Dienstag, 12. November 2013

Energiewende: Es ist nicht immer drin, was draufsteht

Kohle-Kraft stoppen!

Seit dem letzten Wochenende steht fest, welchen Kurs die CDU, die CSU und die SPD einschlagen wollen, falls es zur Großen Koalition kommen sollte. Dem Magazin Klimaretter.Info" liegt dazu ein Arbeitspapier vor, das ganz offensichtlich die Handschrift der Verhandlungsführer, Herr Altmaier (CDU, Bundesumweltminister) und Frau Kraft (SPD, Nordrhein-Westfahlen, Ministerpräsidentin) trägt.

In einem Artikel auf der Internetseite "Klimaretter.Info" vom 09.11.2013 heißt es dazu, das Arbeitspapier der drei Parteien enthalte ein ausdrückliches Bekenntnis zur Energiewende und zum Klimaschutz. Den Berichten in den Medien der letzten Tage ist jedoch zu entnehmen, dass die Begrenzung der Kosten vorrangig zulasten des Ausbaus der regenerativen Energieträger und zugunsten fossiler Energieträger, sowie der Atomkraft gehen wird. Wie so oft steht auch auf dieser Verpackung etwas anderes drauf, als wirklich drin ist.
  • Wie die Süddeutsche Zeitung am 09.11.2013 berichtete, soll es einen "verbindlichen Ausbaupfad für erneuerbare Energien" geben. Damit soll Planungssicherheit für die Energiewirtschaft und eine bessere Kostenkontrolle erreicht werden. Zwischen den Vorstellungen darüber, wohin der Pfad führen soll, klaffen allerdings Welten: Die CDU und die CDU wollen im Jahre 2030 einen Anteil von 50 bis 55 Prozent erneuerbarer Energien am Strommix erreichen, während die SPD am Ende des Ausbaupfades einen Anteil von 75 Prozent für möglich hält. Alles, was hinter dem Ziel der SPD zurückbliebe, hätte mit einem verbindlichen Ausbaupfad "für erneuerbare Energien(!)" nicht mehr viel gemeinsam.  Das Ziel der SPD käme der Greenpeace-Studie "Der Plan" immerhin recht nahe.
  • Der Einspeisevorrang für regenerative Energienquellen soll beibehalten werden. Das sogenannte "Grünstromprivileg", das diejenigen Stromanbieter belohnt, die ausschließlich Strom aus regenerativen Energiequellen anbieten und einen Teil des Strompreises für Investitionen in die Installation neuer regenerativer Energiequellen investieren, soll jedoch entfallen. Hier werden die Energiewende-Vorreiter bestraft, damit genug Geld für die Subvention von Kohle und Atomkraftwerken zur Verfügung steht.
  • Zur Frage der Industrie-Rabatte (inzwischen etwa ein Viertel der EEG-Umlage!), stellt das Arbeitspapier klar, dass die bestehenden Rabatte "erhalten und zukunftsfähig weiterentwickelt" werden sollen. Lediglich, die Privilegierung einzelner Branchen und Unternehmen solle "überprüft" und "europarechtskonform" gestaltet werden. Da fragt sich der aufmerksame Beobachter, wie wohl die Kosten der Verbraucher für die EEG-Umlage verringert werden sollen, wenn diese weiterhin für die Subventionen von Konzernen und Unternehmen zur Kasse gebeten werden sollen.
  • Den fossil befeuerten Kraftwerken soll eine "neue Rolle" zugewiesen werden. Demnach sollen sie die "Versorgungssicherheit" gewährleisten. Da ihnen diese Rolle auch bisher schon zugeschrieben wurde, ist auch das reiner Etikettenschwindel. Uneinig sind sich die Verhandlungspartner aber noch über die mögliche Subvention unrentabel gewordener Gas- und Kohlekraftwerke in Form von "Extraprämien".
  • Die Frankfurter Rundschau schrieb in einem Artikel vom 09.11.2013, die Energiewende solle mit einer deutlichen Kappung der Förderung für Windstrom kostengünstiger gestaltet werden. Demnach sollen Windparks vor den Küsten der Nordsee und der Ostsee im Jahre 2020 nur 6500 anstelle von 10000 MW leisten und das Ausbauziel bis zum Jahre 2030 soll um 10000 MW gekappt werden. Anstelle von 25000 MW würden die Offshore Windparks dann lediglich 15000 MW leisten. Vor diesem Hintergund könnte uns der Seekabel-Netzausbau, den wir Bürger über den Strompreis bezahlen und der sich an bisherigen Planungen orientiert, noch zusätzlich viel Geld für später einmal überflüssige Leitungen kosten.
     
