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| Blick vom Turm der Pauluskirche (Bremerhaven, 6. Februar 2012) |
Dienstag, 7. Februar 2012
Kalte Sonne
Sonntag, 5. Februar 2012
Eisige Au
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| Die vereiste Au neben der ehemaligen Wassermühle in Probsteierhagen |
Nach dem anfangs warmen, verregneten Winter herrscht seit einigen Tagen Dauerfrost in Europa, dem - vor allem in den östlichen Ländern des Kontinents - schon mehr als 200 Menschen zum Opfer gefallen sind. Auch in Deutschland wurden schon eisige Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich hinein gemessen.
Aber der Frost hat auch ein anderes Gesicht. Über den Wasserfällen am Mühlenwehr hat er einen teilweise schon geschlossenen Eispanzer wachsen lassen. Dieser krasse Gegensatz zwischen dem kraftvoll dahinschnellenden und dem zu Eis erstarrten Wasser darüber macht auf mich einen beinahe surrealistischen Eindruck, von dem mein Foto leider nur einen vagen Eindruck vermitteln kann.
Freitag, 3. Februar 2012
Eisbrunnen
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| Eisbrunnen |
An diesen kalten Tagen kann man vom Frühling nur träumen. Es ist die Zeit, in der bestenfalls noch die Eisblumen gedeihen. Da ihnen seit der Einführung der Isolierverglasung allerdings der natürliche Lebensraum, herkömmliche Fenster mit Einfach-Verglasung, mehr und mehr entzogen wird, sind diese zarten, filigranen Pflänzchen leider stark vom Aussterben bedroht.
Wer heute noch das Glück hat, sich an blühenden Eisblumen erfreuen zu können, der wird diese sicher liebevoll hegen und pflegen.
Das dafür notwendige, gefrorene Wasser findet der Liebhaber der kühlen Schönheiten an diesem Brunnen. Allerdings klötert es beim Schöpfen heftig in der Gießkanne und will auch beim Versuch, die Eisblumen zu bewässern, nicht so recht durch die kleinen Löcher des Brausekopfs passen. Auf dem Foto ist der Inhalt einer Gießkanne zu sehen, den ein dadurch frustrierter Eisblumenfreund offenbar infolge eines vorübergehenden Wutanfalls neben dem Brunnen entleert hat.
Ich bin dann mal in der Nähe von Kiel. Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende. Und solltet ihr zufälligerweise irgendwo ein Eisblümchen entdecken, dann gebt nicht gleich auf, wenn es mit dem Gießen nicht auf Anhieb klappen sollte.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Unter falschem Namen gegen Bürgerrechte
ACTA - die Abkürzung steht für "Handelsabkommen gegen Produktpiraterie" (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) - ist unter Umständen ein noch weiterreichender Angriff auf die weltweite Freiheit des Internets, als die Gesetzesvorhaben PIPA und SOPA der USA, gegen die in der letzten Woche im Rahmen einer internationalen Petition drei Millionen Menschen ihre Stimme erhoben haben.
Verheerende Auswirkungen drohen auch durch en freien Zugang zu Medikamenten in der sogenannten "Dritten Welt", sowie in vielen anderen Bereichen unseres täglichen Lebens. Sollte ACTA weltweit Gesetz werden, dann müsste sich jeder, bevor er von irgendjemandem irgendetwas annimmt, irgendetwas an jemanden weitergibt oder irgendetwas mit anderen Menschen teilt, mehr als gründlich überlegen, ob er sich damit möglicherweise strafbar machen könnte.
Die Bezeichnung "Handelsabkommen gegen Produktpiraterie" ist irreführend und täuscht über die tatsächlichen Möglichkeiten des Abkommens hinweg. ACTA geht nämlich über ein Instrument gegen Produktfälschungen weit hinaus. Das Video erklärt, warum das so ist.
Die einen Kriminellen und die anderen
Diejenigen, die über die Ratifizierung von ATCA abstimmen, sehen in den Internetnutzern oft nur Kriminelle. Dabei sind es diejenigen, die für ATCA stimmen, die damit der weitreichenden Zensur (auch des Internets!) und der totalen Überwachung aller Netzaktivitäten, dem Verlust der Netzneutralität aufgrund von Beschränkungen bei der Nutzung verschiedener Übertragungsprotokolle, der Einschränkung der freien Meinungsäußerung und dem Verlust weiterer Bürgerrechte Tür und Tor öffnen.
