Donnerstag, 22. Juli 2010

Digitalwetter


Bremerhaven: Stoppelsteppe (Rasen am Deich beim Neuen Hafen)

Nach der langen Trockenperiode, nur unterbrochen durch gelegentliche kurze Gewitter, verwandeln sich die ehemals grünen Rasenflächen in der Stadt nach und nach in gelbbraune Stoppelsteppen. Es knistert und staubt, wenn der Fuß darauf tritt. Während meiner Radtour am letzten Sonntag habe ich Blaubeersträucher gesehen, an denen winzige vertrocknete blaue Beeren hingen. Im Speckenbütteler Park sind die Teiche an der Parkstraße beim Geestbauernhaus ausgetrocknet.

Digitalwetter:
  • eisige Kälte - knips: glühende Hitze
  • nasser Winter - knips: trockener Sommer

Nachdem man gerade noch eine warme Jacke brauchte, schwitzte man in der Woche darauf bei an die 30 °C Hitze. Unsere Freunde im Frankenwald beneiden uns derzeit wegen der "kühlen Temperaturen" an der Nordseeküste. In anderen Gegenden Deutschlands ist es 38 °C warm. Ich kann mich noch an Jahre erinnern, in denen es einen koninuierlichen Temperaturanstieg im Frühling und einen ebenso kontinuierlichen Rückgang der Temperaturen im Herbst gab. Ich kann nur nicht mehr mit Gewissheit sagen, wann ich das zum letzten Mal erlebt habe. Auf jeden Fall fehlt dem Wetter in diesem Jahr irgendwie das richtige Mittelmaß mit der richtigen Mischung von Sonne und Regen. Früher habe ich immer gesagt: "Was soll's. Das Wetter müssen wir so nehmen, wie es kommt. Ändern tun wir eh nichts daran."

Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Jedenfalls ist es wohl nicht nur in unseren Regionen extrem heiß, sondern auch global gesehen bleibt es bei der steigenden Tendenz der letzten fünf Jahzehnte. In der Klima Lounge gibt es dazu einen interessanten Artikel, den Stefan Ramstorf am 14. Juli 2010 veröffentlicht hat: Heiß!

Am 23. Juni erschien dort auch ein lesenswerter Artikel über fehlerhafte Anschuldigungen gegen den IPCC-Klimareport von 2007, die über Pressberichte veröffenlicht worden waren, die sogenannten "Klimaskeptiker" beflügelt hatten, und starke Irritationen in der am Klimaschutz interessierten Öffentlichkeit verursacht hatten. Der Artikel "Sunday Times zieht 'Amazongate' zurück" berichtet über die Hintergründe, und darüber, dass bisher nur die von Forschern reklamierten und mit wissenschaftlichen Fakten widerlegten Anschuldigen zurückgezogen wurden. Daher kursieren noch genug Hirngespinnste in den Köpfen, um dringend notwendige Maßnahmen gegen die globale Klimaerwärmung in die Wege zu leiten.


(Quellen: Klimalounge)

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