Donnerstag, 12. August 2010

An den Pranger gestellt

Wer sich mit der Geschichte der europäischen Völker und Staaten zur Zeit des Mittelalters beschäftigt, der wird wohl froh sein, dass die dunklen Zeiten der römisch-katholischen Inquisition, der willkürlichen Justiz, der Folter, sogenannter "Gottesurteile" und der Scheiterhaufen im heutigen Europa nur noch eine gruselige, verblassende Erinnerung sind.

Um so bestürzender ist es für mich, das in heutigen, selbsternannten "Gottesstaaten" derartige Methoden noch an der Tagesordnung sind. Im europäischen Mittelalter wurden einer angeblichen Straftat bezichtigte Menschen auf dem Marktplatz an den Pranger gestellt. Sie wurden damit zum Gespött der Stadt. Ob sie nun schuldig waren oder nicht: Sie konnten sich anschließend nirgends mehr blicken lassen. In Zeiten der Globalisierung und der weltweiten Vernetzung durch elektronische Medien ist die Praxis, Menschen wegen angeblicher Verbrechen an den Pranger zu stellen, an Perversität kaum noch zu übertreffen. Besonders verwerflich ist es, wenn diese damit gezwungen werden, sich ihren Henkern auszuliefern.

Ebenso wie viele andere Blätter im In- und Ausland berichtete auch die Basler Zeitung, die zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani sei vor den Kameras des iranischen Fernsehens dazu genötigt worden, Ehebruch und eine Beteiligung am Tode ihres Ehemannes zu gestehen.

Vor ihrem öffentlichen "Geständnis" sei sie nach Aussage ihres derzeitigen Anwalts, Houtan Kian, zwei Tage lang gefoltert worden. Die iranischen Behörden hatten ihm bei der Übernahme der Verteidigung Sakineh Mohammadi Ashtiani's, mitgeteilt seine Klientin solle möglicherweise gehängt werden. Um an ihren ersten Anwalt, Mohammad Mostafaei, mundtot zu machen, wurden dessen Frau und Verwandte bedroht und inhaftiert. Nachdem das iranische Regime versucht hatte, auch Herrn Mostafaei festzunehmen und zu inhaftieren, floh dieser zuerst über die Grenze in die Türkei und ist jetzt in Norwegen aufgenommen worden.

Die Kinder der von der Steinigung bedrohten Sakineh Mohammadi Ashtiani, der 22-jährige Sajad Ashtiani und seine fünf Jahre jüngeren Schwester Farideh, veröffentlichten am 26. Juni einen weltweiten Hilferuf: Auf der Internetplattform Facebook schrieben sie: "Bitte helfen Sie unserer Mutter, wieder nach Hause zu kommen. Helfen Sie uns, damit dieser Albtraum nicht Wirklichkeit wird." Es gebe keinen einzigen zivilen Kläger gegen ihre Mutter, "sie hat nichts Schlechtes getan" ...

Viele internationale Netzwerke nahmen sich des Falles an und ihre Mitglieder verurteilten die iranische Praxis der Steinigung zur Vollstreckung von Todesurteilen, sowie derjenigen der willkürlichen Verurteilung aufgrund subjektiver Entscheidungen einzelner "Richter".

Nach Angaben der internationalen Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" gibt es im iranischen Strafrecht die sogenannte Bestimmung der "Erkenntnisse des Richters", denen zufolge Richter nach eigenem Ermessen entscheiden können, ob sie eine angeklagte Person für schuldig befinden, selbst wenn für einen Schuldspruch keine eindeutigen und zwingenden Beweise vorliegen. Da drei der fünf Richter Sakineh Mohammadi Ashtiani mit Verweis auf ihre "Erkenntnisse des Richters" des Ehebruchs für schuldig erklärt hatten, sei sie zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Die anderen beiden Richter hatten sie unter Hinweis darauf, dass Sakineh Mohammadi Ashtiani deswegen bereits zu 99 Peitschnhieben verurteilt und ausgepeitscht worden sei, und dass in dem Verfahren der nötige Nachweis für den angeblichen "Ehebruch" nicht erbracht worden sei, für unschuldig erklärt.


Auf seiner Internetseite bittet "Amnesty International"
die Öffentlichkeit dringend um Unterstützung
.