Das internationale demokratische Netzwerk AVAAZ schreibt dazu in einer E-Mail an seinen Verteiler (Zitat): "Die repressiven Verordnungen könnten bedeuten, dass Menschen für das Teilen von Zeitungsartikeln oder das Hochladen eines Videos von einer Party, auf der urheberrechtlich geschützte Musik gespielt wird, bestraft werden. Verpackt als Handelsabkommen zum Schutz von Urheberrechten könnte ACTA darüber hinaus zum Verbot lebensrettender generischer Medikamente führen und den Zugang von Bauern zu Saatgut bedrohen. Und der Höhepunkt ist, dass der ACTA-Ausschuss eine Freikarte zum Ändern seiner eigenen Regeln hätte, ohne jegliche demokratische Kontrolle."
Konzerninteressen gegen bürgerliche Freiheiten
Diesem Frontalangriff versucht AVAAZ mit einer Petition an das Europäische Parlament etwas entgegenzusetzen. Dass wir mit einer solchen Petition etwas erreichen könnten, belegt der Erfolg der AVAAZ-Petition gegen die Gesetzesvorhaben PIPA und SOPA der USA. Herr Reid (USA, Senator) hatte die Abstimmung über die Gesetzesentwürfe gestoppt und angekündigt, einen Kompromiss zu suchen.
ACTA wurde von wenigen reichen Ländern und mächtigen Konzernen ausgehandelt und würde einen neuen, nicht gewählten, "ACTA-Ausschuss" ins Leben rufen, der es privaten Interessen erlauben würde, alles, was wir Online machen zu überwachen und drakonische Strafen gegen alle diejenigen zu erwirken, die angeblich ihren Geschäften schaden. Die Regierungen, die 80 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren, waren von den Verhandlungen um ACTA ausgeschlossen und ungewählte Bürokraten arbeiteten eng mit Konzern-Lobbyisten zusammen, um die neuen Regelungen, sowie ein viel zu mächtiges Vollzugsverfahren auszuhandeln.
Ohne die Zustimmung des EU-Parlaments, das gerade mit dem Ratifizierungsprozess für ACTA begonnen hat, würde der Angriff auf die Internet-Freiheit scheitern. ACTA würde zunächst die USA, EU und 9 weitere Länder umfassen, um dann auf die ganze Welt erweitert zu werden. Wenn wir die EU jetzt zu einem Nein bewegen könnten, dann könnte das Abkommen damit ausgebremst und letztlich ganz aufgehalten werden.
Viele Parlamentarier äußern sich schon seit langem ablehnend gegenüber den ACTA-Plänen. Andere sind jedoch unentschlossen. Die Petition könnte sie dazu bewegen, dem Abkommen ihre Zustimmung zu verweigern. Die Petition im Wortlaut:
An alle Mitglieder des EU-Parlaments
Als besorgte Bürger der Welt rufen wir Sie dazu auf, für ein freies und offenes Internet einzustehen und die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) abzulehnen. Das Internet ist ein wichtiges Mittel für den weltweiten Gedankenaustausch und die Förderung von Demokratie. Zeigen Sie echtes globales Führungsverhalten und schützen Sie unsere Rechte.
Darüber hinaus kursiert auf vielen Seiten im Internet der 11. Februar als Termin für Demonstrationen in Deutschland gegen ACTA.
"Unser Leben kommt dann an sein Ende, wenn wir still werden; Freiheit wird niemals freiwillig vom Unterdrücker gewährt, sie muss von den Unterdrückten gefordert werden."
Martin Luther King
Zum Weiterlesen:
- Digitale Gesellschaft
- Warum sich Politiker und Bürger für ACTA interessieren sollten!
