Sonntag, 21. September 2014

Zollinlandplatz: Auf neuen Wegen in die Zukunft

Es ist schon erstaunlich, was mitten in der Stadt auf einem ehemaligen Fußballplatz wächst, nachdem er einige Jahre lang dem freien Wirken der Natur überlassen worden ist: ...

... Der Rasen des früheren Zollinland-Spielfelds am Fuße der ehemaligen Tribüne hat sich in eine üppig blühendeWiese verwandelt.

Von dort, wo die Fußballfans einmal - ganz oben auf der Tribüne stehend - den besten Überblick über das Fußballfeld hatten, lassen sich die Dimensionen des seit Jahren verschlossenen Platzes erahnen, aus dem nach den Plänen der Zolli-Initiative einmal ein Platz für alle Generationen werden soll.

Von dort oben fällt der Blick in die Heinrichstraße, die hier vor dem verschlossenen Tor hinter dem nördlichen Ende der Tribüne des Zollinlandplatzes abrupt als Sackgasse endet: Durchgang verboten.

Das soll sich zukünftig ändern. Auf der anderen Seite der Tribüne wird - quasi als Verlängerung der Heinrichstraße - tagsüber ein Fußweg den Durchgang zur Pestalozzistraße ermöglichen.

Um die zukünftigen Wege optisch sichtbar zu machen, wurde ihr Verlauf für das gestrige Zolli-Fest in die Wiese gemäht. Links zweigt ein zweiter Weg ab ...

... der einmal quer über den Platz zur Kistnerstraße verlaufen wird. Links und rechts des Weges werden unterschiedliche Zonen entstehen, die den Platz in Bereiche für spielerische, sportliche oder kulturelle Aktivitäten unterteilen sollen. Aber auch an Ruhezonen zum Entspannen, die auch Raum für die freie Entwicklung der Natur lassen, haben die Planer der Zolli-Initiative gedacht.

Gemäht wurde auch ein Platz hinter dem ehemaligen Kassenbereich am ehemaligen Zugang für die Fußballfans zum Zollinlandplatz. Dort versammelten sich gestern viele Menschen bei bestem Altweibersommerwetter zum Klönen, Kaffeesieren, ...

 ... oder zum Musik hören. Im Eingangsbereich hatten die Veranstalter auch einige Schautafeln mit Informationen zur Vergangenheit und Gegenwart, sowie Visionen für die Zukunft des Zollinlandplatzes aufgestellt.

Neben den letzten Blumen des Sommers erinnern farbenprächtige Beeren und bunter werdendes Laub daran, dass der Sommer jetzt langsam aber sicher in den Herbst übergeht. Ich bin sehr gespannt, ob man am Ende des nächsten Sommers bereits auf neuen Wegen in die Zukunft einer neuen Begegnungsstätte für die Bewohner des Leher Goethe-Quartiers und der angrenzenden Wohngebiete des Bremerhavener Stadtteils Mitte flanieren kann ...


Lehe ist bunt

Ein weiteres Fest im Goethe-Quartier beginnt heute um 11 Uhr auf der Goethestraße im Abschnitt zwischen der Frenssen- und der Kistnerstraße. Unter dem Motto "Lehe ist bunt" wollen die Veranstalter den Blick auf die Herkunftsländer der Bewohner mit Migrationshintergrund lenken, die im Goethe-Quartier leben. Auf dem Programm stehen unter anderem
  • kurdische und türkische Tänze
  • Tanzakrobatik
  • Kutschfahrten durch die benachbarten Straßen
  • Korbflechter-Handwerk
  • Die Geschichtswerkstatt Lehe

Für das leibliche Wohl gibt es portugiesische, türkische und spanische Spezialitäten, sowie "urdeutsche" Kartoffelpuffer und ein Café der Michaelis- und Pauluskirchengemeinde. Wer die Leckereien aus der türkischen Küche einmal selbst nachkochen möchte, der kann im Rahmen eines Schaukochens einem türkischen Koch bei der Zubereitung türkischer Speisen über sie Schulter blicken.

Dafür, dass die Kinder nicht zu kurz kommen, sorgen der Verein "Rückenwind für Leher Kinder", der "Bürgerverein Lehe" die im Quartier ansässigen Kindertagesstätten.

Kommentare:

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Erinnert man sich doch mal wieder der Natur?
Liebe Grüße aus Thüringen
Rosi

juwi hat gesagt…

@ Rosi: Glücklicherweise gibt es noch Menschen, denen es bewusst ist, dass wir Teil der Natur sind, ohne die wir nicht überleben können. Gerade heute werden weltweit viele Menschen auf die Straße gehen um gegen die verfehlte Klimapolitik ihrer Regierungen und für den Erhalt der Lebnsgrundlagen auf unserem Planeten zu demonstrieren. Ein lieber Gruß zurück von der Nordseeküste nach Thüringen, juwi.

Kommentar veröffentlichen



Eigene Meinungen, konstruktive Kritik, Anregungen etc. sind jederzeit willkommen.

Nettikette
Bitte achtet auf den »guten« Ton.
Beschimpfungen und ähnliches werden im Papierkorb veröffentlicht.


Anonyme Kommentare:
Wenn ihr "Anonym" bei "Kommentar schreiben als" auswählt, dann lasst mich und die anderen Leser bitte wissen, wer ihr seid.

Um faire Diskussionen zu gewährleisten, werde ich Kommentare ohne "Identität" in Form einer E-Mail-Adresse, einem Namen oder zumindest einem Nicknamen nicht veröffentlichen!

Zum Schutz vor Spammern müssen die Kommentare erst von mir freigeschaltet werden. Ich bitte dafür um euer Verständnis.