet. Mir ist nicht bekannt, wann der NABU die 500000 Tonnen CO2 errechnet hat. Aber wie auch immer: Bei gleicher Brenndauer wären auf zwölf Quadratkilometern 1,2 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt worden, bei längerer Brenndauer entsprechend mehr - CO2, das bis dahin über hunderte Jahre hinweg im Torf des Moores gebunden war!

    Aufgrund des am 23. September 2018 einsetzenden Regens und der Löscharbeiten gab es am 24. September 2018 keine oberirdischen Feuer mehr. Am 26. Oktober 2018 kühlte die Brandwache der Bundeswehr immernoch "einzelne Wärmequellen" ...

    Aprospos Bundeswehr: Es ist wohl naiv, anzunehmen, dass Lkw's und Panzerfahrzeuge demnächst mit Elektromotoren und Ökostrom-Akkus fahren werden: Angesichts ihres Gewichts wäre ihre Reichweite damit äußerst eingeschränkt. Die Bundeswehr müsste ihre Panzer dann also entweder notgedrungen in Kriegsgebiete verlegen, in denen noch Diesel-Treibstoff verfügbar ist, oder sie müsste sie verschrotten.
     
  • Atomkraft

    Auch wenn die Atomkraft derzeit nicht die Schlagzeilen der Medien beherrscht, heißt das nicht, dass davon keine Gefahr mehr ausgeht: Auch hierbei geht alles weiter, wie bisher.

    Wenn es um den Rückbau der Atomkraftwerke geht, herrscht bei den Atomkonzernen eine "billig ist geil"-Mentalität vor. Billiger, als ein aufwändiger Rückbau, wäre beispielsweise eine Versiegelung ausgedienter Atomkraftwerke. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Risiken und die Kosten des Rückbaus würden lediglich den kommenden Generationen überlassen.

    Darüber, dass gering radioaktives Baumaterial einfach "freigemessen" wird und dann - legal - auf ganz gewöhnlichen Mülldeponien landet, ist den meisten Menschen so gut wie nichts bekannt. Nur wer in der Nähe einer Mülldeponie wohnt, die in der Umgebung eines stillgelegten Atomkraftwerks liegt, bekommt davon vielleicht zufällig etwas mit. Bei ".ausgestrahlt" gibt es eine Atomschutt-Karte.
    Meine Meinung:
    Unabhängig davon, wie gering die Radioaktivität ist, hat radioaktives Material aus dem Rückbau von Atomkraftwerken in der Umwelt nichts verloren.

    Auch die "End"-Lager Suche gleicht mehr und mehr der Fortsetzung des bereits bekannten atomaren Possenspiels um das geplante Endlager bei Gorleben. Neue geologische Untersuchungen finden nicht statt. Die würden nämlich Geld kosten. Statt dessen wird bisher lieber auf die Ergebnisse geologischer Untersuchungen zurückgegriffen, die bereits im Rahmen anderer Projekte durchgeführt wurden.

    In der Atommüll-Zeitung (.ausgestrahlt, Atommüll-Zeitung, Seite II) heißt es, bevor erste Erkundungen stattfinden, würden somit in dem Verfahren voraussichtlich viele Gebiete gar nicht berücksichtigt werden, ohne dass aussagekräftige Informationen über ihre geologische Eignung vorliegen, obwohl sie vielleicht besser geeignet wären als andere Gebiete.

    Wenig bekannt ist in der Öffentlichkeit ebenfalls, dass in Deutschland immernoch Atom-Brennstäbe für den Export hergestellt werden - möglicherweise für den dritten Super-GAU. Wenn es nach der Bundesregierung geht, wird sich daran - trotz des sogenannten "Atomausstiegs" - so schnell auch nichts ändern.

Ich denke, eine Minderheitsregierung, in der es bei Abstimmungen über einzelne Themen wechselnde Mehrheiten gegegeben hätte, wäre der demokratischen Kultur in unserem Land besser bekommen, als der alte GroKo-Einheitsbrei. Mit dem "Durchregieren" wäre dann jedenfalls erst einmal Schluss gewesen und auch die Oppositionsparteien hätten für ihre Wähler das eine oder andere Ziel aus ihrem Wahlprogramm erreichen können.

Wie immer ist das auch in diesem Jahr nur eine kleiner Auswahl aus den Themen, die mich im heute zu Ende gehenden Jahr berührt und bewegt haben.



Cleo

Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich hin und wieder auch mal etwas über unsere Hündin Cleo geschrieben.
Am Nachmittag des ersten Weihnachtstages ist Cleo im Alter von dreizehn Jahren gestorben. Meine Frau, meine beiden Töchter und ich haben sie am Freitag auf dem Tierfriedhof in Bremerhaven bestattet.

Ich bin traurig - und dankbar für die Zeit, die ich mit Cleo verbringen durfte.