Dort gibt es auch detailierte Hintergrundinformationen zur Bedrohung der Menschen, die in enger Verbindung zu Sakineh Mohammadi Ashtiani stehen, durch die iranischen Machthaber. Am Ende der Seite finden sich Kontaktadressen für Appelle an den Religionsführer Ayatollah Sayed 'Ali Khamenei, die oberste Autorität der Justiz Ayatollah Sadegh Larijani, den Leiter der staatlichen Menschnenrechtsbehörde Mohammad Javad Larijani, sowie an den Botschafter der islamischen Republik Iran in Deutschland, Herrn Alireza Sheikh Attar. "Amnesty International" empfiehlt, E-Mails oder Luftpostbriefe mit Forderungen, das Todesurteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani nicht zu vollstrecken, auch nicht mit anderen Methoden, den Justizfall einer umfassenden Überprüfung zu unterziehen, Steinigungen generell zu stoppen, die Todesstrafe abzuschaffen, Prügelstrafen zu verbieten, und damit aufzuhören, Menschen, die Ehebruch begehen, zu kriminalisieren, an die genannten iranischen Behörden zu senden.

Auch die Online Petition des internationalen demokratischen Netzwerks AVAAZ kann weiterhin unterzeichnet werden.

Einem Interview des Hessischen Rundfunks mit dem Iraner Ali Sadrzadeh zufolge, ist der Druck der internationalen Öffentlichkeit auf das Regime in Iran wohl die einzige verbleibende Chance, das bestialische Todesurteil gegen eine wahrscheinlich unschuldige Frau noch zu verhindern.



(Quellen: Amnesty International -Urgent Action- 09. August 2010, Basler Zeitung vom 08.07.2010 und vom 12.08.2010, Die Welt vom 12.08.2010, Hessischer Rundfunk vom -Audio- 12.08.2010, Der Standard vom 12.08.2010, AVAAZ.org, Wikipedia)

Am Wurster Watt


Vor dem Deich bei Weddewarden: Ein neuer Weg ...

Der Name der Marschen-Landschaft zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, die im Westen von der der Weser und im Osten vom Geestrücken der hohen Lieth begrennzt wird, leitet sich vom niederdeutschen Begriff "Wurtsassen" ab, und bedeutet so viel wie "Wurten-Bewohner". Wurten sind aufgeschüttete Hügel, auf denen die Menschen der Marsch zum Schutz gegen die Sturmfluten früher ihre Häuser und Bauernhöfe errichteten. Das "Land Wursten" ist also das Land, in dem die Menschen früher einmal auf künstlichen Hügeln wohnten. Sei dem Bau der Seedeiche war es nicht mehr notwendig, Wurten für den Bau von Häusern aufzuschütten. Da die heutigen Sturmfluten höher auflaufen als vor der Zeit, in der die ersten Deiche angelegt wurden, böten die damaligen Wurten heutzutage auch keinen Schutz mehr gegen das Wasser.



... führt entlang des Watts nach Wremen

In diesem Sommer wurde vor dem Deich ein befestigter Weg direkt entlang des Wurster Watts fertiggestellt. Da er durch die Zwischenzone des Nationalparks führt, die in den Monaten März bis Juli aus Gründen des Vogelschutzes nicht betreten werden darf, ist der Weg allerdings nur außerhalb dieser Zeit nutzbar. Ich habe den neuen Weg, der nördlich der Stromkaje des Bremerhavener Containter-Terminals beginnt und kurz vor Wremen endet, während meiner Radtour am letzten Samstag "eingeweiht". Das Wurster Watt vor der Küste des Landes Wursten ist ein Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, dessen Grenze auf dem Festland der Deich ist. Das Deichvorland ist Brutgebiet von Bodenbrütern.



Salzwiesen: an der Grenze zwischen Watt und Festland entsteht neues Land


Lahnungsfelder beschleunigen die Entstehung neuen Landes

Entlang des Weges ist an einigen Stellen sehr schön zu erkennen, wie am Randes des Watts vor der Küste neues Land entsteht. Dem Wechsel zwischen Ebbe und Flut sowie Salz und Brackwasser angepasste Pflanzen siedeln sich im schmalen Streifen entlang des Ufers an. Das von Wind und Wellen bewegte auflaufende Wasser spült Schlickpartikel aus dem Watt zwischen die Pflanzen. Der Schlamm sinkt bei Hochwasser zwischen den Pflanzen zu Boden. Da die Pflanzen die Strömung des ablaufenden Wassers begrenzen, bleibt ein Teil des angespülten Schlamms liegen. Nach und nach "wächst" so neues Land, auf dem andere Pflanzen Fuß fassen können. Eine Salzwiese entsteht. Irgendwann haben die Sedimente eine solche Höhe erreicht, dass das Wasser kaum noch bis an die Salzwiesenpflanzen heranreicht. Andere Pflanzenarten siedeln sich an, die herangewehte Sand und Staubpartikel festhalten. Neues Land entsteht. Eine heftige Sturmflut kann jedoch die Erde eines schmalen, in Jahrzehnten entstandenen Streifen neuen Landes sehr schnell wieder ins Meer zurückreißen.



Die Spuren der Wanderer verlieren sich in der Weite des Watts ...


