Sonntag, 2. November 2008

16. Bremerhavener Hot Jazz Festival


Am ersten Tag des Festivals gab es Musik von Bands Lamarotte, Dixie Company, Pax Jazz Band und Buena Gente zu hören. Die Videos sind Zusammenschnitte einiger Ausschnitte aus der Musik der Gruppen. Einige Szenen sind leider etwas verwackelt, da die Aufnahmen "aus freier Hand" und oft mit erhobenen Armen über die Köpfe der Leute vor mir hinweg entstanden sind.

Buena Gente


Dabei passte "Buena Gente", die auf der Bühne der Piazza im Mediterraneo spielten, allerdings nicht in den Rahmen eines Jazz Festivals, da ihre Musik eher einen "südländischen" Charakter hatte. davon abgesehen hat mir die Musik der Gruppe aber trotzdem gut gefallen, und sie passte auch sehr gut in die mediterrane Umgebung. Leider ist aber die Akustik auf der Piazza wegen des starken Halls für derartige Konzerte nicht gerade optimal.

Lamarotte


"Lamarotte" hatte im Foyer des Columbus-Centers vor Karstadt sofort die vorübergehenden Passanten in ein begeistertes Publikum verwandelt. Nachdem die Gruppe dort einige Zeit gespielt hatte, zog sie musizierend an den Geschäften im Columbus-Center vorbei und das Publikum folgte ihr. Einmal ging es dabei auch mitten durch ein Bekleidungsgeschäft hindurch, und als "Lamarotte" vor einem italienischen Eiscafé eine Runde Grappa eingeschenkt bekam, gab's zum Dank dafür von Lamarotte natürlich "Icecream" - mit italienischer Einlage. Das hörte sich dann in etwa so an: "Gelati, gelati, ev'rybody likes gelati. Rock, rock my baby roll ...". Kurzum: Man merkte ihnen an, dass sie Spaß hatten, und das Publikum bekam eine große Portion davon ab.

Dixie Company


Ein Phänomen der "Dixie Company" war deren Klarinettist und ein Trompeter. Irgendwann fing der Klarinettist mitten in einem Solopart an, seine Klarinette zu zerlegen. Zuerst baute er den Schalltrichter ab, und dann so nach und nach von unten nach oben die drei oder vier Segmente seines Instruments. Dabei hörte er aber nicht auf zu spielen! Am Ende hatte er nur noch das Rohrblatt im Mund, und modelierte die Tonhöhen durch die Stellung der Finger seiner "hohlen Hand". Die Einzelteile seiner Klarinette hatte er dem Trompeter übergeben. Am Ende des Stückes übernahm dieser den Solopart auf der soweit wieder zusammengesetzten aber rohrblattlosen Klarinette mit seinem Trompetenmundstück - das hatte ja noch der Klarinettist. Vielen Leuten im Publikumm "klappte vor Staunen die Kinnlade herunter" - auch ich hatte vorher so etwas noch nie gesehen.

Pax Jazz Band


Der Jazz entstand ja in der afro-amerikanischen Bevölkerung der USA. Die "Pax Jazz Band" konnte mit ihrer Musik einen Eindruck davon vermitteln, wie der Jazz, über die reine Musik hinaus, zum Lebensgefühl großer Teile dieses Teils der amerikanischen Gesellschaft gehörte, und wohl auch heute noch gehört. In alten Schwarz-/Weiß-Filmen, die in New Orleans spielen, kann man manchmal sehen, wie Jazz Bands voller Lebensfreude durch die Straßen ziehen oder bei Trauerfällen der trauernden Gemeinde folgen. Diese ganze Bandbreite menschlichen Lebens gab es von der Pax Jazz Band im Mediterraneo zu hören.

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