    Landgestützte Windkraftanlagen sollen bundesweit nur noch an "guten Standorten" installiert werden. Im Norden und Nordosten Deutschlands soll die Förderung von Strom aus Windkraftanlagen jedoch deutlich gekürzt werden. Da stellt sich die Frage, was denn wohl ein "guter Standort" ist: Die besten Standorte werden damit jedenfalls wohl nicht gemeint sein. Einem Bericht der "Welt" vom 09.10.2013 zufolge sorgt die mögliche "Konzentration des Windenergieausbaus auf die besten Standorte" in südlichen Bundesländern nämlich für Unmut.
     
    Die Begründung dafür offenbart, dass die Politiker quer durch alle Parteien weiterhin in alten Mustern mit Priorität auf den althergebrachten Oligopolen der Energieversorger denken. Ein schönes Beispiel dafür ist die Kritik Herrn Unterstellers (Grüne, Baden-Württemberg, Umweltminister), der sich darum sorgt, dass dann der Süden aus dem windreichen Norden fernversorgt werden würde. Nichts spricht jedoch nach meinem Verständndis dagegen, auch in den "Verbrauchszentren in Baden-Württemberg und Bayern" Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen anstelle von Kohle- und Atomkraftwerken zu installieren. Je mehr dezentrale Energiequellen bundesweit flächendeckend zur Verfügung stehen, desto sicherer und unabhängiger von Preisdiktaten des bisherigen Energie-Oligopols wird die zukünftige Energieversorgung sein.
     
    Im Artikel der "Welt" heißt es weiter, Herrn Krawinkel (Verbraucherzentrale, Bundesverband) zufolge hätten die Bundesländer im Rahmen des Netzausbaus eine erforderliche Windkraftkapazität von 90 Gigawatt bis 2024 angemeldet. Dabei seien gerade ostdeutsche Länder und Niedersachsen mit dem Ausbau auf gutem Weg. Die Fortschritte insgesamt seien jedoch so unterschiedlich, dass der geplante Netzausbau überprüft werden müsse. Abgesehen von den Stadtstaaten lägen das Saarland, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils unter einem Gigawatt am Ende der Ausbaurangfolge.
  • Auch der Ausbau von Biomasse Kraftwerken soll deutlich eingeschränkt werden. Hier gelte es, einer weiteren Ausdehnung des Maisanbaus einen Riegel vorzuschieben. Der Bau weiterer Anlagen soll auf den Einsatz von Abfall und Reststoffen zur Energiegewinnung begrenzt werden. Das wäre dann einer der beiden Punkt im Energiewende-Paket, mit dem ich mich einverstanden erklären kann: Mais ist ein Nahrungsmittel - in vielen Ländern sogar das Grundnahrungsmittel - und die Nutzung von Nahrungsmitteln zur Stromerzeugung oder als Treibstoffzusatz war mir schon immer zuwider.
  • Eine weitere gute Nachricht ist die Absicht, Gas-Fracking in tiefen Gesteinsschichten so lange nicht anzuwenden, bis in Deutschland ein Einsatz ohne umweltgefährdende Stoffe möglich ist. Darüber berichtete die Frankfurter Rundschau am 08.11.2013. Da Erdgas aber - wenn es verbrannt wird - aufgrund der fossilen CO2-Emissionen an sich schon ein umweltgefährdender Stoff ist, wäre es hinsichtlich der angestrebten Klimaschutz-Ziele besser, grundsätzlich darauf zu verzichten.

Nach der billigenden Inkaufnahme des Konkurses großer Teile der Solarenergie-Branche in Deuschland soll es jetzt also der Windenergie-Branche an den Kragen gehen. Viele Menschen befürchten schon seit längerer Zeit, dass das künstliche Aufblähen der EEG-Umlage während der vergangenen Jahre, später einmal für das Argument "Die Energiewende muss bezahlbar bleiben"missbraucht werden würde. So zitieren die "Kieler Nachrichten" in einem Artikel vom 10.11.2013 beispielsweise Frau Peter (Die Grünen, Parteivorsitzende) mit den Worten (Zitat): "Die erneuerbaren Energien werden ausgebremst, während für alte Kohlekraftwerke neue Subventionen winken." Die Beschlüsse zur Energiepolitik in den Koalitionsverhandlungen seien "reinstes Harakiri".


Zur Kasse bitte

Um das Vorhaben bezahlbar zu machen, obwohl die privaten Stromverbraucher weiterhin die Subventionen für Konzerne und Unternehmen aufbringen sollen, will die SPD die Stromkunden mit einer Senkung der Stromsteuer entlasten. Die CDU lehnt das ab. Darüber aber, wie mit den Projekten "Nachhaltige Energiewende" und "Wirksamer Klimaschutz" auf dem Etikett, eine wirksame "Kostenbremse" realisiert werden soll, hört man bisher - abgesehen von Absichtserklärungen - seitens der CDU nichts konkretes.

