Mittwoch, 3. Juni 2009

Wirtschaftskrise hält Häfen im Griff


Container-Terminal Bremerhaven: Ein Bild aus besseren Zeiten

Die guten Zeiten in den Bremerhavener Häfen sind vorerst vorbei. Die weltweite Wirtschaftskrise drückt auf die Umschläge. Dadurch fällt weniger Arbeit an, und das gefährdet die Arbeitsplätze in den Häfen.

Am Bremerhavener Autoterminal wird jetzt mit Kurzarbeit begonnen. Die Krise der Automobilindustrie trifft diesen bisher boomenden Teil des Hafengeschäfts mit jährlichen Zuwächsen besonders hart. Wenn die Autotransporter nach Bremerhaven kommen, dann könnte man auf den ersten Blick meinen, es laufe alles wie gewohnt. Wer zu anderen Zeiten durch den Hafen fährt, merkt jedoch, dass oft Flaute herrscht. Im Mittel wurden von Januar bis April diesen Jahres 52 Prozent weniger Autos umgeschlagen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Containerumschlag im Mittel der Monate Januar bis April in diesem Jahr um 22 Prozent geringer aus. Mit ungefähr 2600 Schiffen kamen in den ersten vier Monaten dieses Jahres 17 Prozent weniger Frachter nach Bremerhaven als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Im Bereich des Containerumschlags gibt es schon Kurzarbeit. Ob sich die Krise damit überbrücken lässt, bis es irgendwann wieder aufwärts geht, kann heute noch niemand sagen.

Aus den Zeiten des Niedergangs der Bremerhavener Werften und der Deutschen Hochseefischerei sind die möglichen Folgen langanhaltender Wirtschaftskrisen in Bremerhaven bekannt: Durch steigende Arbeitslosigkeit bedingte geringere Kaufkraft wirkt sich zeitverzögert irgendwann auch auf Zulieferbetriebe, Ver- und Entsorger, den Einzelhandel und andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens aus. Ich hoffe für Bremerhaven, dass die in die Entwicklung des Tourismus gesetzten Hoffnungen sich erfüllen werden, und dass die imensen Investitionen in diesen Bereich, wie von vielen erhofft, wenigstens positive Nebenwirkungen auf die Umsätze des Bremerhavener Einzelhandels haben werden. Allerdings wird die Zahl der Bremerhavener Gäste ebenfalls davon abhängig sein, ob sich die Menschen in Anbetracht der anhaltenden Krise noch einen Urlaub an der Nordseeküste oder einen Wochenendreise nach Bremerhaven leisten können.

(Zahlen: Nordsee-Zeitung vom 02.06.2009)

1 Kommentar:

Katinka hat gesagt…

Hallo Juwi,
ja es ist wirklich schlimm....sie Krise greift um sich und macht vor wenigem noch halt.
Es kann eigentlich nur jeder für sich hoffen, das einigermaßen gut zu überstehen.
Liebe Grüße
Katina

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