Montag, 17. Mai 2010

Die Schwarze Pest des 20. Jahrhunderts

In der Vorstellung der Menschen in den westlichen Industrienationen ist "Land" etwas, das einen materiellen Wert hat. Man kauft und verkauft es für Geld. Wenn man Land gekauft hat, dann besitzt man es. Die Landbesitzer bestimmen, was mit ihrem Besitz geschieht. In der Vorstellung vieler Naturvölker, die von den Menschen der sogenannten "Ersten Welt" auch heute noch oft geringschätzig "Wilde" genannt werden, ist die Erde die Mutter aller Lebewesen - auch die der Menschen. Die Vorstellung Land zu besitzen, es zu kaufen oder zu verkaufen, ist ihnen fremd. Wer käme schon auf die Idee, seine Mutter zu verkaufen?

In den Industrienationen der "Ersten Welt" besitzen die Menschen nicht nur das Land, das sie gekauft haben, sondern auch die "Schätze" in der Erde darunter. Wer Land besitzt, unter dem sich wertvolle Erze oder gar Erdöl befinden, der beutet die Bodenschätze aus, verkauft sie, bekommt dafür sehr viel Geld und wird dabei sehr schnell reich. Besonders die Besitzer von Erdölquellen steigen im Verlauf des letzten Jahrhunderts zu den reichsten Menschen der Welt auf.

Die Kehrseite des Öl-Reichtums kristallisierte sich erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts langsam heraus: Verbrennungsprodukte aus dem Öl, das die Menschen aus dem Schoß der Erde saugen, heizen das Klima der Erde auf. Rohes Erdöl tötet das Leben im Meer - nicht zum erstem Mal. Als schwerste Olkatastrophe galt bisher die Havarie der "Exxon Valdez" im März 1989. Die Region und deren Bewohner haben sich bis heute nicht von den Folgen erholt. Damals war es ein Öltanker, dessen Ladung aus einem begrenzten Volumen Öl bestand, das aus einem Leck in das arktische Meer mit seinem empfindlichen Ökosystem vor der Küste Alaskas floss. Dieses Mal strömt es ohne Unterlass direkt aus einer künstlichen Quelle am Grunde der Karibik. Es gibt dort unten noch sehr viel mehr Öl, ungleich mehr, als die "Exxon Valdez" vor 21 Jahren an Bord hatte ...

Es gibt Menschen, die nennen das Erdöl "Schwarzes Gold".
Ich nenne es die "Schwarze Pest" des 20. Jahrhunderts.

Manche Menschen sagen jetzt, Mutter Erde wehre sich. Vielleicht tut sie das ja tatsächlich. Aber zu was für einen Preis! Zuerst sterben ihre Kinder im Ozean an der neuen schwarzen Pest. Der Ozean ist die Wiege des Lebens.

Die Menschen auf dem Festland werden die neue Katastrophe überleben. Es ist nicht ihr Leben, das bedroht ist - nur ihr Vermögen. Sie werden keine Fische mehr essen können, die sie bisher aus dem jetzt ölverseuchten Meer gefischt haben. Stattdessen werden sie dann eben Fische essen, die irgendwo anders aus dem Meer geholt, und mit Schiffen, mit dem Zug, mit dem Flugzeug oder mit Lkw's über weite Strecken zu ihnen hin transportiert werden. Die Fischer werden ihre Kutter verkaufen müssen, weil sie aufgrund der ausbleibenden Einnahmen aus der Fischerei die laufenden Kosten ihrer jetzt nutzlosen Fischereifahrzeuge nicht mehr bezahlen können. Sie werden sich neue Erwerbsquellen suchen müssen. Vielleicht finden sie ja irgendwo Arbeit in irgendeiner Fabrik. Zum Ruin der Existenz kommt dann noch der Verlust der Heimat hinzu. Den Menschen, die bisher von den Touristen lebten, die jeden Sommer an den jetzt ölverschmierten Stränden der Karibik und des Golfs von Mexiko ihren Urlaub verbrachten, wird es nicht anders ergehen. Sie alle werden zu Umwelt- und Wirtschaftsflüchtlingen im eigenen Land. Aber abgesehen von ein paar finanziellen Kratzern, wird auf dem Lack der Vereinigten Staaten von Nordamerika wohl kein wirklicher Schaden zurückbleiben.

Und wir? Wir füllen die Tanks unserer Autos, als sei nichts geschehen. Der Golf von Mexiko, die Karibik, das alles ist weit weg ... - bestenfalls steigende Kraftstoffpreise können uns hier in Europa gelegentlich noch etwas aus der Ruhe bringen. Aber wir fahren trotzdem wieder zur Tankstelle und füllen unsere Tanks - leise über die Preise murrend - mit der schwarzen Pest des 20. Jahrhunderts.

"Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde; was immer den Tieren geschieht - geschieht bald auch dem Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was der Mensch der Erde antut, tut er sich selbst an."


Dieses Zitat wird einer Rede von Seattle, einem Häuptling des Volkes der Duwamish, das früher einmal im heutigen Bundesstaat Washington der USA lebte, zugeschrieben. Dass er diese Rede im Jahre 1855 gehalten hat ist historisch belegt. Dafür, dass er seine Worte genau so formuliert hat, gibt es jedoch keinen Beleg. Aber wenn er es auch nur sinngemäß so gesagt hat: Hätten die europäischen Einwanderer damals auf die Worte der seit Jahrtausenden mit dem Land verwurzelten "native Amerikans" gehört, und hätten sie von Seattle gelernt, dann wäre der Welt im letzten Jahrhundert viel erspart geblieben, und wir könnten heute etwas entspannter in die Zukunft blicken.

Ich weiß inzwischen: Viele Menschen lernen, und beginnen zu verstehen, dass wir unsere "Mutter Erde" schützen und pflegen müssen, wenn es noch eine Zukunft für unsere Nachkommen und unsere Mitgeschöpfe auf unserem gemeinsamen Heimatplaneten geben soll. Es müssen nur noch viel mehr werden, denen das bewusst wird. Und ihre Zahl muss schnell zunehmen, denn sonst läuft uns die Zeit davon, die der Menschheit noch zum Handeln bleibt. Aber noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben ...


Nach der Havarie der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko unternahm der Erdölkonzern BP, dem die Bohranlage gehörte zwei Versuche mit Stahlglocken, die - über die sprudelnde Ölquelle am Meeresgrund gestülpt - den unkontrollierten Austritt des Öls ins Meer weitgehend verhindern sollten. Bis zu 85 Prozent der rund 800000 Liter Eröl, die täglich unkontrolliert aus dem Bohrloch ins Meer gelangen, sollten über eine Leitung aus der Glocke abgesaugt werden.

Gestern berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), im Kampf gegen das austretende Öl habe der BP-Konzern erstmals einen Teilerfolg erzielt. Fachleuten sei es gelungen, ein Rohr in die zerstörte Steigleitung zu setzen, um das hervorsprudelnde Öl in einen Tanker abzupumpen. Bis dahin waren alle Versuche, die Katastrophe zumindest einzudämmen, kläglich gescheitert. Die (FAZ) zitiert in ihrem Bericht von gestern eine Frau Joye (Meereswissenschaftlerin) mit den Worten: "Es könnte Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis sich das System von der Einleitung solch großer Mengen Öl und Gas erholt." - Nach den Erfahrungen mit den Folgen der "Exxon Valdez" würde ich eher von Jahrzehnten ausgehen, als von Jahren ... - von sehr vielen Jahrzehnten.


Die Katastrophe ...

Vor der Katastrophe kündigten US-Präsident Obama und Kongressabgeordnete zusätzliche Ölbohrungen in den Küstengebieten der USA an.

Nach der Katastrophe droht den Menschen und Tieren an der Küste jetzt eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes. Erste Ausläufer des gewaltigen Ölteppichs haben die Küste der USA erreicht und verseuchen das älteste Naturschutzgebiet der USA. Aus Angst vor den Auswirkungen wollen die Behörden mit allen Mitteln verhindern, dass noch mehr Öl die Küsten erreicht. Durch Abbrennen des auf der Oberfläche treibenden Öls und mit giftigen Chemikalien, die das Öl unter Wasser auflösen sollen wollen sie die Katastrophe beherrschen ... - mit unbekannten Folgen und Risiken für das empfindliche Ökosystem im Meer.

Inzwischen fahren die Öl-Konzerne weiterhin saftige Gewinne ein. Nach Angaben des Spiegel vom 27.04.2010 verdoppelte der BP-Konzern seinen Gewinn im ersten Quartal auf 5,6 Milliarden US-Dollar.


... nach der Katastrophe

Man mag es kaum glauben:
Auch nach der Explosion und dem Untergang der "Deepwater Horizon" und der sich gerade erst anbahnenden Katastrophe, deren verheerende Auswirkungen noch gar nicht absehbar sind, aber für die marine Umwelt bereits jetzt das schlimmste befürchten lassen, halten die dafür politisch Verantwortlichen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika noch immer unbeirrt an ihren Plänen fest, die Ölbohrungen vor der Küste auszuweiten.