... und in der Ferne scheint ein Schiff über den Schlick zu rutschen.


Es ist ein ewiger Kampf der Elemente, der sich an der Grenze vom Watt zum Festland abspielt. Landverluste aufgrund von Sturmfluten führten zum Beispiel zur Entstehung der Ostfriesischen Inseln oder der Halligen im Nordfriesischen Wattenmeer. Im Laufe der Zeit haben die Menschen von der Natur gelernt, und begannen bei der Entstehung neuen Landes Hilfestellung zu leisten. Sogenannte Lahnungsfelder, die vor dem Ufer im Watt angelegt werden, halten die angespülten Schlickpartikel bei ablaufendem Wasser zurück. Damit wird der Prozess, der den Salzwiesenpflanzen den Boden bereitet, etwas beschleunigt. Eine Lahnung ist eine Doppelreihe in den Wattboden gerammter Pfähle, die mit Reisig verflochten werden. Auf dem bei Ebbe aufgenommenen Foto ist sehr schön zu sehen, wie sich der Schlick entlang der Lahnungen anhäuft. Um das neugewonnene Land vor den Sturmfluten zu schützen, begannen die Menschen dann irgendwann mit dem Bau von Deichen.



Brutgebiete in der Zwischenzone des Nationalparks ...


... und der Kutterhafen sowie der Campingplatz und das Hotel am Wremer Tief

Beim Wremer Tief habe ich den Nationalpark verlassen, und bin "über die Dörfer" wieder in Richtung Bremerhaven zurückgefahren. Ein "Tief" hat in diesem Falle nichts mit dem Wetter zu tun. Tiefs sind bei uns an der Küste Wasserläufe zur Entwässerung der Marsch in den Gebieten hinter den Deichen. Das Wasser des Wremer Tiefs strömt bei ablaufender Tide durch ein Sieltor im Deichfuß und fließt durch das Wattenmeer in den Hauptstrom der Weser. Der dadurch im Watt ausgespülte Wasserlauf dient den Granatkuttern als Fahrrinne, die in dem kleinen Hafen am Ufer des Wremer Tiefs vor dem Deich beheimatet sind.

Mittwoch, 11. August 2010

Das Ende des Erdölzeitalters

Früher, so um die Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, nannte man uns spöttisch lächelnd "Grüne Spinner", wenn wir von der bevorstehenden globalen Erwärmung des Klimas deren Folgen sprachen. Heute, rund 35 Jahre später, wissen wir, dass die Klimaerwärmung damals bereits begonnen hatte, und niemand bestreitet heute mehr, dass die Beschleunigung des Klimawandels bereits dramatische Ausmaße angenommen hat. Den Spöttern von damals ist das Lächeln vergangen.

Etwa zur gleichen Zeit wurden die westlichen Industriestaaten von der ersten großen Ölkrise der Geschichte erwischt. Eigentlich war die Krise die Folge eines Wirtschaftsembargos. Infolge des Jom-Kippur-Kriegs (6. bis 26. Oktober 1973) drosselten die Länder der OPEC ihre Fördermengen, um den Westen wegen seiner Unterstützung für Israel unter Druck zu setzen. Der Schock saß damals jedoch tief: Das erste Mal wurde den Menschen ihre Abhängigkeit vom Öl bewusst. Ich erinnere mich noch deutlich an die "Autofreien Sonntage" im November und Dezember des Jahres 1973, als ich einsam und allein mit dem Fahrrad mitten auf der Stresemannstraße - der Hauptverkehrsstraße Bremerhavens in Nord-Süd Richtung - unterwegs war. Die Sonntagsfahrverbote sollten Öl einsparen. Heizen war wichtiger in den Wintermonaten, als Autofahren.

Damals belächelte man uns trotzdem als "Grüne Spinner", wenn wir davon sprachen, dass die unterirdischen Erdölvorräte in absehbarer Zeit aufgebraucht sein würden, und dass es deshalb nicht nur dem Klima zuliebe vernünftig wäre, Autos mit anderen Antrieben zu bauen, die Energieerzeugung auf andere Energiequellen umzustellen, und die Wohnungen und Häuser mit Biogas zu heizen, anstatt mit Erdgas oder Erdöl. Erdöl ist ein viel zu wichtiger Rohstoff, um ihn einfach sinnlos zu verheizen. Wer sich einmal bewusst macht, welchen Stellenwert Kunststoffe in unserem täglichen Leben eingenimmen haben, der wird eine Ahnung davon haben, wovon ich spreche.