Es ist allerdings auch nicht so, dass sich die Politiker der CDU, der CSU und der SPD keine Gedanken darüber machen, wie der wachsenden Zahl von Stromsperren zu begegnen wäre. "Prepaid-Karten" sollen es richten: Die Verbraucher laden Stromkontingente auf "Prepaid-Karten" oder beziehen ihr Guthaben online.

Damit soll verhindert werden, dass sich Monat für Monat Stromschulden auftürmen, die dann zur Sperre und noch höheren Kosten führen. Die Versorger bekämen ihr Geld, die Verbraucher müssten nicht auf Strom verzichten und würden achtsamer und sparsamer mit ihrem Verbrauch umgehen.

Klar: Da wird der Kühlschrank dann hin und wieder schon mal für ein paar Tage abgestellt, der Herd in der Küche bleibt öfter mal kalt und der Wäscheberg wächst bis zur Zimmerdecke weil auch die Waschmaschine den Dienst verweigert, wenn man ihr aus lauter Achtsamkeit den Strom vorenthält. Hauptsache, dass für den Computer noch genug Strom-Guthaben übrig bleibt, um am Monatsbeginn - nach Abzug aller laufenden Verpflichtungen - mit dem noch verfügbaren Budget online das Guthaben für die Prepaid-Karte aufstocken zu können

Wer schon heute so wenig Geld zur Verfügung hat, dass er seine Stromrechnung nicht begleichen kann, dem wird es zukünftig auch nicht besser gehen. Den Betroffenen wäre mit einer Prepaid-Karte wohl kaum geholfen.

Mit einer Frist von etwa 10 Jahren würden die Energieversorger dazu verpflichtet werden, ihre Stromzähler umzurüsten. Beim Gedanken an den mit der flächendeckenden Umrüstung auf Prepaid-Stromzähler verbundenen Umsatz werden sich die Hersteller und die potentiell mit dem Einbau beauftragten Elektriker sicher heute schon freudig die Hände reiben. Die damit verbundenen Kosten werden aber wohl kaum diejenigen tragen wollen, die sich den Blödsinn ausgedacht haben.

Irgendwie muss das aber wohl ernst gemeint sein. Immerhin beruft sich das Handeslblatt in seinem Artikel vom 11.11.2013 auf die Aussagen mehrerer Politiker - sowohl aus dem schwarzen, wie auch aus dem roten Lager.


Für die zügige Umsetzung der Energiewende

Ohne den ständigen Druck von der Straße wird sich auch bei einer Beteiligung der SPD an einer von der CDU geführten Großen Koalition nichts daran ändern, dass die Energiewende weiterhin künstlich ausgebremst wird.

Deshalb ruft ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) für Samstag, den 30.11.2013, zu einer Demonstration in Berlin unter dem Motto "Energiewende retten – Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!" auf. Aus unserer Gegend besteht die Möglichkeit, mit Bussen nach Berlin zu fahren, die von Anti-AtomOldenburg organisiert werden.

Appell an Frau Kraft
Außerdem haben bereits 113000 Menschen den vom demokratischen Netzwerk Campact initiierten Appell an Frau Kraft unterzeichnet, mit dem sie aufgefordert wird, dafür zu sorgen, dass die regenerativen Energien konsequent weiter ausgebaut werden, keine neuen Subventionen für Kohlekraftwerke geschaffen werden und nur noch Unternehmen von den Kosten der Energiewende entlastet werden, die durch diese in eine bedrohliche Wettbewerbssituation geraten, sowie dass mit einem Klimaschutzgesetz die CO2-Emissionen konsequent reduziert werden und verbindliche Klimaschutzziele festgelegt werden. - Es dürfen gerne noch ein paar Unterstützer mehr werden: Hier gehts zum Online-Appell ...

Zum Weiterlesen




(Quellen: Handeslblatt vom 11.11.2013, Kieler Nachrichten vom 10.11.2013, Süddeutsche Zeitung vom 09.11.2013, Die Welt vom 09.11.2013, Frankfurter Rundschau vom 09.11.2013 und vom 08.11.2013, Klimaretter Info vom 09.11.2013, BUND - Pressemitteilung vom 25.10.2013, Deutsche Umwelthilfe - Pressemitteilung vom 21.10.2013, Greenpeace - "Aktionsprogramm flexible Kapazitäten" vom 11.10.2013 - "Schwarzbuch Kohlepolitik" [April 2013] und "Der Plan", Zusammenschluss mehrerer NGOs - "Charta zur sozial gerechten Energiewende" [Oktober 2013], Campact 5-Minuten Info "Kohle-Kraft stoppen", Wikipedia, Umweltinstitut München)

Samstag, 9. November 2013

Im Schneckentempo: UN-Klimagipfel & Energiewende

Thermografie Giebelseite
Klimawandel: Vielfach ungenutzte Potentiale zur Reduzierung von CO2-Emissionen
© Foto: BuLService (CC: BY-SA)
Spätestens seit der Veröffentlichung des IPCC-Klimareports 2007 steht fest, dass die heute lebenden Generationen ihre CO2-Emissionen drastisch reduzieren müssen, wenn sie den nachfolgenden Generationen keinen unbewohnbaren Planeten hinterlassen wollen. Mit der aktuellen Veröffentlichung des darauffolgenden IPCC-Klimareports 2013 wird die Notwendigkeit zum schnellen und entschlossenen Handeln der Weltgemeinschaft noch einmal bekräftigt!

