Donnerstag, 6. November 2008

Der Bagger


Erdarbeiten für das neue Pflegeheim an der Deichstraße, Ecke Fährstraße

Wer baggert so spät noch im Baggerloch?

Das ist der Bagger. Der baggert noch.
Er baggert tief, er baggert sehr:
Bald sieht man keinen Bagger mehr.

So langsam frage ich mich ernsthaft, wie der Bagger da jemals wieder 'raus kommen will ...

Mittwoch, 5. November 2008

Barack Obama wird Präsident der USA

Die US-Präsidentschaftswahl 2008 ist entschieden. 270 Stimmen waren mindestens für die Wahl von einem der beiden Präsidentschaftskandidaten notwendig gewesen. Laut Hochrechnungen haben 338 Wahlmänner ihre Stimmen für Barack Obama abgegeben und 157 haben für John McCain gestimmt. Das meldete die Tagesschau heute um 05:33 Uhr auf ihrer Internetseite. Aus mehreren Bundesstaaten ist das Ergebnis zur Zeit noch nicht bekannt gegeben worden.

Mit der Wahl von Herrn Obama zum neuen Präsidenten der USA hat die Mehrheit der amerikanischen Bürger gezeigt, dass sie die von den Republikanern unter Herrn Busch zu verantwortende ruinöse Wirtschaftspolitik und das Lügengebäude, das diese um ihre kriegerischen Abenteuer errichtet hatten, nicht mehr mitzutragen bereit sind. Herr Obama und die Republikaner treten jetzt ein schweres Erbe an. Sie haben jedoch die historische Chance die Basis für ein Ende des wirtschaftlichen Niedergangs ihres Landes und für eine Wende weg der militärisch geprägten Außenpolitik und hin zum internationalen Dialog zu legen. Der internationale Terrorismus ist mit militärischen Mitteln nicht zu besiegen. Nur wenn die Missstände beseitigt werden, mit denen die Terroristen ihre Taten rechtfertigen, wird das Leben auf der Welt wieder sicherer werden.

Ich hoffe, dass die neue Regierung dann auch endlich die Blockadehaltung der USA im internationalen Kampf für die Begrenzung der Auswirkungen der globalen Klimaveränderung aufgeben wird. Da die bisherige Regierung unter Herrn Bush die Wahrheit über das auf die Welt zukommende Klimaproblem systematisch vertuscht hatte, wird dafür auch innerhalb der USA noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten sein. Zusammen mit den bisherigen Vorreitern könnten die USA die dann noch verbleibenden Bremser überzeugen, den gemeinsamen Kampf aller Nationen gegen die zur Zeit wohl größte Bedrohung des Lebens auf der Erde und der Menschheit aufzunehmen. Auch, wenn die USA immer noch eine Weltmacht sind, ist für diesen Kampf ein internationaler Dialog auf gleicher Augenhöhe notwendig. Das bedeutet auch Zugeständnisse gegenüber den wirtschaftlich schwächsten Nationen. Dafür wünsche ich der neuen Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika unter Herrn Obama die nötige Kraft, Geduld und das notwendige diplomatische Geschick.

Dienstag, 4. November 2008

Hessenlähmung

Ich trete immer für eine offene demokratische Kultur ein. Jeder soll sagen, was er zu sagen hat, die Meinungen und Argumente der anderen gegen seine eigenen abwägen, und wenn er seine Meinung gebildet hat, soll er so abstimmen, wie er es nach Recht und Gewissen für richtig hält.

Dazu hatten die vier Damen und Herren Abgeordneten der SPD in Hessen während des Meinungsbildungsprozesses vorher und während der Stimmabgabe zur sogenannten "Testabstimmung" in Hessen jede nur denkbare Gelegenheit. Dann wäre von vornherein klar gewesen, dass die geplante Rot(-Rot)-Grüne Regierung in Hessen keine Chance hätte. Das wäre aufrichtig gelebte Demokratie gewesen. In diesem Bewusstsein hätte jeder mit dem Ergebnis der "Testabstimmung" leben können.

Auch wenn es die "Testabstimmung" nicht gegeben hätte, und die vier Abgeordneten jetzt gegen Frau Ypsilanti gestimmt hätten, dann wäre das nichts anderes als eine lebendige demokratische Entscheidung gewesen. Jeder Demokrat hätte deren Entscheidungen entweder wohlwollend zur Kenntnis genommen oder zähneknirschend akzeptiert.

