Freitag, 25. Juli 2008

Hochradioaktiver Müll in Asse-II?

Wenn sich als wahr herausstellen sollte, was am 24.07.2008 auf
Seite 23 der Nordsee-Zeitung zu lesen war, dann wäre das ein Atom-Skandal erster Klasse.


Ein Physiker, der seinen Namen nicht öffentlich bekannt geben will, hat gegenüber der Nordsee-Zeitung behauptet, das im "Versuchsendlager für schwach bis mittelradioaktiven Atommüll" Asse-II in den 1970er Jahren auch hochradioaktiver Atommüll aus der früheren "Kernforschungsanlage Jülich" (seit 1990 "Forschungszentrum Jülich") eingelagert wurde. Unter diesen Umständen wäre das "Versuchsendlager für schwach bis mittelradioaktiven Atommüll" plötzlich ein "Endlager für hochradioaktiven Atommüll".

Der Physiker gehörte der aus Mitgliedern mit fachlichem Hintergrund bestehenden "Asse Gruppe" an, die mit Besuchergruppen in das Bergwerk einfuhren. Die Messungen der "Asse Gruppe" seien präziser gewesen als die der Betreiber. Vor dem Hintergrund, dass das "Forschungszentrum Jülich" Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft ist, dessen Zentrum das "Versuchsendlager" im ehemaligen Salzbergwerk Asse-II betreibt, wäre es nicht sehr abwegig, wenn die Behauptung des Physikers eines Tages bestätigt werden würde. Hochradioaktiver Atommüll gibt hohe Wärmemengen ab, welche nach Aussage des Physikers die Kristallstruktur des Salzes auflöst. Durch auf diese Weise hervorgerufene Beschädigungen am Salzstock, sei auch die Herkunft der radioaktiven Lauge im Bergwerk erklärbar.

Bisher ist das alles die Behauptung eines Unbekannten. Die Behauptung ist jedoch meiner Meinung nach so brisant, dass ihr unbedingt nachgegangen werden muss.

Außerdem muss die von den Betreibern der Anlage beabsichtigte Flutung verhindert werden. Nach einer Flutung wären weitere Nachforschungen unmöglich, und mögliche Schäden am Salzstock nicht mehr nachweisbar. Wenn es solche Schäden gäbe wäre es durchaus möglich, dass der radioaktive Müll irgendwann mit der Flüssigkeit in die oberen Erdschichten gelangt. Ein solcher Schaden wäre dann nicht mehr zu beheben.

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