- Aufruf der Piratenpartei Schweiz
- Stopp ACTA
(Quellen: ARD-Tagesschau vom 01.02.2012, Stern vom 01.02.12, Süddeutsche Zeitung vom 30.01.2012, Netzwelt vom 30.01.2012, AVAAZ vom 29.01.2012,, Spiegel vom 27.01.2012, heise online vom 24.01.2012, Spiegel vom 20.01.2012, msfaccess.org vom 19.11.2010, Wikipedia)
Montag, 30. Januar 2012
Dummdeutsch
Die folgenden sinnlos aneinander gereihten Worte hat wohl inzwischen jeder von unsschon mindestens einmal gehört:
Wie bitte? Was muss die? Fehlt da nicht etwas? Das liegt wohl am Geiz: Die sind inwischen so geizig geworden, dass sie jetzt schon an den notwendigen Worten sparen, die einem Satz erst eine sinnvolle Aussage verleihen.
Ich finde, es ist schon irgenwie peinlich, dass die dafür wahrscheinlich auch noch viel Geld bezahlt haben. Möglicherweise stammt das sinnlose Machwerk auch noch aus der gleichen Werbeagentur, die der anderen Firma des Handelskonzerns nach sind diesbezüglich allerdings ernsthafte Zweifel angebracht.
Möglicherweise stammt das sinnlose Machwerk auch noch aus der gleichen Werbeagentur, die der Zwillingsfirma immer die Worte: "Ich bin doch nicht blöd.", in den Mund legt. Meiner Ansicht nach sind diesbezüglich allerdings ernsthafte Zweifel angebracht.
(Quelle: Wikipedia)
"So muss Technik."
Wie bitte? Was muss die? Fehlt da nicht etwas? Das liegt wohl am Geiz: Die sind inwischen so geizig geworden, dass sie jetzt schon an den notwendigen Worten sparen, die einem Satz erst eine sinnvolle Aussage verleihen.
Ich finde, es ist schon irgenwie peinlich, dass die dafür wahrscheinlich auch noch viel Geld bezahlt haben. Möglicherweise stammt das sinnlose Machwerk auch noch aus der gleichen Werbeagentur, die der anderen Firma des Handelskonzerns nach sind diesbezüglich allerdings ernsthafte Zweifel angebracht.
Möglicherweise stammt das sinnlose Machwerk auch noch aus der gleichen Werbeagentur, die der Zwillingsfirma immer die Worte: "Ich bin doch nicht blöd.", in den Mund legt. Meiner Ansicht nach sind diesbezüglich allerdings ernsthafte Zweifel angebracht.
(Quelle: Wikipedia)
Samstag, 28. Januar 2012
Gegen das Vergessen - Marcel Reich-Ranicki
Deutscher Bundestag, Feier zum Gedenken an die Holocaust Opfer (27. Januar 2012)
Gestern jährte sich der Tag der Befreiung der Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz zum 67. Mal.
Auf Einladung des Deutschen Bundestages sprach Herr Reich-Ranicki (Literaturkritiker) in einer bewegenden Rede über seine Erlebnisse im Warschauer Ghetto im Juli 1942 - wie er sagte, nicht als Historiker, sondern als Zeitzeuge. Damals ordnete die SS die "Umsiedlung" der Warschauer Juden "nach Osten" an. "Im Osten" hatten die Nazis ihre Gaskammern für den industriell organisierten Massenmord errichtet. Für die "umgesiedelten" Menschen – Männer, Frauen und Kinder - wurde es eine Reise in den Tod. Nur wenigen Menschen gelang die Flucht - so auch Herrn Reich-Ranicki und seiner Frau, die er im Warschauer Ghetto kennengelernt hatte.
Das Video zeigt die Gedenkstunde im Deutschen Bundestag am 27.01.2012 mit der Rede Herrn Reich-Ranickis. Gerade auch angesichts der erst kürzlich aufgedeckten Neo-Nazi-Mordserie ist die Schilderung Herrn Reich-Ranickis ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte. Nur mit dem Wissen über die Gräueltaten der Nationalsozialisten während des Hitler-Regimes lassen sich die Absichten der heutigen Nazis entlarven und richtig einschätzen.