Gestern berichtete das ZDF in seinem Magazin "Frontal21" über das bevorstehende Ende des Erdölzeitalters. Frau Petersen - die Moderatorin der Sendung - meinte sinngemäß, wer hierzulande heute ernsthaft mahne, dass Benzin würde irgendwann knapp werden, der gelte nach wie vor als Spinner. Andere Länder seien diesbezüglich bedeutend realistischer. Sie hätten erkannt, dass der Zeitpunkt näher rücke, ab dem die maximalen Öl-Fördermengen den weiter wachsenden Bedarf nicht mehr decken können und die Preise deshalb immer weiter in die Höhe getrieben würd.

So arbeiten die USA bereits heute mit Hochdruck daran, die Treibstoffversorgung ihrer Armee bis zum Jahre 2016 aus Gründen der nationalen Sicherheit auf Biotreibstoffe umzustellen. Al Beispiel wurde ein Kampfjet vom Typ "Hornett" gezeigt, der mit einem zur Hälfte aus Biotreibstoff bestehenden Gemisch fliegt. "Green Fleet" nennen sie ihr Projekt. Für meine Begriffe ist es allerdings eine perverse Vorstellung, dass ausgerechnet landwirtschaftliche Flächen, auf denen Nahrungsmittel angebaut werden könnten, während ein großer Teil der Weltbevölkerung Hunger leidet, für die Aufrechterhaltung des tödlichen Vernichtungspotentials der US-Kriegsmaschinerie herhalten sollen. Die Todesopfer zukünftiger Kriege werden sich mit Sicherheit bei ihren letzten Atemzügen nicht besser fühlen, wenn ihnen dabei bewusst wird, dass sie ökologisch verträglich aus dem Leben gerissen werden.

Dieses Beispiel zeigt jedoch in eindrucksvoller Weise, wie ernst es um die Verfügbarkeit des Rohstoffs Erdöl bestellt ist. In dem Beitrag von "Frontal21" konnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dass die großen Ölkonzerne der Welt den Ernst der Situation vor der Öffentlichkeit vertuschen möchten. Beim ihrem Jahrestreffen in London hätten die Konzerne, gut abgeschirmt, unter sich getagt. Zugang habe es nur für handverlesene Journalisten gegeben. Hinter verschlossenen Türen sei dann jedoch Klartext geredet worden. Der Vize-Chef von Chevron habe ausdrücklich vor einem Ölschock gewarnt. Bezüglich ihrer Bitten im Interviews während einer Kaffeepause waren die Reporter von "Frontal21" jedoch chancenlos: "Kein Kommentar." Unter einer öffentlichen Diskussion über eine drohende Ölkrise würde das Geschäft leiden.

Auch wenn ich es manchmal hasse, mit meinen Einschätzungen recht zu behalten, und auch auf die Gefahr hin, dass man mich jetzt wieder einen Spinner nennt: Es zeichnet sich ab, dass meine Einschätzungen bezüglich der Endlichkeit des Erdöls sich zu bewahrheiten beginnen. "Frontal21" zeigte in seinem Beitrag ein weiteres Beispiel dafür - dieses Mal aus einem europäischen Land. Schwedische Autohersteller arbeiten an CO2-neutralen Antrieben für Pkw's und Lkw's. Die Regierung Schwedens will den gesamten Verkehr ölfrei machen. Aus Abfällen der Papierindustrie wird in Schweden Dimethylether hergestellt, der als Antrieb für herkömmliche Dieselmotoren verwendet wird. In Kürze sollen die ersten erdölfrei angetriebenen Lkw's auf Schwedens Straßen unterwegs sein.

Während Schweden die drohende Ölkrise ernst nimmt, verschlafen deutsche Konzerne den technologischen Fortschritt für den Weg in die Zukunft. Die Autohersteller setzen weiterhin auf große, schwere Fahrzeuge mit starken Motoren, die große Mengen fossilen Treibstoffverbrennen. Hätten sie die Entwicklung nicht bereits in der Vergangenheit verpennt, dann hätten sie während der weltweiten Wirtschaftskrise das Geschäft ihres Lebens machen können. Stattdessen mussten ihr Absatz mit einer aus Steuermitteln finanzierten Abwrackaktion gestützt werden. Gelernt haben sie aus der Krise jedoch nichts. Autos, die gerade ein einziges Gramm unter der als maximal zulässigen CO2-Emission liegen, die seit dem Klimagipfel in Kopenhagen im Zusammenhang mit der Reduzierung der bundesweiten CO2-Emissionen propagiert wird, werden in den höchsten Tönen als "besonders umweltfreundlich" beworben. Die nächste Krise der Branche ist damit schon vorprogrammiert - und die in der Automobilindustrie Beschäftigten werden die Fehler des Managements wieder einmal ausbaden müssen.