Und die Macht der Erdöl-Lobby scheint ungebrochen. Die FAZ berichtete am 16.05.2010 über ein Interview der BBC mit Herrn Hayward (BP-Chef). Dieser habe gesagt, trotz der Umweltkatastrophe werde es auch in Zukunft Ölbohrungen in großen Meerestiefen geben. Genauso wenig wie das Unglück von Apollo 13 zum Ende der Raumfahrt geführt habe oder schwere Flugzeugunglücke die Menschen abgehalten hätten, weiter zu fliegen, werde das Ölleck zum Ende der Suche nach Ölfeldern in tiefen Gewässern führen.

Beim Unglück der Apollo 13 kamen 3 Menschen ums Leben. Bei Flugzeug-Unglücken sterben oft hunderte von Menschen. Bei einer Ölpest vom Ausmaß der von BP zu verantwortenden Katastrophe kommt es jedoch zu nachhaltigen Schäden, die für Millionen von Küstenbewohnern den Verlust der wirtschaftlichen Existenz bedeuten, und die wertvolle marine Ökosysteme vernichten. Angesichts der weltweiten Überfischung der Meere durch die Fangflotten der Industrienationen, bedeutet jeder einzelne Verlust weiterer Fischfanggebiete letztlich auch den Verlust einer wichtigen Nahrungsquelle für die Ernähung der Weltbevölkerung.

DAS sind die eigentlichen Katastrophen:

Die neue Ölpest stellt die Energiepolitik der USA jedoch erneut ernsthaft in Frage. Das erkennen inzwischen nicht nur die Küstenbewohner in den Staaten am Golf von Mexiko. Auch dem historisch größten Klimasünder der Welt müsste es jetzt so langsam eigentlich selbst dämmern, dass es dringend notwändig ist, seinen Energiehunger auf Energiequellen umzustellen, die unschädlich für das Klima sind und die keine Risiken für Zukunft seiner nachfolgenden Generationen in sich bergen. Seit Jahren fordert die Welt von den USA, dass sie den Klimaschutz endlich ernst nehmen. Doch bisher halten nicht nur die Ölkonzerne, sondern die gesamte US-amerikanische "CO2-Lobby" die Politiker in Washington fest im Griff, und anstelle von Investitionen in erneuerbare Energien, steht weiterhin die Ausweitung der Ölbohrungen auf deren Programm.


Das muss sich schnellstens ändern!

Herr Nelson (USA, Florida, Senator) hat jetzt ein neues Gesetz vorgestellt, dass den Ausbau der Bohrungen vor der Küste einschränkt. Das internationale demokratische Netzwerk AVAAZ hat daraufhin eine Petition verfasst, um Herrn Nelson dabei mit einem weltweiten Proteststurm zu unterstützen.

Die Petition, die Herrn Obama (USA, Präsident) und die Abgeordneten im Kongress auffordert auf Ölbohrungen zu verzichten und stattdessen die USA und die Welt in eine saubere Zukunft zu führen, kann auf der Internetseite von AVAAZ online unterzeichnet werden.

Sobald 500000 Unterschriften zusammengekommen sind, wird AVAAZ die Petition an das Weisse Haus in Washington übergeben.


(Quellen: Frankfurter Allgemeine vom 16.05.2010, Süddeutsche Zeitung vom 03.05.2010, Die Zeit vom 06.05.2010, Der Spiegel vom 07.05.2010, vom 27.04.2010, und vom 31.03.2010)

Sonntag, 16. Mai 2010

Ein Frühlingsspaziergang in Lehe


Ein Frühlingsspaziergang im südlichen Lehe

Heute lade ich euch zu einem Sonntagsspaziergang durch mein Viertel, an das nahegelegene Ufer der Geeste und durch die aus dem Winterschlaf erwachenden Parkanlagen im Süden des Bremerhavener Stadtteils Lehe ein.

Nach der ungewöhnlich langen Schneeperiode der vergangenen dunklen Jahreszeit sehnte sich wohl jeder nach dem Frühling. Mit den Tagen des ersten grünen Schimmers an den Bäumen und den ersten bunten Tupfern am Boden kamen auch die ersten wärmeren Tage dieses Jahres. Überwiegend war es in Bremerhaven bisher aber immer noch so kalt, dass ich meine Winterjacke noch nicht endgültig wieder zuück in den Schrank hängen konnte.

Ich liebe den Frühling, wenn die Natur aus ihrer winterlichen Starre erwacht, wenn die Tage wieder länger werden, so dass man sich auch abends noch draußen aufhalten kann und wenn die Bäume explosionsartig ihre Blüten öffnen. Explosionsereignisse umfassen jedoch nur eine kurze Zeitspanne. Das gilt leider auch für den Farbenrausch in den Kronen der Bäume, der jedesmal so schnell wieder vorüber ist, wie er begonnen hatte.

Ich habe diese "bunten Tage" im Freien genutzt und mit der Kamera einige Frühlings-Impressionen aus dem Süden Lehes festgehalten, die ich in diesem Video zu einem kurzen "virtuellen Spaziergang" zusammengefügt habe.