Was das hessische Abgeordneten-Quartett sich jedoch jetzt geleistet hat, war schlicht und einfach hinterhältig. Auch wenn es sich in diesem Fall ebenfalls um nichts anderes als eine demokratische Abstimmung handelt, sind sie ihrer Partei und Frau Ypsilanti mit ihrer Entscheidung in den Rücken gefallen, weil sie ihnen mit ihrer Stimmabgabe zur "Testwahl" nicht die Wahrheit gesagt haben.

Jetzt will es der Herr Koch noch einmal wissen. Aber auch in diesem Fall würde eine der Parteien ihr vor der Wahl gegebenes Versprechen brechen müssen. Es ist schon dumm, wenn "der Wähler" mit seiner Stimmangabe eine andere Meinung kundtut, als es die Parteien vor der Wahl gerne gehabt hätten. Die Parteien hätten eben vor der Wahl etwas vorsichtiger mit ihren Äußerungen sein müssen. Dann gäbe es das ganze Dilemma überhaupt nicht. Da das Problem in Hessen jedoch offensichtlich, ohne weiteren Schaden anzurichten, nicht zu lösen ist, wäre es am vernünftigsten, wenn die im hessischen Landtag vertretenen Parteien schnellstmöglich Neuwahlen beschließen würden. Aus meiner Sicht lässt sich die Lähmung der Landespolitik in Hessen nur noch auf diese Weise kurieren.

Phillips-Field - Scharfe Kritik von Verbänden


Die Gewerkschaft Ver.di fordert von den politisch Verantwortlichen aller Parteien im Namen der im Bremerhavener Einzelhandel Beschäftigten, dass keine neuen Verbrauchermärkte in Bremerhaven mehr gebaut und dass die vorhandenen Arbeitsplätze im Einzelhandel geschützt werden. Seit 1995 sei jeder dritte Arbeitsplatz im Bremerhavener Einzelhandel verloren gegangen und weitere Ansiedlungen würden die jetzt dort vorhandenen Arbeitsplätze gefährden. Bremerhaven habe bei sinkender Kaufkraft und höherer Arbeitslosigkeit bereits jetzt eine höhere Verkaufsfläche pro Kopf als der Bundesdurchschnitt. Darauf weist eine Stelltafel in der Oberen Bürger gegenüber der Rolltreppe des Nord-Eingangs zum Columbus-Center hin.

Stelltafel in der Oberen Bürger im Bereich
des Nord-Eingangs zum Columbus-Center
(zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken)


Im Rahmen der Anhörung zum Flächennutzungsplan "Melchior-Schwoon-Straße" haben sowohl der Unternehmerverband Einzelhandel Nordwest, als auch die IHK Bremerhaven den Bebauungsplan für das Phillips-Field scharf kritisiert. Das ist einem Artikel im Sonntagsjournal vom 2. November zu entnehmen. Das Fazit beider Verbände laute: Keine Bebauung des Phillips-Fields ohne Einzelhandelsentwicklungskonzept für ganz Bremerhaven.

Damit wird offensichtlich, dass die Ablehnung gegen das Lieblingskind der CDU "Kaufland auf dem Phillips-Field" inzwischen weit über die von der CDU missachteten Leher Bürger und die Einzelhändler in der Hafenstraße hinausgeht. Es wird Zeit, dass die CDU endlich erkennt, dass sie mit ihrer Ignoranz große Teile der Bremerhavener Bevölkerung brüskiert und die Existenzen der etablierten Einzelhändler in Bremerhaven gefährdet.

Das Sonntagsjournal zitiert Herrn Knetemann (Unternehmerverband Einzelhandel Nordwest, Geschäftsführer) mit den Worten: "Die brisante Kombination von sinkender Bevölkerungszahl, seit zehn Jahren rückläufigen Einzelhandelsumsätzen, aber andererseits stetig steigenden Verkaufsflächen in Bremerhaven verlangt dringend nach einem Einzelhandelsentwicklungskonzept. ... Wir fordern eine Aussetzung des Verfahrens, bis dieses Konzept vorliegt. ... Bremerhaven steuert mit dieser Politik der Einzelfallentscheidung ins Chaos. Ein zielgerichtetes Arbeiten ist das nicht. ... Mit der Kaufland-Ansiedlung schießt Bremerhaven weit übers Ziel hinaus. Das schädigt das gesamte Stadtgebiet."