"Frontal21" zeigte anhand einer Verlaufsgrafik, dass sich die Ölpreise über Jahrzehnte hinweg auf einem moderaten Level zwischen 20 und 40 Dollar pro Fass bewegten. Erst in den vergangenen Jahren sei der Preis explodiert. Im Jahre 2008 habe das Fass Rohöl bis zu 147 Dollar gekostet und bei abnehmenden Fördermengen würde der Preis noch weiter steigen.

Die Internationale Energieagentur berät die westlichen Industrienationen. Ihr Chefökonom, Herr Birol, findet im Film deutliche Worte: "Wir müssen uns vorbereiten, Regierungen und Industrie. Und selbst die Verbraucher sollten sich gut überlegen, was für ein Auto sie kaufen. Jedes Fass Öl, das in den nächsten Jahren auf den Markt kommt, wird sehr viel schwieriger zu fördern, und sehr viel teurer sein. Die Zeiten des billigen Öls sind vorbei."

Wer vielleicht schon den einen oder anderen meiner Artikel zum Thema Klimaschutz gelesen hat, und meine dringende Forderung nach der schnellstmöglichen Umstellung der Energieerzeugung auf regenerative Energiequellen und CO2-neutrale Antriebe für Verkehrsmittel kennt, der mag sich jetzt vielleicht wundern, warum ich mir Sorgen um das Ende des Erdölzeitalters mache. Meine diesbezüglichen Sorgen betreffen jedoch allein die deutsche Wirtschaft, die auf dem besten Wege ist, den Anschluss an die sich abzeichnende Entwicklung zu verpennen. Meine Sorge gilt dem zu erwartenden, daraus resultierenden Anstieg der Arbeitslosigkeit. Der Entwicklung der globalen Klimaerwärmung kann das Ende der Verbrennung fossiler Rohstoffe nur zu Gute kommen - wenn es denn noch rechtzeitig eintritt. Wenn wir nämlich so lange warten, bis auch der letzte Tropfen Öl verbrannt und der letzte Krümel Kohle in irgendeinem Kraftwerk verheizt wurde, dann wird es zu spät sein, den Anstieg der globalen Erwärmung auf einem erträglichen Level zu stabilisieren.

"Wir müssen weg vom Öl, bevor das Öl uns verlässt."
(Fatih Birol, Internationale Energie Agentur, in Frontal21 vom 10.08.2010)


(Quellen: Frontal 21 vom 10.08.2010, Wikipedia)

Dienstag, 10. August 2010

Das Märchen von der Atombrücke

Atomkraft? Nein Danke!Der von der Bundesregierung beschlossene "Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energien" prognostiziert, dass die erneuerbaren Energieträger, deren Anteil an der Stromerzeugung 2009 bei 16,1% lag, 2020 einen Anteil von 38,6% erreichen werden.

Herr Röttgen (CDU, Bundesumweltminister) sagt, die Atomkraft solle nur so lange als "Brückentechnologie" herhalten, bis der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Energiemix einen Anteil von 40 Prozent erreicht haben.

Der aktuelle "Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energien" belegt, dass diese 40 Prozent im Jahr 2020 fast erreicht sein werden (Seite 15, Tabelle 3). Im Atomkonsenz wurde festgelegt, dass das letzte Atomkraftwerk im Jahr 2023 abgeschlatet wird. Wenn die Entwicklung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen von der schwarz-gelben Wespenkoalition nicht weiter behindert wird, kann anhand der Prognose des "Nationalen Aktionsplans für erneuerbare Energien" davon ausgegangen werden, dass der Anteil der erneuerbaren Energieträger bis dahin 40 Prozent oder mehr betragen wird.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) geht sogar davon aus, dass bis 2020 bereits 47 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden können. 2009 betrug der Anteil der Atomkraft an der Stromversorgung in Deutschland nur 22,6 Prozent. Dieser Anteil nähme bei fortgesetztem stetigen Ausbau der erneuerbaren Energien natürlich weiterhin kontinuierlich ab, wenn er nicht - wie von einigen Politikern der Wespenkoalition gefordert - durch eine unbegrenzte Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke blockiert würde. Der BEE kommt daher zu dem Schluss, die erneuerbaren Energien würden die von Herrn Röttgen formulierten Bedingungen für das Ende der Atomkraftwerke noch vor 2020 erfüllen. Damit könne und müsse es auch nach Lesart Herrn Röttgens beim im Atomkonsens vereinbarten Atomausstieg bleiben.

Auch die von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie "Klimaschutz: Plan B 2050" kommt zu dem Ergebnis, dass die erneuerbaren Energien die Atomkraft schon bis zum Jahr 2015 vollständig ersetzen können. Die sieben ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerke sowie den Pannenreaktor in Krümmel könnte man sofort abschalten, ohne dass deshalb irgendwo die Lichter ausgingen.

