Dienstag, 1. Dezember 2015

Kohle contra Klimaschutz

Fossil gebundenes CO2: Wiedergeboren im Feuer - wie Phönix aus der Asche
Emaile-Werbeschild gesehen im Deutschen Bergbaumuseum, Bochum
(Montage: © J. Winkler)
In Paris warb Frau Merkel gestern für ein ambitioniertes, umfassendes, faires und verbindliches Abkommen zum Schutz des Klimas (Zitat):
".. Es geht um die Grundlagen des Lebens der Generationen, die nach uns kommen. Wir wissen: Wir müssen heute handeln. Das muss der Anspruch dieser Konferenz sein. Das muss das Ergebnis auszeichnen, das wir in wenigen Tagen erreichen müssen. .. Seit langem haben wir zum ersten Mal die Chance, unser Ziel, das Ziel eines Abkommens, zu erreichen. Nüchtern ausgedrückt heißt dieses Ziel nicht mehr und nicht weniger, als den globalen Temperaturanstieg unter zwei Grad, bezogen auf die Temperaturen zu Beginn der Industrialisierung, zu halten. Das ist ein notwendiges Ziel. Wir wissen aber mit Blick auf kleine Inselstaaten: Das ist immer noch kein ausreichendes Ziel. Daher brauchen wir ein UN-Abkommen, das ambitioniert ist, das umfassend ist, das fair und das verbindlich ist. .." 

Im eigenen Land haben sie und ihr Koalitionspartner, die SPD, es bisher leider versäumt, die Ursachen für den von Deutschland verursachten Beitrag zur globalen Erwärmung abzuschalten. Das Gegenteil ist der Fall: RWE, Vattenfall + Co. verwüsten mit ihren Braunkohletagebauen weiterhin ganze Landstriche. Felder, Wälder, Dörfer und Städte fallen ihren gefräßigen Baggern zum Opfer. Mit der Verbrennung der Braunkohle in ihren Kohlekraftwerken tragen sie zur weiteren Beschleunigung des Anstiegs der mittleren globalen Temperatur auf unserem Planeten bei. Parallel dazu wird der Ausbau der regenerativen Energiequellen seit Jahren künstlich ausgebremst.

Jeder normal denkende Mensch müsste doch eigentlich alles daran setzen, zumindest die schlimmsten zu erwartenden Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels zu verhindern, anstatt auch noch das letzte Stückchen Kohle aus der Erde zu graben um es dann zu verbrennen. Bei den Verantwortlichen in den Chefetagen der Kohle-Industrie wird das Denken allerdings durch die Aussicht auf die noch erwarteten Profite aus dem Braunkohlegeschäft blockiert.

Der Klimawandel und wie die Welt unserer Kinder und Kindeskinder aussehen wird, ist den Konzernen sch..egal. Unterstützt wird ihr Geschäftsmodell - das auf die Dauer einem kollektiven Selbstmord gleichkommt - von ihren politischen Handlangern, deren Job es eigentlich wäre, den Willen der Bürger - denen daran gelegen ist, ihren Kindern und Kindeskindern einen bewohnbaren Planeten Erde zu hinterlassen - in die Tat umzusetzen. Solange sich hierzulande am verhängnisvollen Filz zwischen Politik und den Konzernen der fossilen- und der Automobilindustrie nichts ändert, bleiben die vollmundigen Reden auf der internationalen Klimakonferenz in Paris (COP21) nichts als heiße Luft.


Zum Weiterlesen:


(Quelle: bundeskanzlerin.de )

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