Freitag, 27. März 2009

Neubauten im gründerzeitlichen Lehe


Neubau Goethestraße, Ecke Adolfstraße

An einigen Stellen im von gründerzeitlicher Architektur geprägten Leher Ortsteil Goethestraße wurden Baulücken mit schlichten Neubauten aufgefüllt. Diese wirken im Gesamtbild ihres Umfelds wie störende Fremdkörper. Das hat seine Ursache sicher oft darin, dass nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl der Wohnraum als auch das Geld für den Wiederaufbau knapp waren: Es mussten schnell viele "billige" Wohnungen gebaut werden. Ästhetik wird damals eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben.



Negatives Beispiel: Neubau Eupener Straße 36/38

Es gibt aber auch Negativ Beispiele von Neubauten die erst später in den 60er/70er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden sind. In dieser Zeit dürften die Zwänge der ersten Jahre nach dem Krieg keine Rolle mehr gespielt haben. Trotzdem nahmen die Architekten keine Rücksicht auf das bauliche Umfeld.



Goethestraße 33: In die Umgebung integrierter Neubau

Das Haus Goethestraße 33 ist dagegen ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man es auch besser machen kann. So mancher Spaziergänger wird schon zweimal hinsehen müssen, bevor es ihm auffällt, dass das blaue Haus ein Neubau in einer Zeile aus alten Gründerzeithäusern ist.

Kommentare:

Leher Butjer/Weserkrabbe hat gesagt…

Ja, es gibt einige Bausünden, auch bei unserem Haus sind ja die untere Fassade und die großen Fenster nicht gerade im passenden Baustil im Laufe der Zeit geändert worden. Aber damals hat man eben andere Prioritäten gesetzt. Man wollte mehr Licht in den Wohnungen und unten sollte es möglichst einfach zu reinigen sein.
Im Nachhinein nicht schön, aber nun müssen wir damit leben.
lieben Gruss
Brigitte

juwi hat gesagt…

Hallo Brigitte,

gäbe es vielleicht irgendwelche finanzielle Fördermöglichkeiten für einen Rückbau bzw. eine optische Anpassung der Erdgeschossfassaden solcher Häuser? Das wäre ja vielleicht auch für andere Häuser mit Geschäftsräumen im Viertel eine interessante Fragestellung, wenn es um die Aufwertung und Wiederbelebung der Hafenstraße als Leher Geschäftszentrum geht (sofern das gegen den Widerstand der Großen Koalition mit ihren destruktiven Marktansiedlungsplänen noch möglich ist). Vielleicht wäre das ja auch ein Thema für das Projekt ESG-Lehe. Wenn man die Einzelhändler dafür begeistern könnte, und die sich gemeinsam dafür stark machen würden, dann wäre das vielleicht eine Chance für die Hafenstraße. Meine solidarische Unterstützung dafür wäre ihnen sicher.

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