In seiner Stellungnahme zur Energiepolitik der Bundesregierung vom Mai 2010 weist der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) auf den Seiten 75 bis 77 auf die technische Unvereinbarkeit der Atomkraftwerke mit den zukünftigen Anforderungen der Energieerzeugung hin:

"Eine Analyse historischer Daten zeigt, dass die Leistung von Grundlastkraftwerken (im Wesentlichen Kernkraftwerke und Braunkohlekraftwerke) in der Vergangenheit an Zeitpunkten mit starker Einspeisung von Windstrom nicht unter 46 % reduziert werden konnte (..). Neue Steinkohlekraftwerke können nach Angaben des Bundesverbandes Braunkohle (..) kurzzeitig bis zu einer Untergrenze von 25 % ihrer Nennlast heruntergeregelt werden.

Starke und häufig auftretende Leistungsänderungen von Atom- und Kohlekraftwerken haben jedoch für den Betreiber mindestens zwei negative Folgen: zum einen sinkt im Teillastbetrieb der Wirkungsgrad einer Anlage und damit erhöhen sich die spezifischen Kosten der Elektrizitätsproduktion, zum anderen führen häufige Leistungsänderungen zu Materialermüdung insbesondere von Bauteilen, die in den Erzeugungskreisläufen hohem Druck oder hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Eine solche Betriebsweise mindert somit ihre zu erwartende Lebensdauer (..). Bei einem erheblichen Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten werden konventionelle Kraftwerke darüber hinaus zeitweise vollständig abgeschaltet werden müssen. Nach Abschaltungen sind Mindeststillstandszeiten einzuhalten, um thermische Spannungen zu verringern (..). Dies verringert die mögliche Jahresvolllaststundenzahl der Anlage weiter.

Eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken, wie sie derzeit von verschiedenen Seiten als notwendige Option dargestellt wird (..), würde die oben dargestellten Probleme unnötig verschärfen, denn Atomkraftwerke verfügen nicht über die im zukünftigen Energiesystem notwendigen Flexibilitätseigenschaften. Auch der Bau neuer Kohlekraftwerke für den Grundlastbereich ist weder eine für das System hilfreiche Ergänzung, noch werden entsprechende Investitionen auf Dauer die erwarteten ökonomischen Ergebnisse für die Investoren erzielen, da die bei der Planung der Kraftwerke unterstellten Betriebsstunden nicht mehr erreicht werden können. ...

... Aufgrund des Systemgegensatzes zwischen Kraftwerken, die technisch-ökonomisch auf Grundlast ausgelegt sind, und stark fluktuierenden regenerativen Energiequellen sind nach Einschätzung des SRU sowohl die diskutierte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken als auch der geplante Neubau von erheblichen Kapazitäten von Kohlekraftwerken mit einer Übergangsstrategie auf eine vollständig regenerative Energieversorgung unvereinbar."

Die Behauptung einiger Politiker der Wespenkoalition, Atomkraftwerke seien eine "Brückentechnologie für den Übergang in das Zeitalter der regenerativen Energieerzeugung" ist also allein aus technologischer Sicht schon völliger Blödsinn. Das Gegenteil ist der Fall:

"Weder eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken noch der Bau neuer Kohlekraftwerke mit Kohlendioxidabscheidung und -speicherung sind notwendig. Anders ausgedrückt: Bereits der Bestand an konventionellen Kraftwerken (mit einem geringen Zubau an Gaskraftwerken) reicht als Brücke."

(Stellungnahme des SRU zur Energiepolitik der Bundesregierung, Seite 48.)


  • Meine dringende Empfehlung an Herrn Röttgen:

    Nehmen Sie ihre eigenen Prognosen und die Empfehlungen ihres Sachverständigenrats für Umweltfragen endlich ernst. Setzen Sie sich konsequent für die Verkürzung der Laufzeiten der Atomkraftwerke ein. Hören sie damit auf, ihren Koalitionskollegen bezüglich Laufzeitverlängerungen für die deutschen Atomkraftwerke nach dem Mund zu reden. Leisten Sie statt dessen Überzeugungsarbeit gegen den weiteren Betrieb von Atom- und fossil befeuerten Kraftwerken. Wenn Sie sich einmal ernsthaft damit auseinandersetzen, und eigene Recherchen betreiben, dann werden Sie in verschiedensten Quellen eine große Anzahl verfügbarer Sachargumente gegen diese veralteten Kraftwerkstechnologien finden. Setzen sie sich für den forcierten Ausbau einer dezentralen Energieerzeugung auf Grundlage eines breit gestreuten Mixes erneuerbarer Energieträger und für die zügige Errichtung eines intelligenten Energieverteilungsnetzes ein.