Herr Schulze-Aissen (IHK Bremerhaven, Sprecher des Handelsausschusses) hatte im Dezember 2007 während einer Podiumsdiskussion in der "Theo" von Herrn Bödeker (CDU) gefordert, es solle ein von allen Beteiligten getragenes, und damit neutrales, Einzelhandelsgutachten in Auftrag gegeben werden, auf dessen Grundlage ein Einzelhandelsentwicklungskonzept entwickelt werden solle. Das von Herrn Schulze-Aissen vorgetragene Anliegen der IHK Bremerhaven wurde damals mit der Antwort Herrn Bödekers für die CDU postwendend abgelehnt. Ein Einzelhandelsgutachten sei mit der CDU nicht zu machen. An dieser Haltung der CDU hat sich bis heute nichts geändert. Herr Teiser (CDU, Bürgermeister) hatte der SPD sogar schon Koalitionsbruch vorgeworfen, weil diese angedeutet hatte, über die Pläne für das Phillips-Field neu nachdenken zu wollen.

Herr Schulze-Aissen wird in dem Artikel des Sonntagsjournals wie folgt zitiert: "Es kann nicht sein, dass der Investor auch gleich sein Gutachten bestellt. Wir wollen weg von diesen unsinnigen Einzelfallentscheidungen. Bremerhaven braucht endlich einen Leitfaden für eine verträgliche Entwicklung des Einzelhandels." Besonders moniere die IHK in ihrer Stellungnahme einen möglichen Vorvertrag zwischen Kaufland und der Stadt Bremerhaven, da solche vertraglichen Verbindungen einer Gemeinde vor Aufstellung eines Bebauungsplanes zu unzulässigen Vorwegbindungen führen könnten.

Auch Herr Neumann (Karstadt, Geschäftsführer) mahne das Einzelhandelsgutachten dringend an. Zitat aus dem Sonntagsjournal: "Unsere Zentrale in Essen will wissen, was hier in Bremerhaven in den nächsten Jahren an Einzelhandelsflächen geplant ist."

Dass Karstadt einige seiner Filialen aufgrund finanzieller Probleme des Mutterkonzerns an anderen Standorten in Deutschland geschlossen hat, dürfte allgemein bekannt sein. Bisher war Bremerhaven von diesen Sparplänen ausgenommen worden. Es wurde sogar in Erwägung gezogen, das Kaufhaus in Bremerhaven im Rahmen der Fertigstellung der Havenwelten umzubauen und zu modernisieren. Aufgrund der Verweigerungshaltung der CDU bzgl. der Aufstellung eines Einzelhandelsentwicklungskonzepts wurden diese Pläne jetzt jedoch erst einmal bis 2010 ausgesetzt.

Wenn Karstadt in zwei Jahren zu dem Schluss kommen sollte, dass in Bremerhaven keine sichere Planung für die Zukunft möglich sei, dann könnte es passieren, dass Karstadt seine Filiale in Bremerhaven doch noch zugunsten zukunftsträchtigerer Standorte in anderen Städten aufgeben könnte. Überregional organisierte Handelsunternehmen sind auf Bremerhaven nicht angewiesen, und werden sich anders orientieren, wenn ihnen hier mit von politischer Seite mit Ignoranz und Arroganz begegnet wird, und sie für ihre Filialen in Bremerhaven keine Zukunft mehr sehen. Bremerhaven ist aber sehr wohl auf diese großen Unternehmen angewiesen.

Ein leerstehendes Kaufhaus in dieser Größenordnung, direkt an der Verbindungsbrücke zwischen Havenwelten und Columbus-Center gelegen und bestenfalls vielleicht mit "1,-€"-Ständen notdürftig aufgefüllt, würde bei den massenhaft erwarteten Touristen mit Sicherheit nicht gerade den besten Eindruck hinterlassen.

Montag, 3. November 2008

Futter für Prinzzess' Advenzkalender



Ich glaub', ich muss jetzt doch wohl mal für den geplanten "Advenzkalender" auf Prinzzess Allerlei die Werbetrommel rühren. Sonst wird das dieses Jahr nichts mehr damit. Sie sucht dafür bis zum 20. November selbstgeschriebene "Advenzgedichte" ohne Sinn und Verstand. Das sollte doch nicht so schwer hinzubekommen sein, so etwas in der Art wie

"Advenz, Advenz wennz Lichtlein brenz,
dann isses nicht so dunkel drinnen."
So'n Vers ist doch recht schnell zu spinnen,
könnt fertig werden vor dem Lenz.

