Donnerstag, 24. Januar 2008

Meine Abenteuer in Straßenverkehr - Teil 3 -



Zur Zeit scheint es ja gerade schick zu sein, "den Fahrradfahrer im allgemeinen" zum Prügelknaben unter den Verkehrsteilnehmern zu stempeln. Ich selbst habe haarsträubende Verkehrssituationen sowohl als Fußgänger, wie auch als Fahrrad- und als Autofahrer erlebt. Und es waren nicht immer Fahrradfahrer, die mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht haben. Hier ist der dritte Teil meiner Abenteuer im Straßenverkehr; dieses Mal mit einem wirklichen Fahrrad-Rüpel in der Hauptrolle.


Es war ein richtig schöner, sonniger Morgen, als ich mit unserer Hündin Cleo vor einiger Zeit in Richtung Saarpark, Geeste, ... unterwegs war. Wir waren noch gar nicht weit gekommen, als Cleo anhielt, um "mal eben kurz was zu erledigen". Während sie so dabei war, ihr Geschäftchen zu verrichten, hörte ich mit einem Mal etwas hinter uns metallklappernd schnell näher kommen. Ich hatte mich noch nicht ganz umgedreht, als uns der Radfahrer auf dem Fußweg schon fast erreicht hatte. Cleo an der Leine aus der Gefahrenzone reißen und mich selbst in Sicherheit bringen wird so ungefähr eine fließende Bewegung gewesen sein.

Als ich registriert hatte, was gerade beinahe passiert wäre, habe ich laut hinter dem Rüpel her gerufen: "Hey! Das ist ja wohl nicht wahr!! Das ist hier ein Fußweg!!!". Der Radfahrer, inzwischen schon ein ganzes Stück entfernt, brauchte nicht so lange mit seiner Antwort wie ich mit meiner Beschwerde: "Halt die Fresse!!!" Das kam wie aus der Pistole geschossen und war laut genug gebrüllt, so dass ich das trotz der Entfernung noch sehr gut verstehen konnte. Ich habe den Spaziergang dann abgebrochen - hatte plötzlich keine Lust mehr mit Cleo Gassi zu gehen. Der Tag war für mich für's erste versaut. Schade um den schönen, sonnigen Morgen!

Nicht dass ich hier jetzt missverstanden werde: Dieses Erlebnis hat mich nicht dazu veranlasst, mich in die Reihe derjenigen einzureihen, für die alle Radfahrer aus dem Verkehr gezogen gehören. Diesen speziellen Zeitgenossen hätte ich aber gerne angezeigt. Mit Cleo am anderen Ende der Leine, hätte ich aber keine Chance gehabt hinter dem herzurennen, um noch das eine oder andere Detail für eine Personenbeschreibung erkennen zu können.

Man hat's schon nicht immer leicht als Fußgänger ...

Und was sagt Cleo aus ihrer Sicht als Hund dazu? "Weiß gar nicht was der will; reißt mich einfach mit der Leine beiseite. Nicht mal in Ruhe ... kann man mehr. Man hat's schon nicht immer leicht als Hund ..."

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