Wie Herr Lammert (CDU, Bundestagspräsident) in seiner Eröffnungsrede sagte, seien aktuellen Untersuchungen zufolge 20 Prozent der Bundesbürger latent antisemitisch eingestellt. Das seien "in Deutschland genau 20 Prozent zu viel". Zuvor hatte er diejenigen Bundesbürger gewürdigt, die sich gegen Rechtsextremismus und Aktivitäten der Neonazis engagieren (Zitat):
"Da sind Einzelne, Vereine, ganze Dörfer, da sind Menschen die den Rechtsextremen, die durch ihre Städte marschieren wollen immer wieder entgegentreten und zeigen: Wir dulden eure Diffamierungen, euren Hass nicht - schon gar nicht eure Gewalt. Es sind Menschen, die Zivilcourage beweisen, die nicht wegsehen, Diskriminierungen nicht unwidersprochen stehen lassen. Es sind Menschen, die ein Beispiel geben und die Mut machen."
(Quellen: Die Zeit vom 27.01.2012, Deutscher Bundestag)
Freitag, 27. Januar 2012
Ausbau erneuerbarer Energien fördern
Für den raschen Aufbau einer dezentralen Versorgungsnetzes mit regenerativen Energiequellen werden möglichst schnell möglichst viele CO2-neutrale Energieanlagen gebraucht. Die vermehrte Installation von Solarenergieanlagen auf privaten Hausdächern leistet dafür einen wichtigen Beitrag.
Wenn ein privater Eigentümer Geld in die Installation einer solchen Anlage auf seinem Haus investiert, dann darf ihn die Gesellschaft nicht auf den Kosten sitzen lassen. Das heißt, er muss seine Anlage über die in das Netz eingespeiste Energie refinanzieren können.
Für jede in das Netz eingespeiste Kilowattstunde gibt der Staat eine Preisgarantie, die zur Zeit bei 24,43 Cent liegt. Die ARD Tagesschau berichtete am 25.01.2012 auf ihrer Internetseite, der Marktpreis für eine Kilowattstunde liege derzeit durchschnittlich bei fünf bis sechs Cent. Die Mehrkosten für den teureren Solarstrom geben die Netzbetreiber an die Stromkunden weiter.
Der Tagesschau zufolge betragen die dadurch verursachten Mehrkosten für eine Durchschnittsfamilie mit einem Kind ungefähr 125 Euro pro Jahr. Da immer mehr Hausbesitzer in Deutschland die Installation von Solaranlagen auf ihren Hausdächern planen, würden diese Kosten in den kommenden Jahren noch deutlich ansteigen.
Fallende Kosten für die Beschaffung neuer Solarmodule machen sicher eine entsprechende Senkung der Förderung neuer Anlagen möglich. Unter anderem auch unter diesem Aspekt verabschiedete der Bundestag eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Damit wurde eine automatischen Kürzung der Vergütung für Solarstrom eingeführt, die von der neu installierten Leistung abhängig ist.
Schieflage bei Energie-Subventionen
Trotzdem würden einige Politiker, allen voran der Herr Rösler (FDP, Wirtschaftsminister), die Förderung des Ausbaus der Solarenergie am liebsten komplett streichen. Die erneuerbaren Energien seien schließlich inzwischen "erwachsen geworden", meint er.
Die Kosten für den Strom aus privaten Solaranlagen sind aber nur die eine Seite der Medaille.
Auf der anderen Seite leistet die Energieerzeugung mithilfe von Solarenergieanlagen nämlich einen immer wichtigeren Beitrag zur Energiewende. Und es sind nicht etwa die großen finanzstarken Energiekonzerne, die weiterhin auf ihre Atom- und Kohlekraftwerken setzen, die diese Entwicklung eingeleitet haben, sondern "die kleinen Leute wie du und ich", die ihre privaten Ersparnisse in die Zukunft der Energieerzeugung in Deutschland investieren. Die Förderung der Solarenergie einzustellen wäre ein fatales Signal, das diesen positiven Trend kippen könnte.
Den großen Energieerzeugern käme das natürlich sehr gelegen. Angesichts der Summen, die bisher in Subventionen ihrer Atomkraftwerke geflossen sind - und noch über viele zusätzliche Jahrzehnte hinweg fließen werden - empfinde ich es heuchlerisch, wenn gerade diejenigen Parteien und Politiker, die dafür verantwortlich sind, jetzt versuchen, die Förderung der erneuerbaren Energien an den Pranger zu stellen.