Im Vorfeld der diesjährigen Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP19), die vom 11. bis zum 22. November 2013 in Warschau (Polen) stattfinden wird, wurde zwar viel darüber geredet, dass endlich weltweit verbindliche Maßnahmen für den gemeinsamen Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe vereinbart werden sollen, aber nach den "Ergebnissen" der UN-Klimagipfel, die seit 2007 stattfanden, sind meine diesbezüglichen Erwartungen eher gedämpft.

Auch die Internetseite des "Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit" (BMU) trägt nicht gerade dazu bei, große Hoffnungen zu wecken (Zitat): "Ziel der Konferenz ist die Vorbereitung eines umfassenden Klimaschutzabkommens, das Verpflichtungen für alle Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer enthält und spätestens 2020 in Kraft treten soll." Angesichts besorgniserregender Veränderungen aufgrund des Klimawandels, die schneller eintreten, als vor 2007 noch angenommen wurde, wird auf internationaler, ebenso wie auch auf nationaler Ebene, in fahrlässiger Weise Zeit vergeudet, die uns möglicherweise später fehlen wird.

Mir ist durchaus bewusst, dass es mit der Finanzkraft der Bürger auch nicht unbedingt zum Besten bestellt ist. Da aber ohne den "Druck von der Straße" seitens der Politik nicht sehr viel zu erwarten ist, sind es gerade die privaten Initiativen der Bürger, auf denen derzeit meine größte Hoffnung liegt, wenn es um die Energiewende und die Umsetzung effektiver Maßnahmen gegen den Klimawandel geht.

Anlass dafür ist die Erkenntnis, dass die regenerativen Energiequellen heute nicht den hohen Anteil an der Energieversorgung hätten, wenn die Bürger nicht auf eigene Initiative so viele kleine private dezentrale Anlagen zur Stromerzeugung installiert hätten. Neben dem Umbau der Energieversorgung - weg von Atomstrom und fossilen Energieträgern, hin zu regenerativen Energiequellen - und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von elektrischen Geräten und Verbrennungsmaschinen oder dem Umbau des Individualverkehrs, bietet die thermische Dämmung von Wohngebäuden, die mit fossilen Brennstoffen beheizt werden, ein weiteres großes CO2-Einsparpotential.


Den Wärmeverlusten auf der Spur

Zu dieser Thematik gibt es demnächst in Bremerhaven eine interessante Veranstaltung, bei der die Teilnehmer - sozusagen "hautnah" - erfahren können, wie es um die thermischen Verluste der Gebäude in ihrem Umfeld bestellt ist. Bremerhavener Energie Experten, die mit ihrer Thermografie-Kamera Wärmestrahlung sichtbar machen, vermitteln interessierten Bürgern während eines abendlichen Spaziergangs einen Eindruck davon, wo die Quellen für Wärmeverluste an Gebäuden zu finden sind.

Derartige Kenntnisse über Schwachstellen am eigenen Haus sind eine gute Voraussetzung für die Planung gezielter Maßnahmen, mit denen der Energieverlust eingedämmt und somit auch die CO2-Emissionen gemindert werden können.

Im Anschluss an den Spaziergang stellen die Energie Experten die Technik der Thermografie in gemütlicher Runde näher vor. Nachdem die während des Spaziergangs entstandenen Aufnahmen gemeinsam ausgewertet worden sind, werden abschließend einige Fallbeispiele diskutiert.

Für die Teilnahme bitten die Veranstalter "energiekonsens", "Volkshochschule Bremerhaven" (VHS) und "Eigentümergemeinschaft Lehe e.V." (ESG-Lehe) um eine Voranmeldung. Details dazu finden sich auf der Internetseite der VHS-Bremerhaven.

Den Wärmeverlusten in Lehe auf der Spur
  • Am: 21.11.2013
  • Um: 20 Uhr

    Treffpunkt:
    Pausenhof Lehe (Eupener- /Potsdamer Straße)

    Teilnehmerbeitrag: 5 Euro

    Für die zügige Umsetzung der Energiewende

    Wer kein Haus besitzt, das er energetisch sanieren könnte, kann sich aber auch anders aktiv für die Energiewende und den Klimaschutz einsetzen. Solange die politischen Rahmenbedingen nicht stimmen, wird es für Bürger mit geringem finanziellem Spielraum schwer bleiben, selbst aktiv zu werden. Ohne den ständigen Druck von der Straße wird sich daran auch bei einer Beteiligung der SPD an einer von der CDU geführten Großen Koalition nichts ändern.

