Mittwoch, 18. April 2012

Petition gegen CISPA - Klappe: Die Zweite ...

Am 06.04.2012 hatte ich schon einmal über eine neue Gesetzesvorlage geschrieben, mit der US-Kongressabgeordnete den USA einen Freibrief für die willkürliche Zensur des Internets verschaffen könnten. Nach SOPA, PIPA und ACTA ist der "Cyber Intelligence Sharing and Protection Act" (CISPA) innerhalb kürzester Zeit ihr neuester Angriff auf die Freiheit des Internets.

Anfang des Monats hatte das internationale demokratische Netzwerk AVAAZ deswegen eine Online Petition an die Abgeordneten des US-Kongresses initiiert. Jetzt folgt die nächste Petion in dieser Angelegenheit an die international agierenden Internetkonzerne "Facebook", "Microsoft" und "IBM". Der Hintergrund: Diese Konzerne wären eine unerschöpfliche Quelle für private Daten ihrer Kunden. Sie sind laut AVAAZ entscheidende Unterstützer von CISPA und würden diese Daten und alles was ihre Kunden online unternehmen an Behörden der US-Regierung weitergeben.

Post- und Fernmeldegeheimnis? Schutz unserer Privatsphäre? Alles das wäre Schnee von gestern. AVAAZ setzt deshalb mit einer zweiten Petion an die genannten Konzerne nach. Sie lautet:
"An Facebook, Microsoft und IBM:

Als beunruhigte Kunden auf der ganzen Welt rufen wir Sie dazu auf, Ihre Unterstützung für die die Gesetzesvorlage zur Cyberkriminalität (Cyber Intelligence Sharing and Protection Act, CISPA) sofort fallenzulassen. Unsere Demokratie und Bürgerrechte werden von den überzogenen und unnötigen Internetüberwachungs-befugnissen dieser Vorlage bedroht. Das Internet ist ein wichtiges Instrument, mit dem Menschen auf der ganzen Welt Ideen austauschen und sich gemeinsam für die Welt, die wir uns wünschen, einsetzen. Wir rufen Sie dazu auf, wahres Führungsverhalten zu zeigen und sich für unsere Internet-Freiheit einzusetzen."



Sollte CISPA Gesetz werden und ich könnte mir nicht sicher sein, dass Mikrosoft meine Kundendaten und meine Onlineaktivitäten irgendwelchen US-Regierungsbehörden gegenüber vertraulich behandelt, dann wäre das für die "Ära Mikrosoft" auf meinem Computer das Ende. Ich hatte schon einmal über die Alternative Linux nachgedacht. Da ein Umstieg aber wohl mit einem recht großen Aufwand verbunden wäre, hatte ich bisher davon Abstand genommen. Es geht ja nicht nur darum, das Betriebssystem und neue Software zu installieren. Bevor ich mich auf ein solches Abenteuer einlasse, müsste ich mir schon sicher sein, dass ich anschließend meine Dateien auch mit Linux-Software öffnen und bearbeiten kann. Facebook ist für mich kein Problem. Von dieser Datenkrake halte ich mich fern - auch wenn dadurch möglicherweise die eine oder andere Diskussion über Themen, die mir wichtig sind, an mir vorübergehen sollte.


Zum Weiterlesen:


(Quelle: AVAAZ)

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