Samstag, 15. Mai 2010

Ein Strohhalm für Karstädte


Bremerhaven, Nov. 2008: Vor Karstadt im Columbus-Center

Nachdem ich des Öfteren schon die ablehnende Haltung der Bremerhavener CDU gegen ein von den Bremerhavener Einzelhändlern und der IHK gefordertes Einzelhandelsgutachten für den Bremerhavener Einzelhandel und ihre Weigerung, etwas gegen den Wildwuchs der Supermärkte zu unternehmen, kritisiert habe, muss ich jetzt zur Abwechslung wohl einmal ein Lob aussprechen.

Das Einzelhandelsgutachten, das Herr Teiser (CDU, Bürgermeister und Kämmerer) seit Jahren blockiert hat, ist auch seit langem eine Forderung von Karstadt. Karstadt braucht verlässliche Aussagen der Politik, auf deren Grundlage über den Erhalt oder über die Aufgabe des Standorts Bremerhaven entschieden werden kann. Die Bremerhavener Karstadt-Filiale im Columbus-Center stand trotz der prekären Lage des Mutterkonzerns ursprünglich nicht zur Disposition. Angesichts der in den letzten Jahren explosionsartig steigenden Anzahl neuer Discounter und Supermärkte in Bremerhaven nahm jedoch die Zuversicht Karstadts in die Zukunft seines Standorts Bremerhaven ab.

Als es jetzt aber darum ging, dem Insolvenzplan des Insolvenzverwalters zum Erfolg zu verhelfen, war die CDU wohl sofort bereit, auf Einnahmen aus der Gewerbesteuer von Karstadt zu verzichten. Die Nordsee-Zeitung zitiert Herrn Teiser in ihrer Ausgabe vom 12.05.2010 mit den Worten: "Wir haben unsere Zustimmung seinerzeit sofort signalisiert." Ein entsprechender Beschluss sei vom Magistrat gefasst worden. "Es geht bei uns schließlich um mehr als 100 Arbeitsplätze in der Innenstadt." Ebenso wie Bremerhaven haben auch 79 weitere Städte einem befristeten Verzicht auf Gewerbesteuereinnahmen zugestimmt, um ihren Karstadt Filialen eine Chance zur Überwindung der Insolvenz zu ermöglichen. Zumindest in Bremerhaven geht es dabei eigentlich um noch viel mehr, als um den Erhalt der Arbeitsplätze. Eine so große leerstehende Ladenfläche direkt am Weg zwischen der Fußgängerzone und der "Glasbrücke" über den Alten Hafen zu den Havenwelten böte ein trostloses Bild in der direkten Nachbarschaft des touristischen Zentrums von Bremerhaven.

Es wäre schön, wenn Herr Teiser und die CDU zukünftig auch die Existenzsorgen um die bestehenden Arbeitsplätze im Bremerhavener Einzelhandel in den Stadtteilen ernst nähme, und ernsthafte Maßnahmen für deren Erhalt in Angriff nähme. Weitere neue Supermärkte sind diesbezüglich eher kontraproduktiv. Darüber hinaus gilt es, die beginnende Verödung der bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts hinein lebendigen Einkaufs und Geschäftszentren in Lehe und in Geestemünde aufzuhalten, bevor dort irreparable Schäden erstehen. Mit dem Wegfall von Einkaufsmöglichkeiten in direkter Nachbarschaft der Wohngebiete ginge dort nämlich auch ein Teil der Wohnqualität verloren, was in der Folge zu Wohnraum-Leerständen führen könnte.

Da 14 Städte bis zum 12. Mai ihre Zustimmung zum befristeten Verzicht auf Gewerbesteuereinnahmen noch verweigert hatten, war es bis dahin jedoch noch nicht sicher, ob die Zustimmung der 80 Städte ausreichen wird, um Karstadt aus der Bredouille zu helfen. Die Nordsee-Zeitung berichtete, es müsse eine 98-prozentige Zustimmung geben, damit der Insolvenzplan in Kraft treten kann. Auch diesen 14 Städten müsste doch eigentlich daran gelegen sein, großflächige Leerstände in ihren Zentren zu vermeiden. Mit ihrer Weigerung, ihren Karstadt-Filialen eine Zukunftsaussicht zu ermöglichen, in dem sie für einen überschaubaren Zeitraum auf Steuereinnahmen verzichten, riskieren sie den endgültigen Ausfall dieser Einnahmequelle und den Wegfall einer großen Zahl von Arbeitsplätzen. Gleichzeitig entreißen sie anderen Städten mit Karstadt Kaufhäusern den letzten Strohhalm, an den sich diese sich noch klammern können, um dem gleichen Schicksal zu entgehen.