    Deshalb ruft ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) für Samstag, den 30.11.2013, zu einer Demonstration in Berlin unter dem Motto "Energiewende retten – Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!" auf. Aus unserer Gegend besteht die Möglichkeit, mit Bussen nach Berlin zu fahren, die von Anti-AtomOldenburg organisiert werden.

    Zum Weiterlesen
    KLIMAWANDEL 2013 - Physikalische Grundlagen
    Hauptaussagen aus der Zusammenfassung
    für politische Entscheidungsträger




    (Quellen: ESG-Lehe, VHS-Bremerhaven, energiewende-demo.de, Anti-AtomOldenburg, COP19, BMU, IPCC - Deutsche Koordinierungsstelle, Wikipedia)

    Freitag, 8. November 2013

    Aufruf zur Einführung bundesweiter Volksentscheide

    Volksentscheid jetzt bundesweit!

    In den derzeit stattfindenden Koalitionsgesprächen haben sich die SPD und die CSU für mehr direkte Demokratie ausgesprochen. Die CDU blockiert diesen Vorstoß jedoch.

    Einem Artikel der "Zeit" vom 06.11.2013 zufolge fordert Herr Seehofer (CSU, Parteivorsitzender) mehr Volksbeteiligung in Deutschland. Macht und Größe der Großen Koalition würfen die Frage auf, wie man die Bevölkerung angemessen beteiligen könne. Herr Seehofer will Plebiszite auf Bundesebene einführen (Zitat): "Darüber müssen wir reden."

    In einem Statement zu einer aktuellen die E-Mail-Aktion hat sich auch Herr Gabriel (SPD, Parteivorsitzender) bereits ausdrücklich für den bundesweiten Volksentscheid ausgesprochen (Zitat):
    "Ich habe in den letzten Tagen viele Mails über die Initiative 'Mehr Demokratie e.V.' bekommen, in denen ich gebeten wurde, die Forderung der SPD nach bundesweiten Volksentscheiden in den Koalitionsverhandlungen durchzusetzen. Vielen Dank für die Unterstützung! Das Thema wird federführend von Thomas Oppermann in der Arbeitsgruppe 'Innen und Recht' bearbeitet. Er hat ja auch schon angekündigt, dass diese SPD-Forderung ein Schwerpunkt der Verhandlungen sein wird. Ich bin seit langem der Überzeugung, dass bundesweite Volksentscheide sinnvoll sind.

    Wir als SPD haben uns auch in unserem Regierungsprogramm dafür ausgesprochen: 'Wir wollen mehr Mitwirkungsrechte der Menschen bei der politischen Willensbildung. Dazu werden wir auch auf Bundesebene Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide einführen. Für die notwendige Mehrheit einer Grundgesetzänderung werden wir bei den anderen Fraktionen werben.'

    Sollte es zu einer Großen Koalition kommen, wäre die Einführung von plebiszitären Elementen im Grundgesetz aus zwei Gründen besonders dringlich: Zum einen, weil eine Große Koalition die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat organisieren könnte. Zum anderen, weil viele Menschen einer Großen Koalition allein schon wegen der großen Zahl ihrer Abgeordneten skeptisch gegenüberstehen.

    Wenn die Bevölkerung die Möglichkeit hätte, Entscheidungen der Bundestagsmehrheit per Volksabstimmung zu revidieren, könnte das neues Vertrauen schaffen. Die SPD wird in sich den laufenden Verhandlungen mit aller Kraft für Volksentscheide auf Bundesebene einsetzen. Ich gehe aber davon aus, dass das schwierige Verhandlungen mit der Union werden. Umso wichtiger ist Unterstützung in der Öffentlichkeit."

    Sigmar Gabriel (Parteivorsitzender der SPD)


    Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitits Emnid zufolge wollen 87 Prozent der Deutschen, ebenso wie ihre Nachbarn in der Schweiz, direkt per Volksabstimmung über strittige Fragen entscheiden. Wenn die Befürworter den Entsprechenden Rückhalt aus der Bevölkerung vorweisen könnten, wären bundesweite Volksentscheide durchsetzbar.

    Das demokratische Netzwerk "Campact" hat deshalb gemeinsam mit dem Verein "Mehr Demokratie e.V.", dem "Omnibus für Direkte Demokratie" und der Petitionsplattform "openPetition" einen Aufruf zur Einführung des bundesweiten Volksentscheids gestartet. Der Aufruf kann von jedem, der diese Bestrebungen unterstützen möchte, auf der Internetseite von Campact online unterzeichnet werden.


