Dienstag, 30. Juni 2015

Der Ansager einer Striptease Nummer gab nicht auf

Der Ansager einer Striptease Nummer (gespielt von Wolfgang Marten) ...
Alle Plätze in dem kleinen Raum vor der Bühne sind belegt. Das Publikum wartet auf die Darbietung einer Striptease Tänzerin. Der Ansager der bevorstehenden Striptease Nummer (gespielt von Wolfgang Marten) betritt die Szenerie, richtet hier ein nicht ganz gerade hängendes Bild an der Wand und dort eine nicht absolut perfekt ausgerichtete Requisite auf der Bühne. Nach einem Schluck aus seinem Whiskey Glas erklärt er dem gespannten Publikum, dass ihm gleich der letzten klassische Striptease in Deutschland dargeboten werden wird und beginnt mit der Erläuterung dessen, was das Publikium erwartet, sobald die Tänzerin Andrea auf der Bühne erscheinen wird.


... wartet vergeblich auf das Erscheinen der Tänzerin ...
Der Bühnentechnik sei Dank, hört man die sich aufbauende erotische Spannung förmlich knistern. Eigentlich wären die Worte: "Das Fernsehen ist der Tod des klassischen Striptease", das Stichwort für den Auftritt Andreas gewesen. Aber Andrea tritt nicht wie angekündigt hinter dem Vorhang hervor ... - und dem Ansager bleibt nichts anderes übrig, als zu improvisieren ...


und muss notgedrungen improvisieren.
  
So in etwa begann die Premiere des "Ansagers einer Striptease Nummer, der nicht aufgab" die am vergangenen Samstag im Rahmen des Leher Kultursommers 2015 aufgeführt wurde. Je mehr Zeit verging, desto mehr stellte sich unwillkürlich ein gewisses Mitleid mit dem Ansager ein, der die Situation allerdings souverän beherrschte. Für mich war dies das erste Solo-Theater Stück, das ich gesehen habe.

In der Gaststube des am Rande des Bremerhavener Rotlichtviertel gelegenen Hotels "Metropol" war das Publikum quasi ein Teil der Szenerie und der Aufführung. Ohne es zu merken, fand es sich streckenweise interaktiv in der Rolle des wartenden Striptease-Publikums wieder. Den Äußerungen und Kommentaren der anderen Besucher war zu entnehmen, dass Alle viel Spaß dabei hatten. Alles in allem war es eine rundum gelungene Premiere. Weitere Aufführungen gibt es am 1., 2., 9. und 12. Juli 2015. Mehr Details über das Stück, zu den Eintrittspreisen etc. sind  auf Seite 14 des Programmheftes des "Leher Kultursommers 2015" zu finden.

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