Donnerstag, 11. März 2010

51. Jahrestag des Aufstands in Tibet


Ich träume von Tibet

Gestern vor 51 Jahren kam es in Tibet zum Volksaufstand gegen die chinesischen Besatzer. Mehrere tausend Tibeter versammelten sich damals vor dem Palast des Dalai Lama in Lhasa, um ihn vor der drohenden Verhaftung durch die Chinesen zu schützen.

Der tibetische Volksaufstand wurde innerhalb weniger Tage von der chinesischen Armee niedergeschlagen. 87000 Menschen sollen dabei getötet worden sein. Dem Dalai Lama gelang in den Wirren der Unruhen die Flucht ins indische Exil ... >>> weiterlesen >>>


51 Jahre später hissten gestern erneut 1056 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland an ihren Rathäusern, öffentlichen Gebäuden und ihren Internetseiten die Flagge Tibets. Sie bekräftigen damit einmal mehr das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität.

Wie der östereichische "Standard" gestern berichtete, richteten die Machthaber in Peking auch am 51. Jahrestag des Volksaufstands der Tibeter wieder scharfe Attacken gegen den im Exil lebenden Dalai Lama. Der chinesische KP-Chef in Tibet, Zhang Qingli, habe den Friedensnobelpreisträger
am Mittwoch vor weiteren Versuchen gewarnt, "Chaos" in Tibet zu erzeugen. Herr Zhang habe in einem in Peking veröffentlichten Interview erklärt, die "antichinesischen Kräfte und die Dalai-Clique" seien durch nichts von ihrem Vorhaben abzubringen, "die Stabilität und Harmonie in Tibet zu erschüttern".

Es zeugt schon von einer großen Hilfslosigkeit und einer tiefen Furcht vor einem gewaltlosen Friedensnobelpreisträger, wenn den chinesischen Machthabern seit Jahrzehnten nicht besseres einfällt, als jedes Jahr aufs neue zu ihrer eigenen Beruhigung die gleiche peinliche Hetzpropaganda gegen den Dalai Lama abzuschießen.




(Quelle: Tibet Initiative Deutschland e.V, der Standard vom 10.03.2010)

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