    (Quellen: Die Zeit vom 06.11.2013, Volksentscheid.de vom 27.03.2013, Campact, Mehr Demokratie e.V., Omnibus für Direkte Demokratie, openPetition)

    Donnerstag, 7. November 2013

    Holger Strohm über die Folgen des Atomzeitalters

    KenFM im Gespräch mit: Holger Strohm - Teil 1 (31.10.2013)

    Ende Oktober /Anfang November 2013 führte Ken Jebsen (KenFM) ein Interview mit Holger Strohm, einem Urgestein der Anti-Atomkraft Bewegung. Darin spannt Herr Strohm einen weiten Bogen vom Beginn des Atomzeitalters in New Mexiko (USA) und den daraufhin folgenden Atombombenabwürfen über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki, von den Grundlagen für die Atomindustrie in Deutschland über den ersten weltweit bekannt gewordenen Super-GAU des Atomzeitalters im Atomkraftwerk "Tschernobyl" (26.04.1986, Ukraine) bis hin zum mehrfachen Super-GAU in der Atomkraftanlage "Fukushima-I" (Dai-ichi) in Japan am 11.03.2011.

    Das zweiteilige Interview - insgesamt kommt es auf Spielfilmlänge - anzuschauen, nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, aber man bekommt dafür einen breiten Einblick in die Thematik, und erfährt, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass wir unsere eigene Sicherheit, Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder, Enkel und Kindeskinder aufs Spiel setzen, indem wir die Atomindustrie seit Jahrzehnten mit zig-Milliarden subventionieren. Zu kritisieren wäre allerdings, dass Herr Jebsen seine Fragen anfangs immer so formuliert, als wäre Deutschland bereits aus der Nutzung der Atomenergie ausgestiegen. Dass aber nach dem Willen Bundesregierung unter Frau Merkel (CDU, CSU und FDP) neun Atomkraftwerke noch bis 2022 in Betrieb bleiben sollen, der Austieg damit also noch längst nicht vollzogen, geschweige denn umumkehrbar ist, stellt Herr Strohm leider erst zu einem späteren Zeitpunkt im Interview richtig.

    Im Verlauf des Interviews spricht Herr Strohm auch über die Verwüstungen und radioaktiven Kontaminationen in den Uranabbaugebieten und die von den "Brennstäben" ausgehenden Gefahren - die selbst dann noch nicht gebannt sind, wenn die "abgebrannten Brennelemente" aus dem Atomreaktor entnommen werden und im Abklingbecken zwischengelagert werden(!) - und die Atommüllaufbereitung, sowie über die davon ausgehende, bis heute andauernde systematische radioaktive Kontamination der Meere.


    KenFM im Gespräch mit: Holger Strohm - Teil 2 (02.11.2013)

    Deutlich wird dabei ebenfalls, dass mit den aus unserem Atommüll hergestellten Waffen, mit ihren panzerbrechenden Hüllen aus Uran 238, weite Gebiete in den heutigen Kriegsgebieten radioaktiv kontaminiert wurden (und weiterhin werden!) - auch wenn es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Japan zu keinen weiteren Angriffen mit Atombomben oder -sprengköpfen gekommen ist. Herr Strohm erklärt, dass der Uranmantel der Geschosse beim Einsatz Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius ausgesetzt ist. Dabei entstehen radioaktive Nanopartikel, die von Wind und Regen verbreitet werden.

    Über die Atmung und die Nahrung werden diese radioaktiven Substanzen von den Menschen inkorporiert und verrichten dort ihr zerstörerisches Werk - oftmals über längere Zeiträume. Menschen, die sich nach einem Angriff schon in Sicherheit wähnten, sterben so oftmals noch an den Spätfolgen des Einsatzes radioaktiver Waffen - oder an Unfällen im Zusammenhang mit dem Einsatz der sogenannten "friedlichen" Atomenergie zur Stromerzeugung.
    • Die Propaganda der Atomindustrie und ihrer politischen Handlanger, die friedliche Nutzung der Atomkraft sei CO2-frei und schütze daher das Klima - sei somit also umweltfreundlich - wird aufgrund der dadurch angerichteten, irreperablen Schäden ad absurdum geführt. Atomkraft ist weder friedlich, noch klima- und umweltschonend!

    Die letzte Bundesregierung (CDU, CSU und FDP) hat beschlossen, dass Deuschland sich noch neun weitere Jahre an diesem - wie Herr Strohm es ausdrückt: '.. größten denkbaren Verbrechen an unseren Nachkommen.' - beteiligen wird. Dieser Beschluss war nur infolge der Billigung bzw. der Zustimmung seitens der Grünen und der SPD möglich. Dass der Atomausstieg und der Umbau der Energieversorgung in Deutschland auch schneller zu bewerkstelligen wäre, belegen mehrere von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Auftrag gegebene Studien (BUND: Bis 2014, also bereits im nächsten Jahr!; Greenpeace: Bis 2015). Selbst eine Studie des - anti-atompolitisch eher unverdächtigen - Umweltbundesamtes (UBA) war im Mai 2011 zu dem Ergebnis gekommen, dass der Atomausstieg bis 2017 umsetzbar wäre ... - Dann wäre es immerhin in vier Jahren soweit gewesen (!) - wenn es den politischen Willen dazu gegeben hätte ...