Auch die Absicht der Bundesrepublik, das aus den Abgasen fossil befeuerter Großkraftwerke herausgefilterte CO2 unterirdisch zu lagern, ist eine versteckte Förderung dieser Dinosaurier Technologie. Die dafür auf Kosten zukünftiger Generationen verschwendeten finanziellen Mittel fehlen heute für die Erschließung erneuerbarer Energiequellen. Allein in die Entwicklung der für die unterirdische Lagerung von CO2 notwendigen Technologie und in die Erforschung möglicherweise dafür geeigneter geologischer Formationen sind schon große Summen von Fördergeldern geflossen. Fakt ist aber, dass niemand dafür garantieren kann, dass das CO2 bis in die Ewigkeit dort unten bleiben wird. Es ist also nicht auszuschließen, dass die drohende Klimakatastrophe irgendwann zeitverzögert stattfinden könnte.
Aber glücklicherweise ist Herr Rösler nicht der einzige, der bezüglich der Zukunft der Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen etwas zu sagen hat. Die Tagesschau schreibt in ihrem Bericht, Herr Röttgen (CDU, Bundesumweltminister) habe den Vorschlägen von Herrn Rösler eine klare Absage erteilt. Es werde keine Änderung im System des EEG geben. Herr Kelber (SPD, stellvertretender Fraktionsvorsitzender) habe gesagt, ein Abwürgen des Solarstroms in Deutschland sei unsinnig, da dieser immer günstiger werde und bald schon billiger sein werde als Strom aus Offshore-Windparks. Auch Frau Lemke (Grüne, Rheinland-Pfalz, Wirtschaftsministerin) wolle das EEG in seiner jetzigen Form beibehalten. Es sei Gift, in jedem Jahr erneut darüber zu diskutieren, und damit mögliche Investoren zu verunsichern.
Erneuerbare Energien
fördern regionale Wirtschaft
Die Strompreise von vier Anbietern, die ausschließlich Strom anbieten, der aus regenerativen Energiequellen in das Netz eingespeist wird, liegen zur Zeit zwischen 23,40 und 24,80 Cent pro Kilowattstunde. Solche Stromanbieter tragen zur Förderung der mittelständischen Wirtschaft "vor Ort" bei.
Unter den vier Anbietern gibt es welche, die mit einem festgelegten Anteil des Strompreises direkt den Bau neuer dezentraler Anlagen fördern, deren Energie aus regenerativen Energiequellen stammt. Diese Anteile liegen derzeit zwischen 0,5 und 2,5 Cent. Aufgrund dieser Einkaufs- und Investitionspolitik liegen die Einkaufskosten allerdings über dem Börsenpreis für Strom. Vor der Änderung des EEG waren Anbieter, deren Bezugsanteil an kleinen und mittelständischen Erzeugern über 50 Prozent liegt, zum Ausgleich komplett von der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien befreit (sogenannter "Grünstromprivileg").
Seit der Änderung des EEG ist die Befreiung von der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien für Anbieter, die mehr als 50 Prozent von kleinen und mittelständischen Erzeugern beziehen, auf 2 Cent pro Kilowattstunde begrenzt. Für unsere Familie wird diese Änderung des EEG in diesem Jahr voraussichtlich mit ungefähr 38 Euro zu Buche schlagen. Davon redet Herr Rösler aber nicht so gerne.
Wir hatten uns zum Wechsel von unserem damaligen Stromanbieter zu unserem neuen Anbieter entschlossen, weil wir sichergehen wollen, dass wir mit einem Teil des Geldes, das wir für unsere Stromrechnung bezahlen, nicht dazu beitragen, die Atommüllproduktion zu fördern oder uns möglicherweise an einem atomaren GAU mitschuldig zu machen. Dass außerdem ein garantierter Anteil aus unserer Stromrechnung direkt dem Aufbau eines Netzes kleiner, dezentraler Anlagen, die Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugen zugute kommt, war ein weiterer Anreiz für den Wechsel.