(Quelle: Nordsee-Zeitung vom 12.05.2010)

Freitag, 14. Mai 2010

Zwischennutzung statt Leerstand


Bremerhaven: Abriss des Hauses Bremerhavener Straße 3

Mit den Häusern Heinrichstraße 40 und Bremerhavener Straße 3 wurden jetzt die ersten beiden verwahrlosten Immobilien im Leher Ortsteil "Goethestraße" abgerissen, deren Verfall so weit fortgeschritten war, dass sie nicht mehr zu retten waren. Jetzt geht es darum, die entstandenen Lücken sinnvoll so mit Leben zu füllen, dass diese am Ende keinen schlimmeren Anblick bieten, als vorher die verfallenden Gebäude.

Abrissmaßnahmen im Leher Gründerzeitviertel "Goethestraße" müssen aber einzelne Notmaßnahmen bleiben. Es geht hier um nichts weniger, als um den den Erhalt des Stadtbildes im letzen Viertel Bremerhavens mit großflächigen komplett erhaltenen Blockrandbebauungen aus der Gründerzeit, welche die Bombenangriffe der alliierten Bomberflotten im Jahre 1944 nahezu unbeschadet überstanden haben. Gefragt sind daher Ideen für Konzepte, mit denen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, mit denen die leerstehenden Immobilien auf kreative Weise wieder mit Leben gefüllt werden, auch wenn die Nachfrage regulärer Mieter oder Käufer hinter dem Angebot der leerstehenden Wohnungen zurückbleibt.

Um Wege aufzuzeigen, mit denen dies erreicht werden kann führen das Kultubüro Lehe und das Kulturpädagogische Netzwerk gemeinsam mit der Eigentümergemeinschaft Lehe e.V. (ESG-Lehe) am Mittwoch, dem 19. Mai, die öffentliche Veranstaltung "Beispiele für nachhaltige Gestaltung des städtischen Wandels durch Zwischennutzung" durch.

Mitglieder der "ZwischenZeitZentrale" (ZZZ) aus Bremen werden über temporäre Zwischennutzungsprojekte referieren, die ein ZZZ-Team seit mehreren Jahren in Bremen durchführt. Außerdem werden sie über die Tagung "2nd hand spaces: nachhaltige Gestaltung des städtischen Wandels durch Zwischennutzung" berichten, die bereits am 5. und am 6. Mai 2010 in Bremen stattgefunden hat.


Das Konzept der ZZZ

Leerstände und Brachflächen sind Möglichkeitsräume für Eigentümer und NutzerInnen und bieten Entwicklungspotentiale für das gesamte Quartier. Zwischennutzungen aktivieren Nischen im Stadtgefüge nach dem Prinzip „vergünstigter Raum gegen befristete Nutzung" und schaffen so ideale Bedingungen für kleine Unternehmen, Initiativen und Vereine. Die erschwingliche Miete verringert das finanzielle Risiko der Nutzer und vergrößert ihren Mut neue Ideen auszuprobieren.

Die Zahlungsarten von Zwischennutzern sind vielfältig: neben Mietzahlungen bringen sie ihre Arbeitskraft, Kreativität, ihre kulturellen Fertigkeiten und sozialen Netzwerke mit ein. Die Eigentümer erhalten wieder Einnahmen, ihre Immobilie wird gepflegt und bekommt eine neue positive Ausstrahlung.

Das gesamte Quartier wird durch das neue Angebot bereichert. Es werden weitere Projekte angezogen und eine Offenheit für Umnutzungen geschaffen. Häufig entstehen aus Zwischennutzungen nachhaltige Nutzungsperspektiven und die befristeten Nutzungsvereinbarungen werden in normale Mietverträge überführt.

Ungenutzte Flächen haben dagegen eine negative Ausstrahlungskraft, ziehen Vandalismus an und verursachen Kosten.


Veranstaltung
  • Beispiele für nachhaltige Gestaltung des städtischen Wandels durch Zwischennutzung

    am 19. Mai
    um 19 Uhr
    in der "Theo"
    Lutherstraße 7


Mittwoch, 12. Mai 2010

Das neue Bremerhavener Wahlrecht

Am Montag, 17. Mai 2010, findet um 18 Uhr die nächste Stadtteilkonferenz Lehe statt - dieses Mal in den Räumlichkeiten des Bürgersenders "Weser TV" in derHafenstraße 156.

Vor ca. 2 Jahren haben ungefähr 65000 Bürger und Bürgerinnen in einem Volksbegehren eine Wahlrechtsänderung gefordert. Im nächsten Jahr werden wir in Bremerhaven unsere neue Stadtverordnetenversammlung auf Grundlage des geänderten Wahlrechts wählen.