Ich hatte mich schon so auf ihren Advenzkalender gefreut. Wenn daraus mangels Beteiligung nichts werden würde, wär' ich echt traurig. Also helft bitte alle mit, damit ich bis Weihnachten fröhlich über die Runden komme.

PS:
Aber bitte eure poetischen Machwerke nicht einfach als Kommentar unter ihren Artikel schreiben, sondern an ihre E-Mail Adresse; die steht in ihrem Artikel (ute ät prinzzess dot in) - sonst ist ja die ganze Überraschung futsch (wenn vorher schon jeder weiß, was hinter den Tüchen zu finden ist).

Sonntag, 2. November 2008

16. Bremerhavener Hot Jazz Festival


Am ersten Tag des Festivals gab es Musik von Bands Lamarotte, Dixie Company, Pax Jazz Band und Buena Gente zu hören. Die Videos sind Zusammenschnitte einiger Ausschnitte aus der Musik der Gruppen. Einige Szenen sind leider etwas verwackelt, da die Aufnahmen "aus freier Hand" und oft mit erhobenen Armen über die Köpfe der Leute vor mir hinweg entstanden sind.

Buena Gente


Dabei passte "Buena Gente", die auf der Bühne der Piazza im Mediterraneo spielten, allerdings nicht in den Rahmen eines Jazz Festivals, da ihre Musik eher einen "südländischen" Charakter hatte. davon abgesehen hat mir die Musik der Gruppe aber trotzdem gut gefallen, und sie passte auch sehr gut in die mediterrane Umgebung. Leider ist aber die Akustik auf der Piazza wegen des starken Halls für derartige Konzerte nicht gerade optimal.

Lamarotte


"Lamarotte" hatte im Foyer des Columbus-Centers vor Karstadt sofort die vorübergehenden Passanten in ein begeistertes Publikum verwandelt. Nachdem die Gruppe dort einige Zeit gespielt hatte, zog sie musizierend an den Geschäften im Columbus-Center vorbei und das Publikum folgte ihr. Einmal ging es dabei auch mitten durch ein Bekleidungsgeschäft hindurch, und als "Lamarotte" vor einem italienischen Eiscafé eine Runde Grappa eingeschenkt bekam, gab's zum Dank dafür von Lamarotte natürlich "Icecream" - mit italienischer Einlage. Das hörte sich dann in etwa so an: "Gelati, gelati, ev'rybody likes gelati. Rock, rock my baby roll ...". Kurzum: Man merkte ihnen an, dass sie Spaß hatten, und das Publikum bekam eine große Portion davon ab.

Dixie Company


Ein Phänomen der "Dixie Company" war deren Klarinettist und ein Trompeter. Irgendwann fing der Klarinettist mitten in einem Solopart an, seine Klarinette zu zerlegen. Zuerst baute er den Schalltrichter ab, und dann so nach und nach von unten nach oben die drei oder vier Segmente seines Instruments. Dabei hörte er aber nicht auf zu spielen! Am Ende hatte er nur noch das Rohrblatt im Mund, und modelierte die Tonhöhen durch die Stellung der Finger seiner "hohlen Hand". Die Einzelteile seiner Klarinette hatte er dem Trompeter übergeben. Am Ende des Stückes übernahm dieser den Solopart auf der soweit wieder zusammengesetzten aber rohrblattlosen Klarinette mit seinem Trompetenmundstück - das hatte ja noch der Klarinettist. Vielen Leuten im Publikumm "klappte vor Staunen die Kinnlade herunter" - auch ich hatte vorher so etwas noch nie gesehen.

Pax Jazz Band


Der Jazz entstand ja in der afro-amerikanischen Bevölkerung der USA. Die "Pax Jazz Band" konnte mit ihrer Musik einen Eindruck davon vermitteln, wie der Jazz, über die reine Musik hinaus, zum Lebensgefühl großer Teile dieses Teils der amerikanischen Gesellschaft gehörte, und wohl auch heute noch gehört. In alten Schwarz-/Weiß-Filmen, die in New Orleans spielen, kann man manchmal sehen, wie Jazz Bands voller Lebensfreude durch die Straßen ziehen oder bei Trauerfällen der trauernden Gemeinde folgen. Diese ganze Bandbreite menschlichen Lebens gab es von der Pax Jazz Band im Mediterraneo zu hören.

Samstag, 1. November 2008

Hot Jazz Festival



Heute und Morgen findet das
16. Bremerhavener Hot Jazz Festival statt ...


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