    Für die zügige Umsetzung der Energiewende

    Ohne den ständigen Druck von der Straße wird sich daran auch bei einer Beteiligung der SPD an einer von der CDU geführten Großen Koalition nichts ändern.

    Deshalb ruft ein breites Bündnis von NGOs für Samstag, den 30.11.2013, zu einer Demonstration in Berlin unter dem Motto "Energiewende retten – Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!" auf.




    (Quellen: KenFM, BUND, Greenpeace, UBA, .ausgestrahlt, Wikipedia )

    Dienstag, 5. November 2013

    China, Tibet und der UN-Menschenrechtsrat

    Die Machthaber Chinas streben die Mitgliedschaft "ihres" Landes im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) an - angesichts der seit jahrzehnten praktzierten Menschenrechtsverletzungen an Andersdenkenden aus "ihrem" Volk ist das in meinen Augen der blanke Hohn.
    • China ist weltweit das Land mit der mit Abstand größten Anzahl bekannter, vollstreckter Todesurteile. Nach Angaben der internationalen Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" lassen sich für den Zeitraum 1990 bis 2008 mehr als 58500 Todesurteile und über 32000 Hinrichtungen dokumentieren. Da Zahlen über die Exekutionen aber nicht veröffentlicht werden, dürfte die Dunkelziffer noch erheblich höher liegen.
    • Die Rechte ganzer Volksgruppen annektierter, ehemals souveräner Staaten, wie diejenigen der Uiguren oder der Tibeter, werden systematisch verletzt.
    • Die alte Religion der Tibeter wird unterdrückt.
    • Im Jahre 2009 bezeichnete der Dalai Lama die Situation der Tibeter als "Hölle auf Erden".
    • Über 120 Menschen haben sich das Leben genommen, indem sie sich aus Protest gegen die erdrückende chinesische Besetzung selbst verbrannt haben.
    • Journalisten wird die Einreise nach Tibet verboten. Ausnahmen gibt es gelegentlich für "geführte" Gruppen zu Propagandazwecken, wie beispielsweise im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking.

    China verspürt bereits den Druck der Weltöffentlichkeit: 13 Regierungen haben kürzlich auf die Menschenrechtslage in Tibet hingewiesen. In einem beispiellosen Solidaritätsbeweis haben Kanada, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Japan, Neuseeland, Polen, die USA, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Schweden, Island und Österreich China dazu aufgefordert, die Versammlungs-, Religions- und Vereinigungsfreiheit in Tibet zu sichern. - Und das nur wenige Tage, nachdem ein spanischer Gerichtshof den ehemaligen chinesischen Präsidenten wegen Völkermord in Tibet angeklagt hat!


    Freiwillig wird China sich nicht bewegen

    Um in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gewählt zu werden, braucht China die Unterstützung der Weltgemeinschaft. Chinas Machthaber versuchen, ihre Rechtsverletzungen mit Hilfe einer intensiven Kampagne zu verschleiern, um andere Länder davon zu überzeugen, China in den UN-Menschenrechtsrat zu wählen (unter anderem darüber berichtete die englische BBC am 22.10.2013). Für die Wahl sind mindestens 97 Stimmen notwendig.

    Es mag ja sein, dass die Machthaber in Peking mit ihrem Unterdrückungsapparat innerhalb Chinas erfolgreich sind, aber außerhalb ihres Riesenreiches lassen sich die Menschen dadurch nicht so leicht täuschen. Mit ihrer verfehlten "Menschenrechts"-Politik und ihren Repressalien gegen andersdenkende Menschen  - nicht nur in Tibet! - fügen sie nicht nur "ihrem" Volk, sondern letztlich auch dem Ansehen Chinas in der Weltöffentlichkeit erheblichen Schaden zu.

    Letztlich ist es nicht die Einhaltung der Menschenrechte, sondern die Aussicht auf Milliardengewinne international tätiger Konzerne, deretwegen Regierungsvertreter demokratischer Staaten ihre eigenen Ansprüche bezüglich des Schutzes der Menschenrechte verraten. Unter anderem zählen dazu auch Konzerne mit Sitz in Deutschland und deren politischen Handlanger in der Bundesregierung.

    Die Menschen in Tibet leiden unter der brutalen Herrschaft Chinas. Sie sehnen sich nach einem Wandel, den sie jedoch aus eigener Kraft nicht herbeiführen können. - Niemand kann derart große Veränderungen alleine bewirken.