In der Sendung des "Weser TV" wird die Stadtteilkonferenz Lehe mit den Gästen
  • Tim Weber
    Referent des Vereins „MEHR DEMOKRATIE“ e.V
  • Artur Beneken (SPD)
    Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung (STVV),
  • Paul Bödeker (CDU)
    Fraktionssprecher in der STVV und Bürgerschaftsabgeordneter
  • Dr. Ulf Eversberg (Bündnis 90/ Die Grünen)
    Fraktionssprecher in der STVV
  • Mark Ella (FDP)
    Fraktionssprecher in der STVV und Bürgerschaftsabgeordneter

über die Änderungen, Ursachen und mögliche Auswirkungen des neuen Wahlrechts diskutieren.


(Quelle: Einladungsschreiben der Stadtteilkonferenz Lehe vom 10.05.2010)

Montag, 10. Mai 2010

Jahrmarkt und Deutsch-Amerikanisches Volksfest


Impressionen vom Bremerhavener Frühjahrsmarkt 2010

Was in anderen Gegenden Deutschlands Kirmes, Volksfest oder Rummel heißt, das nennt sich in Bremerhaven Jahrmarkt. Jahrmärkte gibt es hier zwei Mal im Jahr: Anfang des Jahres den Bremerhavener Fühjahrsmarkt und den Bremerhavener Freimarkt im Spätsommer. Der Jahrmarkt findet seit Jahrzehnten auf dem Bremerhavener Festplatz, dem Wilhelm-Kaisen-Platz, in Lehe statt. Das Video zeigt Impressionen vom diesjährigen Frühjahrsmarkt, der am letzten Wochenende zu Ende ging.


Erinnerungen an das Deutsch-Amerikanische Volksfest

Zur Zeit des Kalten Krieges, als die US-Army noch in Bremerhaven stationiert war, veranstalteten die Amerikaner während des Freimarkts auf dem gegenüberliegenden "Phillips-Field", dem Sportplatz der US-Army, zeitgleich in jedem Jahr das Deutsch-Amerikanische Volksfest.

Mitten auf dem Platz stand eine Tanzfläche, auf der die "Port Promenaders" amerikanischen Square Dance vorführten.

Am westlichen Ende des Rasens wurde der "Red Dog Saloon", das Festzelt der Amerikaner, aufgebaut. Darin herrschte regelmäßig großes Gedränge, und es gab Live Musik von örtlichen Rock, Pop und Soul Bands.

Entlang der Rennlaufbahn um das Phillips-Field waren Buden und Stände aufgebaut. Zu den alljährlich heiß begehrten kulinarischen Spezialitäten gehörten das amerikanische Fürst-Pückler-Eis und der Hamburger-Stand. Das Eis verkauften die Amerikaner - ohne es erst lange in Eiswaffeln oder Becher umzufüllen - in großen Papp-Verpackungen für einen "Appel und 'n Ei".

Der Hamburger-Stand auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest war damals die einzige Möglichkeit in Bremerhaven, einmal im Jahr einen (oder mehrere) Hamburger zu essen. So etwas wie "das etwas andere Restaurant" mit dem großen gelben "M"-Logo war - zumindest in Bremerhaven - noch nicht erfunden, und die Hamburger die es dort und in in diversen anderen Hamburger-Restaurants heute zu kaufen gibt sind ohnehin nur ein müder Abklatsch von denen, die man bei den Amerikanern bekam.

Vor dem Genuss seines Hamburgers musste man allerdings erst einmal ein festgelegtes Ritual durchlaufen. Man stellte sich an das Ende der Menschenschlange und wartete geduldig, bis man endlich die Kasse an dem einen Ende des Hamburger-Stands erreichte. Dort angekommen erhielt man einen Pappteller mit einem dieser typisch amerikanischen weichen Brötchen darauf, auf deren einer Hälfte ein gigantischer, auf dem Grill zubereiteter Hamburger lag. Damit ging man dann weiter in der Schlange entlang des äußerst reichhaltigen Zutatenbuffets, und belegte seinen Hamburger phantasievoll entsprechend seines persönlichen Geschmacks. Mengenmäßig gab es - abgesehen von der Größe des Papptellers und dem Fassungsvermögen des Hamburgerbrötchens - keinerlei Limit.

Auch in den letzten Jahren des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes, als die Hamburger-Restaurants in Mode gekommen waren, wurden die Schlangen am Hamburger-Stand nicht kürzer. Die Hamburger der Amerikaner waren eben konkurenzlos.

Nebenbei tönten die ganze Zeit die Rufe der Betreiber einer Glücksspielbude über das Phillips-Field: "Chuck a Luck, Chuck a Luck, Chuck-a-Chuck-a-Chuck a Luck". Ich habe dort nie mitgespielt, sondern immer nur zugeschaut, wie die Leute ihre Münzen auf eine große Holzplatte warfen, und ab und zu eine Handvoll Münzen zurück erhielten.