www.campact.de



(Quellen: TAZ vom 04.08.2010, Handelsblatt vom 30.07.2010, Süddeutsche Zeitung vom 12.02.2010 und vom 29.07.2010, SRUvom 05.05.2010 und Stellungnahme vom Mai 2010, Umweltbundesamt Climate Change 13/2009, Fraunhofer Institut für Energiesysteme vom Januar 2009, Greenpeace vom 27.08.2009, Nationaler Aktionsplan für erneuerbare Energie, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Wikipedia)

Montag, 9. August 2010

Über den Fluss


Bremerhaven's "Skyline" (von der Weserfähre aus gesehen)

Ich hatte gestern Mittag beschlossen, mich nicht von den sich drohend auftürmenden Gewitterwolken abschrecken zu lassen und bin mit der Weserfähre auf die andere Seite des Flusses gefahren. Ich hatte Glück: Es blieb trocken, und ich wurde mit einem für mich ungewohnten Blick auf das Panorama meiner Heimatstadt Bremerhaven belohnt. Als ich vor einigen Jahren einmal dort war gab es die Havenwelten mit dem Sail City Turm noch nicht, und die Stromkaje des Containerterminals hat mit der Fertigstellung des CT4 eine beeindruckende Länge erreicht.



Nationalpark Wattenmeer: Blick über Schilffelder zur Außenweser

Vor dem Blexener Deich gibt es einen befestigten Weg, der vom Anleger der Weserfähre bis zum Segelflugplatz führt. Dort geht es auf die Deichkrone hinauf zu einem kleinen Platz mit Infotafeln über den Nationalpark Wattenmeer sowie zu markanten Geländepunkten auf der Bremerhavener Seite der Weser. Wenn man allerdings weiter in Richtung Westen fährt, geht das leider nur auf der Straße hinter dem Deich. Beim der nächsten Ortschaft, Volkers, gibt es allerdings noch einmal eine Treppe, die auf die 8,50 Meter hohe Deichkrone hinaufführt. Von dort oben hat man einen weiten Blick über das Deichvorland mit den ausgedehnten Schilffeldern im Nationalpark. In der Ferne sind dahinter das Watt und die in der Sonne glitzernde Wasserfläche der Außenweser zu sehen. Zu hören war nur das gelegentliche Blöken der auf dem Deich weidenden Schafe und das Rauschen Windes im Schilf. Wer gerade dringend mal etwas Ruhe braucht, der ist dort bestens aufgehoben ...


In der rechten Hälfte des Fotos ist am Horizont die Insel Langlütjen-II zu erkennen. Etwas weiter flussaufwärts liegt die Insel Langlütjen-I im Watt, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Beide Inseln wurden in der Zeit zwischen 1870 un 1876 künstlich aufgeschüttet und befestigt. Zwischen 1872 und 1879 entstanden auf der Bremerhavener Seite der Weser die ebenfalls künstlich aufgeschütteten Inseln Brinkamahof-I und Brinkamahof-II, die jedoch beide nicht mehr existieren. Die vor der Küste bei Weddewarden in der Weser liegende Insel "Brinkamahof-I" wurde im Jahre 2000 abgerissen und abgetragen, um der Erweiterung der Stromkaje des Bremerhavener Containerterminals Platz zu machen. Die mit Kanonen bewaffneten Forts auf den Inseln sollten die Schiffe feindlicher Kriegsflotten am Einlaufen in die Weser hindern.

Langlütjen-II erlangte während der Herrschaft der Nazis in der Region unter dem Namen "Teufelsinsel" traurige Berühmtheit. In der Zeit vom 9. September 1933 bis zum 25. Januar 1934 befand sich dort ein "Schutzhaft"-Lager der SA, in dem die Gestapo aus Bremen politische Gefangene aus dem bremischen KZ Mißler folterte. Die Schreie der Gefolterten sollen meilenweit zu hören gewesen sein, und wer sich der Insel unangemeldet näherte wurde ohne Vorwarnung beschossen. Heute befinden sich die ehemaligen Festungsinseln Langlütjen-I und -II in Privatbesitz. Über Brinkamahof finden sich einige interessante Texte und Fotos auf der privaten Homepage "Werften und Stadtgeschichte Bremerhavens".


(Quellen: Wikipedia, P. Müller)

Sonntag, 8. August 2010

34 Jahre ...


Foto: © R. Kalbreyer (ca. 1976)


Bremerhaven: Tanklager, Verbindungshafen und Lloyd-Werft (Aug. 2010)

... liegen ungefähr zwischen diesen beiden Fotos.


Das erste Foto hat mein Großvater aufgenommen. Sein Diamagazin war mit "1976" beschriftet. Wann genau er das Foto aufgenommen hat kann ich ihn leider nicht mehr fragen. Er starb 1998. Das untere Foto ist von mir. Es entstand im August 2010.