Solange aber Herr Rösler und andere Politiker, die weiterhin mit Kohle- und Atomstromproduzenten kungeln, meinen, sie müssten die dringend notwendige Energiewende künstlich ausbremsen, anstatt sie zu fördern, macht das Gerede der schwarz-gelben Bundesregierung vom "Atomausstieg" und von der "Energiewende" deutlich, das sie eigentlich gar nicht wollen, was sie zu tun vorgeben. Die ignorieren auch weiterhin erfolgreich, dass uns die großen Energiekonzerne mit ihren fossilen Energieträgern direkt in die Klimakatastrophe steuern und mit ihren strahlenden Hinterlassenschaften die Gesundheit und das Leben aller nachfolgenden Generationen gefährden.
(Quellen: ARD-Tagesschau vom 25.01.2012, Atomausstieg selber machen)
Wenn ein privater Eigentümer Geld in die Installation einer solchen Anlage auf seinem Haus investiert, dann darf ihn die Gesellschaft nicht auf den Kosten sitzen lassen. Das heißt, er muss seine Anlage über die in das Netz eingespeiste Energie refinanzieren können.
Für jede in das Netz eingespeiste Kilowattstunde gibt der Staat eine Preisgarantie, die zur Zeit bei 24,43 Cent liegt. Die ARD Tagesschau berichtete am 25.01.2012 auf ihrer Internetseite, der Marktpreis für eine Kilowattstunde liege derzeit durchschnittlich bei fünf bis sechs Cent. Die Mehrkosten für den teureren Solarstrom geben die Netzbetreiber an die Stromkunden weiter.
Der Tagesschau zufolge betragen die dadurch verursachten Mehrkosten für eine Durchschnittsfamilie mit einem Kind ungefähr 125 Euro pro Jahr. Da immer mehr Hausbesitzer in Deutschland die Installation von Solaranlagen auf ihren Hausdächern planen, würden diese Kosten in den kommenden Jahren noch deutlich ansteigen.
Fallende Kosten für die Beschaffung neuer Solarmodule machen sicher eine entsprechende Senkung der Förderung neuer Anlagen möglich. Unter anderem auch unter diesem Aspekt verabschiedete der Bundestag eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Damit wurde eine automatischen Kürzung der Vergütung für Solarstrom eingeführt, die von der neu installierten Leistung abhängig ist.
Schieflage bei Energie-Subventionen
Trotzdem würden einige Politiker, allen voran der Herr Rösler (FDP, Wirtschaftsminister), die Förderung des Ausbaus der Solarenergie am liebsten komplett streichen. Die erneuerbaren Energien seien schließlich inzwischen "erwachsen geworden", meint er.
Die Kosten für den Strom aus privaten Solaranlagen sind aber nur die eine Seite der Medaille.
Auf der anderen Seite leistet die Energieerzeugung mithilfe von Solarenergieanlagen nämlich einen immer wichtigeren Beitrag zur Energiewende. Und es sind nicht etwa die großen finanzstarken Energiekonzerne, die weiterhin auf ihre Atom- und Kohlekraftwerken setzen, die diese Entwicklung eingeleitet haben, sondern "die kleinen Leute wie du und ich", die ihre privaten Ersparnisse in die Zukunft der Energieerzeugung in Deutschland investieren. Die Förderung der Solarenergie einzustellen wäre ein fatales Signal, das diesen positiven Trend kippen könnte.
Den großen Energieerzeugern käme das natürlich sehr gelegen. Angesichts der Summen, die bisher in Subventionen ihrer Atomkraftwerke geflossen sind - und noch über viele zusätzliche Jahrzehnte hinweg fließen werden - empfinde ich es heuchlerisch, wenn gerade diejenigen Parteien und Politiker, die dafür verantwortlich sind, jetzt versuchen, die Förderung der erneuerbaren Energien an den Pranger zu stellen.
Auch die Absicht der Bundesrepublik, das aus den Abgasen fossil befeuerter Großkraftwerke herausgefilterte CO2 unterirdisch zu lagern, ist eine versteckte Förderung dieser Dinosaurier Technologie. Die dafür auf Kosten zukünftiger Generationen verschwendeten finanziellen Mittel fehlen heute für die Erschließung erneuerbarer Energiequellen. Allein in die Entwicklung der für die unterirdische Lagerung von CO2 notwendigen Technologie und in die Erforschung möglicherweise dafür geeigneter geologischer Formationen sind schon große Summen von Fördergeldern geflossen. Fakt ist aber, dass niemand dafür garantieren kann, dass das CO2 bis in die Ewigkeit dort unten bleiben wird. Es ist also nicht auszuschließen, dass die drohende Klimakatastrophe irgendwann zeitverzögert stattfinden könnte.
