Mittwoch, 19. Mai 2010

Kalter Mai

Wenn nass im Mai der Regen fällt
vom kalten grauen Himmel,
wenn man mehr Sturm und Winde zählt
als Maikäfergewimmel,

dann ist der Mai wohl nicht so toll
wie man ihn gerne hätte,
und mancher denkt am Morgen wohl:
"Ich bliebe gern im Bette."

© Jürgen Winkler


... Aber was will man schon machen, wenn die Arbeit ruft. Ich weiß ja nicht, wie ihr darüber denkt, aber von mir aus könnte es draußen so langsam einmal wärmer werden. Außerdem "is veel to veel Wind mang de Luft".

Nachdem mir ständig die Kette vom Ritzel gesprungen war, weil das Tretlager meines Fahrrades defekt ist, die Pedalen und der Sattel hätten erneuert werden müssen und das Material des Rahmens an einer Stelle durch Korrosion aufgrund unterschiedlicher Materialien (Rahmen Aluminium, Schutzblech Stahl) in Verbindung mit dem Streusalz sehr vieler Winter schon arg dünn geworden ist, hatte ich mich nach langem Hin- und Herüberlegen zum Kauf eines neuen Fahrrades durchgerungen. Jetzt juckt es mir natürlich in den Knochen, eine Feierabendtour in der Umgebung von Bremerhaven zu unternehmen.

Bei den derzeitigen Wetterverhältnissen an der Nordseeküste macht das jedoch nicht gerade viel Freude. Aber wenigstens brauche ich jetzt schon mal nicht mehr mit dem Bus zur Arbeit fahren ...

Kommentare:

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Wow! Ein neues Rad. Wie sieht´s denn aus?

Die Kälte macht wirklich keinen Spaß mehr. Wie im Winter. Ich fange schon wieder an mit "heißen Tee´s"......und wie schnell ist der Winter wirklich wieder da.

Jörg hat irgenwas erzählt von "sieben" warmen und "sieben" kalten Jahren......wird schon so sein...
Liebe Grüße und schöne Feiertage wünsche ich Dir.
Rosi

juwi hat gesagt…

@Rosi: Möglicherweise haben wir nur nach dem langen, kalten Schneewinter das Gefühl, es wäre zu lange zu kalt. Eigentlich ist der kalte Mai aber wohl nicht ungewöhnlich. Herr Lemke (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung) sagte dazu in einem dpa-Interwiew, der Grund für die derzeitige Kälte seien die anhaltenden Nordwindlagen. Die letzten kühlen Mai-Monate habe es 2004 und davor in den 1990er Jahren gegeben. Betrachte man die Temperaturkurve für den Mai über die Jahrhunderte, so lese sie sich in Bremen von 1803 bis 2009 wie eine Fiebertabelle: Regelmäßig gäbe es Ausschläge nach oben und nach unten. Mal lägen die Durchschnittswerte bei unter 10 Grad, mal bei an die 20 Grad. Davon darf man sich aber nicht täuschen lassen: Herr Lemke sagt ganz klar, die mittlere globale Erwärmung setze sich unabhängig von regionalen Temperaturschwankungen fort (Quelle: www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Umwelt/Kuehle-Temperaturen-im-Mai-nicht-ungewoehnlich_article1274112029.html). Ich fürchte, die alten Regeln, wie die von dir genannte, werden zukünftig nur noch bedingt zutreffen.

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