    Um Chinas Machthaber zu einem Kurswechsel zu bewegen, wird es deshalb notwendig sein, auf internationaler Ebene erheblichen Druck aufzubauen. Das internationale demokratische Netzwerk AVAAZ hat deshalb eine Petition initiiert. AVAAZ wird die Petition an entscheidende UN-Delegationen überreichen und in den Medien für Aufsehen sorgen, sobald diese von einer Million Menschen unterstützt wird. Hier ist der Text im Wortlaut:
    Als Bürger und Bürgerinnen, die über die fortwährende und systematische Unterdrückung der tibetischen Menschen besorgt sind, fordern wir Sie dazu auf, von China konkrete und messbare Verpflichtungen zu verlangen, während das Land sich um Stimmen zur Aufnahme in den UN-Menschenrechtsrat bemüht. Zu den Verpflichtungen zählen: Das Recht auf freie Meinungsäußerung, Religions-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit, sowie eine vollständige Ermittlung der Fälle, in denen Menschen verschwunden sind und Zugang für UN-Ermittler. Helfen wir China, zu einem Menschenrechtsverfechter zu werden, der seinen Sitz im Rat auch verdient hat.

    Die Petition kann auf der Internetseite von AVAAZ online unterzeichnet werden.



    Zum Weiterlesen:
    • Amnesty Report 2012:
      - China


    (Quellen: AVAAZ - E-Mail Verteiler, Deutsche Welle vom 22.10.2013, Tagesspiegel vom 22.10.2013, BBC vom 22.10.2013, Die Welt vom 11.10.2013, Spiegel vom 08.10.2013, Tibet Initiative Deutschland, Tagesspiegel vom 12.10.2012, Amnesty International 2012, Deutschlandradio vom 05.10.2011, Süddeutsche Zeitung vom 09.10. und vom 17.05.2010, RP Online vom 10.03.2009, Franz Alt - Sonnenseite, Gesellschaft für bedrohte Völker )

    Montag, 4. November 2013

    Ein feuriger Abend in Lehe

    Laternenumzug der ESG-Lehe 2012
    Im letzten Jahr knüpfte die Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe e.V. (ESG-Lehe) zum ersten Mal an die alte Tradition abendlicher November Spaziergänge an, bei denen die Kinder mit ihren Papier-Laternen vorangingen. Eine Drehorgel sorgte dabei stilgemäß für die musikalische Begleitung der traditionellen Laterne-Lieder.

    Auch bei der diesjährigen Neuauflage der Veranstaltung werden Morgen Abend wieder viele Kinder mit ihren Laternen auf ihrem Weg durch das Goethe-Quartier für leuchtende Augen ihrer Erwachsenen Begleiter sorgen, wenn deren Erinnerungen an ihre eigene Kindheit zurückkehren. Im Anschluss an den Laternenumzug wird die Gruppe "Capporello" den Abend auf dem "Pausenhof Lehe" mit ihrem mittelalterlichen Feuerspektakel ausklingen lassen.

    • Laternenumzug
      • Am 05.11.2013
      • Um 17 Uhr
        Treffpunkt: Ernst-Reuter-Platz
    • Feuerspektakel
      • Am 05.11.2013
      • Um 18 Uhr
        Auf dem Pausenhof Lehe
        (Eupener-, Ecke Potsdamer Straße)
    Den Flyer zur Veranstaltung gibt es hier.

    Sonntag, 3. November 2013

    Herbstliche Tage in Bochum

    Bochum (Witten-Heven)
    Ich war für einige Tage zu Besuch bei meiner Tochter in Bochum. Dort ist es stellenweise recht bergig. Von höheren Punkten im Gelände bietet das herbstlich gefärbte Laub der Bäume doch einen anderen Anblick, als bei uns im Flachland. Hier sind einige Impressionen davon zu sehen ...


    Abendstimmung am Kemnader See
    Die Wohnung meiner Tochter liegt außerhalb des Zentrums von Bochum. Von dort ist es nicht sehr weit bis zum Kemnader See. Gegen Abend leuchtete das bunte Laub der Bäume am gegenüber liegenden Ufer im Licht der tiefstehenden Sonne.


    Wildgänse rasten auf der Ruhr
    Auch wenn die Bergbau- und Industrie-Metropole "Ruhrgebiet" etwas anderes assiziiert: Die Ruhr, nach der die ganze Region benannt wurde, ist schon seit langem kein "Indusriefluss" mehr. Bei Bochum fließt sie durch einen Teil des Kemnader Sees.

    Ausblick vom Förderturm des Deutschen Bergbaumuseums
    Wenn man in der Gegend ist, dann lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch im Deutschen Bergbaumuseum. Neben den Ausstellungshallen gibt es dort ein "Schaubergwerk". Nach dem Rundgang unter Tage geht es mit einem Fahrstuhl direkt hinauf auf die Aussichtsplattform des Förderturms.

    Von dort aus hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und die Umgebung. Wenn man - so wie ich - mit dem Begriff "Ruhrgebiet" staubige Industrieflächen und triste Bergbausiedlungen verbindet, dann ist man überrascht darüber, wieviel Grün es in Bochum gibt.