Eine Kuriosität unter den Buden war jene, die den Namen "Dunk the Victim in the Water" trug. Ins deutsche übersetzt verbirgt sich dahinter die Aufforderung, "das Opfer im Wasser zu versenken". Das "Opfer" war ein US-Soldat, der auf einem Ende einer Wippe saß. Das andere Ende der Wippe war mit der Mechanik einer Zielscheibe verbunden und unter dem "Opfer" befand sich ein hoher Swimming Pool. Die Leute kauften Bälle, die sie möglichst kraftvoll gegen die Zielscheibe warfen, um damit die Arretierung des Endes der Wippe auf der Seite der Zielscheibe zu lösen. Während die Ballwerfer, oft vergeblich, versuchten das "Opfer" zu versenken, begleitete dieses die Fehlwürfe seiner "Henker" mit mit lautem Hohn und Spott. Gelang es jemandem, das "Opfer" im Swimmingpool zu versenken, dann folgten Spott und lautes Gejohle aus der Menge der umstehenden Ballwerfer.

Ich habe die armen "Opfer" oft bedauert, wenn sie an kühleren Tagen nach einer Versenkung nass und nur mit einer Badehose bekleidet frierend auf ihrem Ende der Wippe saßen und auf den nächsten erfolgreichen Treffer warteten.

Ich weine den Zeiten des Kalten Krieges bestimmt keine Träne nach, aber das Deutsch-Amerikanische Volksfest war Kult.

Sonntag, 9. Mai 2010

Katerstimmung im Wespennest

Seit gestern abend ist die Episode der scharz-gelben Herrschaft der Wespenkoalition in Nordrhein-Westfahlen Vergangenheit. Die Bürger haben zurückgestochen. Auch damit, dass im Bundesrat alles so einfach durchgewinkt werden kann, ist es jetzt erst einmal wieder vorbei.

  • Das macht Hoffnung:
    Der klimaschädliche Bau neuer Kohlekraftwerke, der Irrsinn, die deutschen Atomkraftwerke mindestens weitere 30 Jahre lang zu betreiben, der steuerpolitische Blindflug der FDP und die u.a. auch daraus resultierende Überlastung der Städte und Gemeinden - all das bedarf in der nächsten Zeit in vielen Fällen der Zustimmung der Oppositionsparteien im Bundesrat.

Gestern Abend antwortete Herr Westerwelle auf die Frage, ob das schlechte Abschneiden der FDP bei den Landtagswahlen nicht auch seine Niederlage sei, man gewinne gemeinsam, und man verlöre gemeinsam. Damit hat er zwar ohne Zweifel recht, doch beantwortete das in keiner Weise die an ihn gestellte Frage. Bisher trat er in der Öffentlichkeit immer sehr dominant auf. Die Kritik der Bürger an seinem atompolitischen Kurs oder seiner Steuerpolitik in Zeiten leerer Kassen, die Begünstigungspolitik gegenüber seiner Partei wohlgesonnenen Gruppierungen und Teilen der Wirtschaft oder seine Diffamierungskampagnen gegen die schwächsten unserer Gesellschaft, scherten ihn herzlich wenig.

Da hat Herr Westerwelle es doch richtig gut, wenn er sich jetzt hinter seiner Partei und der gesamten Bundesregierung verstecken kann.

Das Wahlergebnis sei ein Warnschuss - auch für die Bundesregierung, verkündete Herr Westerwelle gestern Abend gleich mehrmals. Dieser sei gehört worden. - Allerdings ließ Herr Westerwelle nicht wirklich erkennen, dass er auch meinte, was er da sagte. Ich hatte eher den Eindruck, er sei vielleicht etwas irritiert. Die wichtigste Aufgabe der FDP sei es jetzt, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen.

Ich habe zu wenig Informationen darüber, mit welchem landespolitischen Programm die FDP zu Wahl angetreten war. Aber zumindest auf bundespolitischer Ebene war doch eigentlich bereits lange vor dem gestrigen Wahltag klar zu erkennen, dass Herr Westerwelle und seine Partei das Vertrauen der Bundesbürger schon längst verspielt hatten. Die monatlichen Umfragen von ARD und ZDF belegen diesen Trend. Es wäre also Zeit genug gewesen, auf die Bürger zu hören, und den bundespolitischen Kurs der FDP zu korrigieren.

Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise beharrt die FDP jedoch wie ein trotzköpfiges kleines Kind auf ihren Steuersenkungen. Gegen den deutlich erkennbaren Willen der Bürger hält sie ebenfalls an ihrem radikalen Umbau der Gesundheit und längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke fest. Für all dies steht seit der letzten Bundestagswahl insbesondere Herr Westerwelle. Sollte die FDP tatsächlich die Absicht haben, "das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen", dann sollte sie neben Korrekturen an wesentlichen Teilen ihres Regierungsprogramms vielleicht auch ernsthaft über einen neuen Parteivorsitzenden nachdenken.


Vorläufiges amtliches Wahlergebnis

Die FDP kann zwar in Nordrhein-Westfahlen mit 6,7 Prozent eine leichte Verbesserung ihres Stimmenanteils verzeichnen, bleibt damit aber deutlich hinter ihren Zugewinnen bei der Bundestagswahl zurück. Ihr Ziel, ein zweistelliges Ergebnis zu erreichen, konnte sie nicht erreichen. Im künftigen Landtag wird sie mit 13 Sitzen vertreten sein. Für ihren ehemaligen Koalitionspartner CDU ist das Ergebnis der Landtagswahl ein verheerender Erdrutsch. Sie verlor 10% gegenüber dem Ergebnis der vorhergehenden Landtagswahl, und damit ihr schlechtestes Wahlergebnis in Nordrhein-Westfahlen überhaupt.

Frau Kraft (SPD, Spitzenkandidatin) war gestern Abend anfangs zwar noch guter Hoffnung, dass sie zusammen mit den Grünen die zukünftige Regierung in Nordrhein-Westfahlen stellen könne, doch nach dem Ergebnis des vorläufigen amtlichen Wahlergebnisses, fehlt der SPD und den Grünen dafür ein Sitz im Landtag. Auch die SPD musste Verluste an ihrem Stimmenanteil hinnehmen. Mit jeweils 67 Sitzen werden SPD und CDU im gleich stark im neuen Landtag vertreten sein.

Die eigentlichen Gewinner der Landtagswahl in Nordrhein-Westfahlen sind aber die Grünen, deren Stimmenanteil sich von 6,2 auf 12,1 Prozent nahezu verdoppelte. Mit ihrem besten Wahlergebnis, das sie bisher dort erreichen konnten, errangen die Grünen 23 Sitze im neuen Landtag.

Mit 5,6 Prozent und 11 Sitzen ist seit gestern Abend auch die Linkspartei im Landtag von Nordrhein-Westfalen vertreten.


Konstellationen

Sowohl die Vertreter der Grünen, als auch diejenigen der SPD hatten noch gestern Abend erkennen lassen, dass sie am liebsten eine Rot-Grüne Landesregierung bilden würden. Dafür reicht es jetzt nicht mehr. Beide ließen erkennen, dass ihnen an einem wirklichen Politikwechsel in Nordrhein-Westfahlen gelegen ist. Das werden sie jedoch wohl nur erreichen, wenn sie sich auf Gespräche mit der Linken einlassen. Diese Partei ist den meisten "etablierten" Politikern aller anderen Parteien zwar irgendwie lästig, aber "ignorieren" geht wohl auch nicht mehr. Die anderen Parteien werden sich also wohl oder übel aktiv mit der Linken auseinandersetzen müssen. Dazu gehören auch Sondierungsgespräche, wenn es um die Bildung neuer Regierungskoalitionen geht. Angesichts wachsender Stimmenanteile der Linken wird man diese jedenfalls künftig ebenso zu Kenntnis nehmen müssen, wie die FDP.

Auch einer schwarz-grünen Koalition würde ein Sitz im Landtag fehlen. Der von den Grünen angestrebte Politikwechsel wäre damit allerdings wohl kaum möglich. Allerdings fehlt einer solchen Anfangskonstellation ohnehin die dritte Partei im Bunde. Die FDP als Mehrheitsbeschaffer kommt für die Grünen nicht in Frage und die Linken sind der CDU ein Dorn im Auge.

Denkbar wäre natürlich auch eine Große Koalition aus SPD und CDU. Aufgrund des gleichen Anzahl der Sitze im neuen Landtag wäre der Streit darüber, ob es künftig eine Ministerpräsidentin Kraft oder weiterhin einen Ministerpräsidenten Rüttgers in Nordrhein-Westfahlen geben soll, wohl schon vorprogrammiert. Auch scheint es weitere landespolitische Differenzen zwischen SPD und CDU zu geben, und die Mehrheit im Bundesrat gewönne die CDU mit einer Großen Koalition in Nordrhein-Westfahlen auch nicht zurück. Bei Meinungsverschiedenheiten müssten sich die Vertreter der Landesregierung im Bundesrat der Stimme enthalten.

Wie auch immer: Es bleibt wohl noch für einige Zeit spannend in Nordrhein-Westfahlen.


(Quelle: ARD-Tagesschau vom 10.05.2010)