Links ist das Tanklager zu sehen, aus dem die Schiffe versorgt werden, die in die Bremerhavener Häfen kommen. Es befindet sich auf dem Gelände zwischen der Columbuskaje und dem Verbindungshafen. Rechts auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens ist die Einfahrt zum Kaiserdock-II auf dem Gelände der Lloyd-Werft zu sehen. Auf meinem Foto ist mittig im Hintergrund ein schwarz-weißer Frachter im "Dock III" der Lloyd-Werft zu sehen. das Schwimmdock liegt am anderen Ende des Werftgeländes.

Abgesehen von den Automodellen auf den beiden Fotos besteht der auffälligste Unterschied im Firmenlogo auf den Tanks des Tanklagers. Auf dem Foto meines Großvaters firmierte es noch unter "Esso". Ich kann nicht genau sagen, wann der Wechsel stattfand, aber es wird kurz nachdem das Foto entstand gewesen sein.

Bominflot entstand 1967, mitten im Kalten Krieg, als deutsch-russisches Joint Venture. Das war die Zeit, als viele Leute noch Angst hatten, die Russen könnten in der Bundesrepublik Deutschland einmaschieren, falls der Westen nicht kräftig mit Atomraketen nachrüsten sollte. Das wiederum veranlasste dann die Russen, ihre Atomraketen noch etwas näher an die deutsch-deutsche Grenze zu verlegen, woraufhin dann der Westen sich wieder zum Nachrüsten genötigt sah. Oder war es umgekehrt?

Jedenfalls auf rein geschäftlicher Seite funktionierte die Zusammenarbeit zwischen "Ostblock"- und "NATO"-Staaten schon damals recht gut und sowjetische Kreuzfahrtschiffe der "Black Sea Shipping Company", wie zum Beispiel die "Odessa", waren regelmäßige Gäste an der Columbuskaje. Es kam immer wieder einmal vor, dass mich jemand im Zusammenhang mit meiner Kriegsdienstverweigerung fragte, ob es mir denn egal wäre, wenn die Russen kämen. Ich habe dann - mit diskretem Hinweis auf "Bominflot" - immer zurück gefragt, ob der oder die Betreffende denn noch nicht gemerkt habe, dass die Russen doch schon lange da waren.

Die "Odessa" wurde später nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion leider vom Pech verfolgt. Die "Black Sea Shipping Company", die früher sowjetisches Staatseigentum war, ging 1995 pleite. Im Mai 2001 berichtete der Spiegel unter dem Titel "Ende einer Luxusreise" noch einmal über das von italienischen Behörden beschlagnahmte, damals seit sechs Jahren in Neapel aufliegende Schiff. Es sollte versteigert werden. 2007 wurde die ehemalige "Odessa" - inzwischen trug sie den Namen "Sydney" - in Bangla Desh abgewrackt.

Das ehemalige deutsch-russische Joint Venture, ist heute ein deutsches Unternehmen mit Sitz im Hamburg, das ebenso wie in Bremerhaven, auch in vielen weiteren Häfen der Welt vertreten ist.

(Quellen: Bominflot, Spiegel vom 30.05.2001, Text zu bei Ebay angebotener Postkarte der "Odessa")

Samstag, 7. August 2010

Das Lächeln der Mona Lisa ...


Bremerhaven, Columbuskaje: MS "Mona Lisa"

... strahlte den Besuchern der Columbuskaje in Bremerhaven heute vom Schornstein des 1966 auf der schottischen Werft John Brown & Co. Ltd., Clydebank, unter dem Namen "Kungsholm" vom Stapel gelaufenen Kreutzfahrtschiffs "Mona Lisa" entgegen. Das Schiff war in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr zu Gast an der Bremerhavener Columbuskaje, um Passagiere für eine 25 tägige Grönland-Kreuzfahrt an Bord zu nehmen.

Nachdem die "Kungsholm" einige Jahre lang von einer schwedischen Reederei eingesetzt worden war, fuhr sie im Laufe der Zeit unter unterschiedlichen Namen für verschiedene Reedereien und Reiseunternehmen. 2008 wurde das Schiff in "Mona Lisa" umbenannt und fährt seit dem unter der Flagge derBahamas (Heimathafen Nassau) für "Lord Nelson Reisen".

Die Tage der inzwischen 44 Jahre alten "Mona Lisa" scheinen jedoch gezählt. Verschärfte Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen der SOLAS werden den weiteren Betrieb als Kreuzfahrtschiff nach dem Ende der Sommersaison 2010 ohne erneute Modernisierungsmaßnahmen wohl nicht mehr ermöglichen. Eine Initiative aus Schweden bemüht sich derzeit, die "Mona Lisa" als Hotel, Restaurant und Museum in Göteborg aufzulegen.

(Quelle: Wikipedia, Schiffsspotter)