Freitag, 10. November 2017

Das muss man sich mal bewusst vor Augen führen!


Verlust der Heimat: Von Fidschi bis Deutschland (© 350.org, September 2017)

Da werden im Rheinischen Revier, in der Lausitz und in Brandenburg heute noch Dörfer, Wälder und Felder für Braunkohle abgebaggert, deren Verbrennung in deutschen Kohlekraftwerken für eine gigantische Überproduktion an Strom sorgt, der dann ins benachbarte Ausland exportiert wird.
Und um diesen Braunkohle-Exportstrom produzieren zu können, werden hierzulande Menschen aus ihrer Heimat vertrieben - und auf der Wasserseite der Welt wird dafür die Heimat der Menschen im Meer versenkt!



Das ganz persönliche Kohle-Divestment:
Atom- und Kohleausstieg selber machen

Für all diejenigen, die diesen Irrsin nicht länger unterstützen wollen, gibt es eine Alternative. In Deutschland gibt es vier Anbieter, die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen anbieten. Sie vertreiben weder Atom- noch Kohlestrom und sie beziehen keinen Strom aus Anlagen, an denen Atom- oder Kohlestrom-Konzerne beteiligt sind:
  • Elektrizitätswerke Schönau (EWS)
    Die Kunden der EWS fördern mit ihrer Stromrechnung ökologische Kraftwerke in Bürgerhand. Mit ihrem Förderanteil bringen sie so die Bürgerenergiewende voran.
  • Greenpeace Energy
    Mit dem Ziel, langfristig alle Kunden mit sauberem Strom aus eigenen Kraftwerken zu beliefern, baut Greenpeace Energy Über sein Tochterunternehmen "Planet energy" eigene Anlagen, die Strom aus regenerativen Energien erzeugen.
  • Lichtblick
    Lichtblick vertreibt ausschließlich Strom aus deutschen Wasserkraftwerken.
  • Naturstrom
    Der Strom stammt aus Wasser- und Windkraftwerken in Deutschland. Mit einem festen Betrag pro Kilowattstunde fördert Naturstrom den Bau neuer Öko-Kraftwerke und treibt damit den Aufbau einer sauberen, sicheren und zukunftsfähigen Energieerzeugung voran.

Wer seine Stromrechnung bei einem dieser echten "Ökostrom"-Anbieter bezahlt, bekommt zwar physikalisch weiterhin den bundesweiten Strommix aus Erneuerbaren Energien, fossilen Energieträgern und Atomkraft in die Steckdose geliefert, kann sich aber sicher sein, dass sein Geld nicht in der Kasse eines Atom- oder Kohlestrom-Konzerns landet. Wenn genügend Menschen sich zu einem Wechsel von ihrem Stromanbieter zu einem echten "Ökostrom"-Anbieter entscheiden könnten, dann würden die Konzerne bald aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sein, ihre veralteten, schmutzigen Kraftwerke stillzulegen.


(Quellen: Süddeutsche Zeitung vom 11.10.2017, Stefan Rahmstorf (PIK) in derZeitschrift "Mare" - Oktober/November 2016, Stadtportal Erkelenz - Umsiedlungen Garzweiler II, 350.org auf YouTube, Elektrizitätswerke Schönau - EWS, Greenpeace Energy, Lichtblick, Naturstrom )

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