Donnerstag, 17. Januar 2008

Meine Abenteuer im Straßenverkehr - Teil 1 -



Zur Zeit scheint es ja gerade schick zu sein, "den Fahrradfahrer im allgemeinen" zum Prügelknaben unter den Verkehrsteilnehmern zu stempeln. Ich selbst habe haarsträubende Verkehrssituationen sowohl als Fußgänger, wie auch als Fahrrad- und als Autofahrer erlebt. Und es waren nicht immer Fahrradfahrer, die mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht haben. Hier kommt der erste Teil meiner Abenteuer im Straßenverkehr.


Ich fahre täglich mit dem Fahrrad auf dem Radfahrweg in der Fährstraße in Richtung Geestebrücke. Wenn man aus der Richtung Fußgängerzone kommt, ist der Weg zu Begin durch Markierungsnägel im gelben Granitpflaster gekennzeichnet. Danach folgt ein großzügig bemessener mit roten Ziegeln gepflasterter Fußgängerbereich. Die Markierung des Radfahrweges aus Markierungsnägeln geht in ein Pflaster aus quadratischen Betonplatten über. Der Radfahrweg hebt sich also auch im weiteren Verlauf bis zur Geestebrücke deutlich als solcher vom Ziegelpflaster des Fußgängerbereiches ab.

Feierabend: Ich auf's Fahrrad und los geht's; aber nur bis zum nächsten Fußgänger. Das muss man selbst regelmäßig immer wieder erleben, sonst glaubt man das nicht. Dieser schmale graue Streifen Radfahrweg scheint eine unglaubliche Anziehungskraft auf "den Fußgänger im allgemeinen" zu haben. Links ist jede Menge fußgängerfreies Ziegelpflaster, und rechts sieht's auch nicht anders aus. Auf dem Radfahrweg tobt hingegen das pralle Leben. Nur als Fahrradfahrer hast du da schlechte Karten. Wenn du es dann noch wagst höflich zu klingeln, weil: Einfach umfahren darf man die Fußgänger ja auch nicht, obwohl die sich eindeutig verkehrswidrig auf fremdem Territorium aufhalten, dann ist "Blödmann" noch das harmloseste, was man darauf zu hören bekommt. Wenn man es geschafft hat unbehelligt an so einem zweibeinigen Verkehrshindernis vorbeizukommen, dann ist es ratsam mit voller Kraft in die Pedale zu treten. Es sind mir im Vorbeifahren nämlich auch schon mehrmals Handgreiflichkeiten angedroht worden.

Ich habe als Kind noch gelernt, dass man als Fußgänger wegen des erhöhten Verletzungsrisikos nichts auf dem Radfahrweg und auf der Fahrbahn zu suchen hat. Bei den Generationen danach scheint dieses Wissen leider in Vergessenheit geraten zu sein.

Man hat's schon nicht immer leicht als Fahrradfahrer ...

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