Aber glücklicherweise ist Herr Rösler nicht der einzige, der bezüglich der Zukunft der Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen etwas zu sagen hat. Die Tagesschau schreibt in ihrem Bericht, Herr Röttgen (CDU, Bundesumweltminister) habe den Vorschlägen von Herrn Rösler eine klare Absage erteilt. Es werde keine Änderung im System des EEG geben. Herr Kelber (SPD, stellvertretender Fraktionsvorsitzender) habe gesagt, ein Abwürgen des Solarstroms in Deutschland sei unsinnig, da dieser immer günstiger werde und bald schon billiger sein werde als Strom aus Offshore-Windparks. Auch Frau Lemke (Grüne, Rheinland-Pfalz, Wirtschaftsministerin) wolle das EEG in seiner jetzigen Form beibehalten. Es sei Gift, in jedem Jahr erneut darüber zu diskutieren, und damit mögliche Investoren zu verunsichern.
Erneuerbare Energien
fördern regionale Wirtschaft
Die Strompreise von vier Anbietern, die ausschließlich Strom anbieten, der aus regenerativen Energiequellen in das Netz eingespeist wird, liegen zur Zeit zwischen 23,40 und 24,80 Cent pro Kilowattstunde. Solche Stromanbieter tragen zur Förderung der mittelständischen Wirtschaft "vor Ort" bei.
Unter den vier Anbietern gibt es welche, die mit einem festgelegten Anteil des Strompreises direkt den Bau neuer dezentraler Anlagen fördern, deren Energie aus regenerativen Energiequellen stammt. Diese Anteile liegen derzeit zwischen 0,5 und 2,5 Cent. Aufgrund dieser Einkaufs- und Investitionspolitik liegen die Einkaufskosten allerdings über dem Börsenpreis für Strom. Vor der Änderung des EEG waren Anbieter, deren Bezugsanteil an kleinen und mittelständischen Erzeugern über 50 Prozent liegt, zum Ausgleich komplett von der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien befreit (sogenannter "Grünstromprivileg").
Seit der Änderung des EEG ist die Befreiung von der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien für Anbieter, die mehr als 50 Prozent von kleinen und mittelständischen Erzeugern beziehen, auf 2 Cent pro Kilowattstunde begrenzt. Für unsere Familie wird diese Änderung des EEG in diesem Jahr voraussichtlich mit ungefähr 38 Euro zu Buche schlagen. Davon redet Herr Rösler aber nicht so gerne.
Wir hatten uns zum Wechsel von unserem damaligen Stromanbieter zu unserem neuen Anbieter entschlossen, weil wir sichergehen wollen, dass wir mit einem Teil des Geldes, das wir für unsere Stromrechnung bezahlen, nicht dazu beitragen, die Atommüllproduktion zu fördern oder uns möglicherweise an einem atomaren GAU mitschuldig zu machen. Dass außerdem ein garantierter Anteil aus unserer Stromrechnung direkt dem Aufbau eines Netzes kleiner, dezentraler Anlagen, die Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugen zugute kommt, war ein weiterer Anreiz für den Wechsel.
Solange aber Herr Rösler und andere Politiker, die weiterhin mit Kohle- und Atomstromproduzenten kungeln, meinen, sie müssten die dringend notwendige Energiewende künstlich ausbremsen, anstatt sie zu fördern, macht das Gerede der schwarz-gelben Bundesregierung vom "Atomausstieg" und von der "Energiewende" deutlich, das sie eigentlich gar nicht wollen, was sie zu tun vorgeben. Die ignorieren auch weiterhin erfolgreich, dass uns die großen Energiekonzerne mit ihren fossilen Energieträgern direkt in die Klimakatastrophe steuern und mit ihren strahlenden Hinterlassenschaften die Gesundheit und das Leben aller nachfolgenden Generationen gefährden.
(Quellen: ARD-Tagesschau vom 25.01.2012, Atomausstieg selber machen)
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